Symphoricarpos orbiculatus / Korallenbeere

Symphoricarpos_orbiculatus_korallenbeere_111 Familie Caprifoliaceae, Geißblattgewächse
Pflanzen pro qm 2.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Symphoricarpos orbiculatus: Die Korallenbeere ist in Nordamerika in der Osthälfte der USA sowie im Norden Mexikos verbreitet. Sie steigt von den Tiefebenen bis in submontane Höhenlagenauf.

Symphoricarpos orbiculatus besiedelt ein sehr breites Spektrum von Habitaten, kommt aber vorrangig auf frischen, nahrhaften und basenreicheren Lehmböden an Rändern von Auwäldern, an Flussufern, in frischen bis feuchten Schlagfluren und lichten Wäldern vor.



Die Korallenbeere ist in pflegefreien öffentlichen Grünanlagen ein gern gesehener Gast.

Beschreibung

Symphoricarpos orbiculatus ist ein sommergrüner Stauch von etwa 200 cm Höhe, der durch merkliche Ausläuferbildung deutlich stärker in die Breite wächst.

Die creme-weißen bis grünlich-rosa Blüten sind relativ unscheinbar und erscheinen im Juni/Juli. Auffälliger sind die leuchtend korallen-roten, knapp erbsengroßen Früchte, die bis zum Frühjahr zierend an den Sträuchern verbleiben.

Sehr ähnlich ist die Chenault-Schneebeere (Symphoricarpos x chenaultii), die halb-wintergrün ist, aber keine nennenswerte Herbstfärbung liefernt.

Das Herbstlaub ist lang anhaltend rot bis braun-rot:



Verwendung

Die Korallenbeere wird etwas weniger inflationär verwendet als die Gewöhnliche Schneebeere, ist dieser aber habituell letztlich so ähnlich, dass sie deren Allerweltscharakter erbt.

Symphoricarpos-Arten werden wegen ihrer ausgesprochenen Anspruchslosigkeit im Straßenbegleitgrün und pflegefreien öffentlichen Grünanlagen eingesetzt und sollten wegen der inflationären Verwendung selbst in reinen Funktionspflanzungen nur mit Vorsicht eingesetzt  werden.

Eine Verwendung kann auf trocken, verschatteten und nicht zu pflegenden Unterpflanzungen von Bäumen im urbanen Raum erwogen werden, wo nur wenige Alternativen bestehen.



Die meiste Zeit des Jahres verharrt die Korallenbeere in stiller Unscheinbarkeit.

Kultur

Die Art ist hitze- und stadtklimaverträglich, übersteht Trockenphasen unbeschadet und trotzt sonnigen wie verschatten Standorten.

Wurzelkonkurrenz auch von Großbäumen stellt sie vor keine nennenswerten Probleme.

Bilder





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Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blattfärbung Zierwert Frucht
Strauch
Normalstrauch
breit ausladend
weiß
rot
rosé-weiß
grün
blau-grün
zierende Herbstfärbung
zierend/strukturstark
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
salzhaltig
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
hitzeanfällige Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
in Sonderfällen
Sehr gering
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Freie Blütenhecke
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
zierende Winterstruktur
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren