Tellima grandiflora / Falsche Alraunwurzel

Tellima_grandiflora_falsche_alraunwurzel_11 Familie Saxifragaceae, Steinbrechgewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Tellima grandiflora
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Tellima grandiflora: Die Falsche Alraunwurzel kommt im Westen der USA von Alaska bis südlich von San Francisco von den Tieflagen bis in hochmontane Höhen vor.

Tellima grandiflora wächst in frischen bis feuchten, nahrhaften Wäldern und Gebüschen, Wiesen und Berghängen. Die Standorte sind schwach sauer bis sauer und halbschattig bis schattig.



Tellima grandiflora am schattigen Gehölzrand zusammen mit Symphytum grandiflorum

In Mitteleuropa, auf den Britischen Inseln und in Norwegen ist die Art stellenweise eingebürgert. In Deutschland hat sie v.a. im Hügelland entlang des Nordrandes der Mittelgebirge ihren Verbreitungsschwerpunkt.

Beschreibung

Die Falsche Alraunwurzel ist eine wintergrüne, horstige Staude, die 40 bis 80 cm Wuchshöhe erreicht. Die die recht großen Grundblätter sind rundlich und mehrlappig. Sie stehen an Blattstielen, während die deutlich kleineren Blätter an den Blütenstielen sitzend bzw. stengelumfassend sind.

Die Blüten erzeugen Wirkung nicht durch Form und Farbe, sondern durch Masse:



Die grünlichen Blüten stehen in langen, aufrechten Ähren. Die Blütezeit liegt im Mai/Juni.

Über den Winter färbt sich das Laub bräunlich-grün.

Außerhalb der Blütezeit ist eine Verwechslung mit dem Hohen Purpurglöckchen möglich. Heuchera micrantha wiederum ähnelt v.a. zur Blütezeit stark.

Verwendungshinweise

Die robuste, schatten- und wurzeldruckverträgliche Art ist von unspektakulärer, insgesamt sogar unscheinbarer Wirkung. Sie ist v.a. als dezente Blattschmuckpflanze für das Winterhalbjahr zu betrachten.

Sie wird meist in parkartigen Anlagen im lichten Schatten sommergrüner Bäume in großen Gruppen oder flächig in ruhigeren, abgelegeneren Bereichen eingesetzt.

Für kontemplative Flächenstrukturen kann sie auch mit horstigen Waldgräsern und/oder Farnen kombiniert werden. Die Blütenstände von Waldstauden lassen sich angenehm zwanglos in die gelblich-grüne Blütenmatrix einbetten und miteinander verbinden.



Individuenreiche Bestände machen die Blüten wahrnehmbar.

Kultur

In absonnigen bis schattigen Lagen auf frischen, basenarmen Böden ist die Art pflegeextensiv. Sie bildet durch reichlich Selbstaussaat recht schnell dichte Bestände, die kaum noch Wildkräuter aufkommen lassen.

Kurze Trockenphasen werden nach der Etablierung klaglos hingenommen. In Regionen mit häufigen Barfrösten sollten windgeschützte Standorte gewählt werden, um Frostschäden zu minimieren.

Sorten:
  • Forest Frost: grünes, silber geflecktes und rötlich geadertes Laub, rosa-grünliche Blüten
  • Purpurteppich: ganzjährig bräunlich-rotes Laub

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
horstartig
30-60 cm Höhe
grün
gelblich-grün
Juni
grün
silbrig
panaschiert
rötlich
zierende Herbstfärbung
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
vorhanden
frisch
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
mittlere Böden
reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
befriedigend
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
winter-/immergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren