Orostachys malacophylla // Chinesische Narrenkappe

Familie Crassulaceae, Dickblattgewächse
Pflanzen pro qm 20.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Orostachys malacophylla: Die Chinesische Narrenkappe kommt im Osten Sibiriens und Chinas, in Korea und Japan vor.



Orostachys malacophylla var. iwarenge erfreut mit grau-blauem Laub.

Sie wächst in Felsspaltenfluren in Höhenlagen zwischen 1.200 und 1.800 m üNN.

Die Standorte sind vollsonnig, die Substrate mehr oder weniger basenreiche, arme und durchlässige Rohböden.



Ein Bestand im ersten Standjahr auf einem Trockenmauerkopf, der sich schwertut, einen Vogelknöterich in Schach zu halten. Dem expansionsfreudigen Woll-Ziest rückt ebenfalls bedrohlich näher.

Beschreibung: Orostachys malacophylla ist eine zweijährige Sukulente, die je nach Unterart im ersten Jahr grüne bis blau-graue Rosetten entwickelt.

Im zweiten Jahr treiben die Rosetten ab Juli bis zu 15 cm hohe, kerzenartige Blütenstände mit grünlich-gelben Blüten und sterben mit der Samenreife ab.

Es werden allerdings kleine Bulbillen in den Blattachseln gebildet, die im Folgejahr einen neuen Bestand begründen können.


Formen mit grünlichen Blattfarben werden seltener kultiviert.


Verwendungshinweise: Orostachys malacophylla ist eine ungewöhnliche, exotische Sukulente, die in kleinen, gärtnerisch intensiv betreuten Steingärten, Trögen und Tuffsteinen gut verwendet werden kann.

Optisch und standörtlich passt sie sehr gut zu frostharten Kakteen wie Opuntia polyacantha oder Agaven wie Agave parrasana.

Der Bezug ist bei spezialisierten Versandgärtnereien möglich. Man findet sie aber oftmals auch als Gelegenheitsangebot in Baumärkten oder Gärtnereien.



Detailansicht auf den Habitus im ersten Standjahr

Kultur: Durch die Kurzlebigkeit ist der Betreuungsaufwand selbst auf sonnig-trockenen Extremstandorten aufwändig. 

Auf vegetationsfreien Schotter- und Kiesflächen samt sich die Art zwar oft wieder aus bzw. etabliert sich aus den Überwinterungsbulbillen neu. Nur müssen diese Plätze vom Betreuer freigehalten werden. Sonst besetzen ausdauernde Polster- und teppichbildende Trockenkünstler früher oder später den Raum.

Die Winterhärte ist nur auf winterlich mehr oder weniger trockenen Substraten ausreichend. Ähnlich wie frostharte Kakteen oder Agarven sollte man in Mitteleuropa immer für einen winterlichen Regenschutz sorgen. Im Zweifel kann man auch gut  eine große Glasschüssel über die Rosetten stellen.

Bilder






var. iwarenge