Symphyandra wanneri / Steinglocke

Familie Campanulaceae, Glockenblumengewächse
Pflanzen pro qm 15.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Symphyandra wanneri

Die Steinglocke stammt aus den Mittelgebirsregionen des Balkans und der Karpaten sowie des nördlichen Griechenlandes.

Symphyandra wanneri besiedelt sonnige Steilhänge, Abbruchkanten im Gebirge und Felsköpfe. Sekundär stellt sie sie sich auch in sonnig-warmen Mauerfugengesellschaften ein.

Sie bevorzugt durchlässige und basenreichen Gesteinsböden in (voll-)sonnigen Lagen.

Symphyandra wanneri im trocken-warmen Alpinum in Begleitung von Sedum acre



Beschreibung

Die Steinglocke ist eine kurzlebige, sommergrüne Staude oder auch nur Zweijährige von knapp 30 cm Höhe und horstigem Wuchs. Die violett-blauen Glockenblüten erscheinen im Juni. 

Die Blätter sind rauh behaart und die Blütenstengel oft rötlich überlaufen.

Mittlerweile wird die Art botanisch der Gattung Campanula zugeordnet und die korrekte Bezeichnung lautet entsprechend Campanula wanneri. Im Handel ist dies jedoch noch kaum nachvollzogen.

Verwendungshinweise

Symphyandra wanneri wird relativ selten gärtnerisch verwendet, ist aber eine gute Option für süd-exponierte Hänge im Alpinum bzw. in der Felssteppe, in mediterranen Gärten, entlang von Wegen oder im Vordergrund von trockeneren Rabatten.

Als Partner kommen nur niedrige Horstgräser wie Koeleria glauca oder zarte, nicht expandierende Stauden der Felssteppen wie Hypericum polyphyllum, Saxifraga paniculata oder Allium oreophilum als Blühpartner in Frage. Die Kombination mit offenen, schottrigen Bodenstellen und Felsen sorgt für besondere Glaubwürdigkeit.

Im Handel ist sie praktisch nur als Saatgut erhältlich.

Kultur

Symphyandra wanneri bevorzugt nicht zu arme und mäßig trockene bis frische Böden, womit sie aufgrund ihrer geringen Wuchskraft und Kurzlebigkeit schnell verdrängt wird und nur in intensiv gärtnerisch betreuten Anlagen dauerhaft kultiviert werden kann.

Die Steinglocke samt sich reich und willig aus, wenn offene Bodenstellen vorhanden sind. Der Kaltkeimer kann in Neuanlagen durch Direktsaat im Herbst oder im zeitigen Frühling auch als temporärer Lückenfüller verwendet werden und blüht dann erstmalig im zweiten Sommer nach der Aussaat.

Bilder









Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
violett
blau
Juni
Juli
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
konkurrenzschwach
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Felssteppen