Salvia viridis / Schopf-Salbei

Salvia_viridis_buntschopfsalbei_11 Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 15.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Salvia viridis

Der Schopf-Salbei ist im Mittelmeerraum sowie auf der Krim und in der Kaukasus-Region verbreitet. In Frankreich fehlt er interessanterweise weitgehend und hat lediglich bei Nizza etablierte Populationen, die möglicherweise aber auch nicht urwüchsig sind.

In Deutschland gilt Salvia viridis als unbeständiger Neophyt, dem in den mittel- und süddeutschen Wärmeregionen vereinzelt der Sprung aus Gartenkulturen in die Landschaft gelingt (Verbreitungskarte Deutschland).



Salvia viridis in stimmungsvoller Zweisamkeit mit Pennisetum orientale 'Karley Rose'

Man findet die Art in (voll-)sonnigen, feinerdereichen Schotterrasen oder auch in Acker- und Wegrändern. Die Wuchsorte zeichnen sich meist durch wiederkehrende Bodenverletzungen aus, die zu lückigen, ruderalisierten Vegetationsdecken führen.

Die Substrate sind mehr oder weniger neutral und mäßig nahrhaft. Die Wasserversorgung ist mäßig trocken, im Frühjahr auch frisch, dann aber zumindest sommertrocken.



Bunte Zusammenstellung u.a. mit Monarda-Hybride 'Ou Charm', Strahlen-Breitsame (Orlaya grandiflora) und der gelben Saat-Wucherblume (Glebionis segetum) im Hintergrund.

Beschreibung

Der einjährige, bei später Aussaat auch zweijährige Schopf-Salbei erreicht Wuchshöhen von etwa 50 cm. Im Freistand wächst er buschig verzweigt, im dichten Stand schlank-aufrecht.

Bei einer Aussaat Anfang April blüht die Pflanze mit blau-violetten oder in Sorten auch rosa ab Mitte Juni und blüht bei Rückschnitt nach der Blüte bis zu den ersten Nachtfrösten recht ansehnlich nach.

Die eigentlichen Blüten in den Blattachseln sind kaum wahrnehmbar. Die Zierwirkung entfalten fahnenartig am Kopf der Blütentriebe angeordnete Hochblätter.



Schopf-Salbei als Sommer-Wechselflor mit eingestreuten Ringelblumen

Verwendungshinweise

Salvia viridis kann in Rabatten, in gärtnerisch intensiv betreuten mediderranen Staudenbeeten und in Kübeln für Terrassen und Balkone gut eingesetzt werden.

Sie ist auch ein ansprechender Flächenfüller/Blender in Staudenanlagen. Für steppenartige Situationen ist er nur geeignet, wenn die Standorte im Frühling keinen nennenswerten Trockenstress erleiden. Ohne gärtnerische Unterstüzung wird sie aber mit zunehmendem Lückenschluss rasch verdrängt.



'Pink Sundae'

Kultur

Die Pflanze ist fast nur als Saatgut erhältlich und kann ab Anfang April direkt ins Freiland gesät werden. Eine Vorkultur bewährt sich nicht, da die Sämlinge sich ungern verpflanzen lassen und im Vergleich zu Direktaussaaten kümmerlich sind oder sogar gar nicht angehen.

Zumindest in sonnig-warmen Neuanlagen auf frühjahrsfrischen Mineralböden ist die Etablierung aus Direktsaaten zudem auch sehr zuverlässig. Auf reinen Sandböden kommt es kaum zu Keimerfolgen, es sei denn sie werden etwas aufgedüngt und im Frühjahr durch Bewässerung frisch gehalten.

Bei ausreichend freien Bodenstellen versamt sich der Schopf-Salbei zuverlässig eigenständig und kann dann dauerhaft kultiviert werden. Diese freien Bodenstellen müssen jährlich im Herbst von Gärtnerhand geschaffen werden. Die ersten Sämlinge erscheinen bereits im Frühherbst.

Sorten:
  • Pink Sundae: violett-rosa Hochblätter, sonst wie die Art

Bilder





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Pink Sundae

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
einjährig
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
rosa
blau
Juli
August
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Hügelland (collin)
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
konkurrenzschwach
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung
Raritäten/Saatgut
sommergrün