Skimmia japonica // Skimmie

Familie Rutaceae, Rautengewächse
Pflanzen pro qm 3.00
Wikipedia Skimmia japonica
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Skimmia japonica

Die Skimmie ist in Japan und Taiwan heimisch. Vorkommen im entlang der Pazifikküste Chinas, Koreas und Vietnams sowie auf den Phillippinen gehören zur Unterart Skimmia japonica ssp. reevesiana.

Skimmia japonica wächst im Unterwuchs frischer bis feuchter Wälder mit humosen, sauren bis schwach alkalischen Böden.

In regenreichen Regionen überdauert die Skimmie sogar in Baumscheiben. Diese Exemplar ist etwas chlorotisch aufgrund zu alkalischem Substrats.

Beschreibung
Skimmia japonica ist ein immergrüner, langsam wüchsiger Strauch, der am Naturstandort gut 5 m hoch werden kann. In Mitteleuropa wird er kaum höher als 1,5 m bei 2,5 m Breite. Das Laub ist auf neutralen bis sauren Böden meist dunkel-grün.

Die Art ist in der Regel zweihäusig getrenntgeschlechtlich. Bei beiden Geschlechtern sind die weißen bis rosé-weißen Blüten in aufrechten Rispen angeordnet. Die eigentliche Blütezeit liegt im Mai, die ebenfalls zierenden Knospen werden aber teilweise schon im Herbst angesetzt.

Während männliche Blüten stärker duften und meist auch blütenreicher sind, setzen weibliche Pflanzen erbsengroße, leuchtend rote Beeren an. Die Früchte erscheinen ab September und sind bis weit in den Winter zierend. Im Handel befinden sich auch zwittrige Sorten, so dass nicht zwingend zwei Exemplare gepflanzt werden müssen. Allerdings ist der Fruchtansatz bei Fremdbestäubung höher.

Die Skimmie ist in allen Teilen giftig.

Die Standardsorte 'Rubella' ist zwittrig mit Überhang auf der weiblichen Seite und zeigt hier ansehnlichen Knospenschmuck.

Verwendungshinweise
Skimmia japonica gehört wegen der vielen überzeugenden Eigenschaften -immergrün, duftende Blüten, lang haltender Fruchtschmuck - zu den beliebten Gehölzen in Vorgärten, Rhododenronpflanzungen und zur Unterpflanzung von Bäumen.

Die Art wird aber weniger inflationär verwendet als die in Laub und Blüte etwas ähnliche Lorbeerkirsche. In klassischen Gartensituationen bleibt dennoch ein recht statischer Eindruck.

Ungewöhnlicher und anregender ist ein Einsatz in exotisch-naturhaften Waldsituationen als Solitär in von Waldgräsern und großlaubigen Waldstauden dominierten Flächen.

Skimmia japonica ist insgesamt recht variabel. 'Rubella' entwickelt hier auffällig lange Blätter.

Kultur
Die Skimmie verträgt leicht alkalische Substrate, eindeutig besser sind kalkfreie, saure Moorbeetsubstrate. Auf Kalk entstehen schnell Chlorosen.

Trockenphasen während der Vegetationsphase, warm-lufttrockene Standorte  und Staunässe mindern die Vitalität gleichermaßen und sollten vermieden werden.

Die Art ist recht gut winterhart, in rauhen Regionen können sicherheitshalber windgeschützte Lagen gewählt werden. Zu Blattschäden kann Wintersonne in Verbindung mit strengem Frost führen. Winterlich absonnige/schattige Standorte an Gebäuden oder unter immergrünen Gehölzen verhindern dies.

Die Art gedeiht auch im tiefen Schatten unter Koniferen, die Zuwächse sind hier jedoch noch geringer als ohnehin schon. Bei Kübelkultur müssen die Pflanzen gut geschützt bis frostfrei, relativ trocken und hell überwintert werden. Der Wurzelballen sollte nicht unnötig durchfrieren.

Schnittmaßnahmen sind in der Regel nicht erforderlich. Alte, in der unteren Hälfte verkahlte Triebe können nach der Blüte entfernt werden.

Die Sorte 'Rubella' wird meist der Unterart Skimmi japonica ssp. reevesiana zugeordnet.

Sorten:
  • Bremen: 0,7/1,0 m hoch/breit, dunkel-grünes Laub, männliche Blüte, weiß, stark duftend, Blütenknospen ab November, purpur-rot
  • Fructu Albo: 0,4/1,0 m, mittel-grünes Laub, weibliche Blüte, weiß
  • Fructu Red: 0,8/1,5 m, mittel-grünes Laub, weibliche Blüte, weiß
  • Kew White: 0,8/1,5 m, mittel-grünes Laub, weibliche, weiße Blüte, wei&weiße Früchte;
  • Magic Marlot: weiß panaschiertes Laub, männliche Blüte
  • Rubella: 0,8/1,5 m hoch/breit, mittel-bis dunkel-grünes Laub, unterseits rote Blattadern, überwiegend männliche Blüte, weiß, stark duftend, Blütenknospen ab November, bräunlich-purpur-rot (Handelsstandard)
  • Scarlet Queen: 0,8/1,5 m, mittel-grünes Laub, weibliche Blüte, weiß, leuchtend hell-rote Früchte
  • Temptation: 0,8/1,5 m, selbstbefruchtend, mittel-grünes Laub, weiße Blüte, reicherer Fruchtansatz bei Fremdbestäubung
  • Veitchii: 0,8/1,5 m, mittel-grünes Laub, weibliche Blüte, weiß
  • Bilder






    Rubella



    Rubella



    Rubella



    Rubella



    Attribute

    Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Strauch
    Halb-/Zwergstrauch
    Klein-Strauch
    breit ausladend
    weiß
    rosé-weiß
    Mai
    grün
    dunkel-grün
    gelblich
    panaschiert
    Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
    zierend/strukturstark
    giftig
    ausgeprägt
    frisch
    gut drainiert
    nicht austrocknend
    feucht
    halbschattig
    sommerlich schattig
    ganzjährig schattig
    absonnig
    Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    durchlässiger Lehm
    humos
    organische Böden
    poröser Schotter
    starker Wurzeldruck
    keine Bodenverdichtung
    stark sauer
    arme Böden
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Asien
    Ostasien/China/Mandschurei
    Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
    befriedigend
    Gering
    strukturbildender Solitär
    verträglich
    Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Asiatisch-Exotischer Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Waldgarten
    für Pflanzgefäße geeignet
    Duftgarten
    Duft ausgeprägt
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Hecken
    Freie Blütenhecke
    Hauptsortiment
    zierende Winterstruktur
    winter-/immergrün
    Gehölz/Wald
    Gehölzrand/Staudenfluren