Sorbus aucuparia // Eberesche

Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Sorbus aucuparia
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Sorbus aucuparia

Die Eberesche ist von den Pyrenäen bis in den Norden Skandinaviens und nach Nord-Osten bis zum Ural verbreitet. Im Süd-Osten reichen die Vorkommen über die Türkei bis in den Transkaukasus, den Norden Irans und nach Turkmenistan.

In Kanada und den USA ist Sorbus aucuparia großflächig neophytisch eingebürgert.

In Deutschland und in der Schweiz ist die Eberesche flächendeckend häufig.



In der Agrarlandschaft findet man die Eberesche seltener als kleinen Solitärbaum...

Sie besiedelt ein breites Spektrum von Lebensräumen. In der Naturlandschaft ist sie aber besonders häufig auf basenärmeren, tiefgründigen Sandböden zu finden. Sie bildet hier als Pionierbaumart Ebereschen-Vorwälder auf Ackerbrachen, Rohdungs- und Waldlichtungsflächen.

In lichten, sandigen Birken-Kiefern-Forsten und in Moorwäldern ist sie häufig in der Strauchschicht zu finden.

In der Kulturlandschaft ist sie ein wichtiges Element in Feldrainen und Knicks. Hier gedeiht sie auch auf reichen und frischen bis feuchten Substraten.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG  ... zur Legende
Licht (6)  Temperatur (-)  Kontinentalität (-)  Feuchte (-)  Reaktion (4)  Stickstoff (-)



... sondern häufiger als Bestandteil von Feldhecken.

Beschreibung

Die Eberesche ist ein sommergrüner, kurzlebiger Kleinbaum oder Großstrauch. Als Baum erreicht sie Wuchshöhen von 12 bis 15 m, im Freistand auch selten bis 20 m. Die Krone ist locker und aufrecht. Strauchformen gehen meist aus Stockausschlägen hervor.

Durch Wurzelausläufer kann die Art auch flächige Gebüsche bilden. In der Jugend ist die Art rasch-, später trägwüchsig.

Die creme-weißen, unangenehm duftenden Blüten stehen in auffälligen, großen Schirmrispen. Die Blütezeit liegt im Mai bis Ende Juli.

Die leuchten orange-roten bis roten Früchte sind essbar und bis in den Winter hinein zierend. Roh sind die Früchte zwar ungiftig, aber für empfindliche Mägen gegebenenfalls unverträglich.

Im Herbst färben sich die Blätter von leuchtend Orange-Gelb zu Orange-Rot.



Dass die Eberesche neben Blüten- und Fruchtschmuck auch noch eine veritable Herbstfärbung zu bieten hat, wird mitunter verdrängt.

Verwendungshinweise

Sorbus aucuparia erfreut sich als ausgesprochen anspruchsloses Gehölz mit attraktivem Blüten-, Fruchtschmuck und Herbstlaub großer Beliebtheit und wird sehr häufig in pflegeleichten Grünanlagen aller Art eingesetzt. Ihre Ausstrahlung ist daher doch nur mäßig inspirierend, so dass eine Verwendung in anspruchsvolleren Anlagen wohl überlegt sein will.

Siw reagiert empfindlich auf stadklimtische Belastungen und Hitze, so dass sie im Straßenbegleitgrün und als Straßenbaum nur in ländlichen Situationen in Frage kommt.

In dörflichen Gärten ist ein Einsatz insbesondere der Sorte 'Edulis' mit großen, süßen Früchten als Obstbaum erwägenswert.

Als Landschaftsgehölz ist die Eberesche vielfältig einsetzbar. 



Die gefiederten Blätter sorgen für ein malerisches Laubbild.

Kultur
Auf tiefgründigen Böden und auch in der Breite großzügigem Wurzelraum übersteht eine gut etablierte Eberesche aufgrund der weit- und tiefreichenden Wurzeln sommerliche Trockenphasen klaglos.

Bei eingeschränktem Wurzelraum und in den ersten Jahren nach der Pflanzung ist sie dagegen trockenheitsempfindlich.

Sorten:
  • Edulis: 12/6 m hoch/breit, größere und dunklere Blätter, große, rote Beeren mit hohem Zuckergehalt, auch roh gut verträglich und als Obstbaum verwendbar
  • Fastigiata: 9/2 m hoch/breit, Säulenform (Liebhabersorte)
  • Pendula: 5/6 m hoch/breit, Äste Bogig überhängend, Zweige schleppenartig hängend
  • Rossica Major: 15/8 m hoch/breit, etwas wüchsiger als die Art
  • Sheerwater Seedling: 11/4 m hoch/breit, etwas grau-grünes Laub
  • Bilder
























    Attribute

    Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Strauch
    Großstrauch
    Baum
    Kleinbäume
    säulenartig
    breit ausladend
    hängend
    weiß
    Juni
    grün
    dunkel-grün
    grau-grün
    zierende Herbstfärbung
    Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
    zierend/strukturstark
    essbar
    Heil-/Gewürzpflanze
    ausgeprägt
    eher unangenehm
    mäßig trocken
    frisch
    sommertrocken
    feucht
    vollsonnig
    sonnig
    halbschattig
    Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    organische Böden
    starker Wurzeldruck
    kalk-/basenreich
    sehr arme Böden
    arme Böden
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Tiefland
    Mittelgebirge (montan)
    Nordeuropa
    Mitteleuropa
    Südeuropa
    Süd-Osteuropa
    Osteuropa/Kaukasus
    Hügelland (collin)
    Asien
    Sibirien
    Zentral-Asien
    Kleinasien
    befriedigend
    Sehr gering
    strukturbildender Solitär
    verträglich
    Gebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
    Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
    Schlehen-Gebüsche
    Eichenwälder
    Bodensauere Eichenmischwälder
    Steppen-Eichenwälder
    Subkont. Kiefern-Eichenwälder
    Nadelwälder
    Sand-Kiefernwälder
    Kiefern-Steppenwälder
    Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
    Ländlicher Garten
    Repräsentative Gärten
    Heidegarten
    Waldgarten
    Klostergarten
    öffentliches Grün
    Straßenbegleitgrün
    Grünanlagen geringer Pflegestufe
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Bodenfestiger (Halden/Böschungen)
    Hecken
    Freie Blütenhecke
    Hauptsortiment
    sommergrün
    zierende Winterstruktur