Saxifraga sancta / Heiliger Steinbrech, Athos-Steinbrech

Saxifraga_sancta_heiliger_steinbrech_11 Familie Saxifragaceae, Steinbrechgewächse
Pflanzen pro qm 25.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Saxifraga sancta: Der Heilige Steinbrech kommt in den Gebirgsregionen des Balkans, Griechenlands und der Türkei vor.

In den Hochlagen insbesondere des türkischen Verbreitungsgebietes sind Winterverläufe mit Phasen tiefen Frosts die Regel.

Er besiedelt licht halbschattige bis licht absonnige Kalkstein-Felsspalten- und Schuttfluren. Die Substrate sind durch Nadelstreubeimengungen oft humos, mäßig nahrhaft und schwach sauer bis alkalisch.

Die Standorte sind durch leichte Sickerwasserströme oft lange frisch und trocknen nur im niederschlagsarmen Hochsommer ab.

Saxifraga sancta fühlt sich auf der sonnenabgewandten Seite von Felsen ganz wohl:



Beschreibung

Der Heilige Steinbrech ist eine immergrüne Staude, die recht zügig 5-7 cm hohe Teppiche aus dichtstehenden Rosetten bildet. Die Blätter sind steif und wirken "stachelig".

Aus einzelnen Rosette entspringen im März/April kräftig-fleischige, kaum 5 cm über das Laub ragende Blütenstände mit schwefel- bis zitronengelben Blüten.

Verwendungshinweise

Saxifraga sancta weicht im Habitus durch die deutlich erkennbaren Einzelrosetten mit den derben, stacheligen Blättern und dem kühlen Gelb der Blüten merklich von den sonstigen Moos-Steinbrechen wie z.B. dem beliebten Saxifraga x arendsii ab.

Der Heilige Steinbrech ist entsprechend eine interessante Option für kleine oder detailreiche Alpinarien und Steintröge.

Kultur

Bei Pflanzung in Felsspaltensystemen mit wenig offenen Bodenstellen ist die Art relativ pflegeextensiv zu kultivieren, ansonsten ist sie nur mit hohem gärtnerischem Aufwand vor kräftigen Konkurrenzstauden zu schützen.

Pralle Mittagssonne und auch intensive Wintersonne in Verbindung mit Frost führt schnell zu Verbrennungen und unschönen abgestorbenen Partien.

In kontinentalen Regionen mit geringen Sommerniederschlägen werden optimale Wuchsbedingungen nur mit gelegentlicher Bewässerung erreicht. Die Art übersteht aber selbst hier Trockenphasen generell unbeschadet.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
bis 15 cm Höhe
Polsterpflanze
hell-gelb
März
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
gut drainiert
sommertrocken
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Süd-Osteuropa
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
Terrassen-/Balkongarten
Steingarten/Alpinum
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke 8-15 cm
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
winter-/immergrün
Alpinum
Felssteppen