Sanguinaria canadensis / Kanadische Blutwurz

Sanguinaria_canadensis_kanadische_blutwurz_11 Familie Papaveraceae, Mohngewächse
Pflanzen pro qm 20.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Sanguinaria canadensis

Die Kanadische Blutwurz kommt im Osten der USA von Nord-Florida bis Süd-Ost-Kanada von den Tieflagen (im nördlichen Verbreitungsgebiet) bis in montane Höhenlagen (im Süden) vor.

Sanguinaria canadensis besiedelt v.a. dauerfrische bis feuchte, humos-nahrhafte, mehr oder schwach basische bis saure Böden in Hartholz-Auwälder, vereinzelt aber auch in Feuchtwiesen und seltener Ruderalfluren.

Sie bevorzugt licht halbschattige bis schattige, luftfeuchte Standorte.



Voll entfaltete Sanguinaria canadensis mit schon fast verblühtem Corydalis cava

Beschreibung

Die Blutzwurz ist eine sommergrüne, an trockeneren und/oder schattigen Standorten auch vorsommergrüne Staude. Sie erreicht Wuchshöhen von 20 cm und breitet sich mit einem langsam kriechenden Rhizom in lockeren Beständen aus.

Die grünen, tief geaderten und unterseits grau-grünen Blätter erinnern an Federmohn und werden zusammen mit den Blüten Anfang April ausgetrieben. Die rein-weißen Blüten sind zart-anemonenhaft und zerfallen bereits nach wenigen Tagen.

Die Pflanze sondert bei Verletzungen einen orange-roten Saft aus. Die gesamte Pflanze ist giftig.

Verwendungshinweise

Sanguinaria canadensis ist eine schöne Bereicherung in der Krautschicht exotischer oder Nord-Amerika-Waldgärten.

Sie kann ebenfalls gut im kühlen Schatten von Mauern und Gebäudeteilen in niedrigen Waldstaudenbeeten oder zur Unterpflanzung von Gehölzen eingesetzt werden. Schöne Partner sind zarte Farne wie z.B. Pfauenradfarn, der sich erst zu entfalten beginnt, wenn die Blüten der Blutwurz bereits vergehen.

Die interessanten Blätter wiegen die kurze Dauer der Blüte auf und entfalten auf frischen, halbschatigen bis licht absonnigen Standorten bis zum Spätsommer eine dezent exotische Atmosphäre.



Blätter und Blüten entfalten sich zeitgleich.

Kultur

Unter Gehölzen ist die Art recht pflegeleicht, benötigt aber einige Vegetationsperioden bis zur vollständigen Etablierung. In dieser Zeit ist es erforderlich, Wild- und Konkurrenzstauden zurück zu drängen.

Trockenfallendes Substrat schränkt die Vitalität generell ein.

Die Beschaffung ist kostenintensiv.

Sorten:
  • Multiplex: rein-weiße, dicht gefüllte Blüten ohne gelbe Staubfäden, etwas haltbarere Blüten

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
weiß
April
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
unbedeutend
frisch
nicht austrocknend
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
vorsommergrün
Gehölz/Wald