Salix rosmarinifolia // Rosmarin-Weide

Familie Salicaceae, Weidengewächse
Pflanzen pro qm 0.50
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Salix rosmarinifolia

Die Rosmarin-Weide kommt von Frankreich bis Skandinavien und nach Osten weiter bis zum Ural vor.

In Deutschland hat sie nur verstreute natürliche Vorkommen im Osten Schleswig-Holsteins, in Mecklenburg-Vorpommern bis in den Norden Brandenburgs, im Bayerischen Wald und im Alpenvorland. In der Schweiz fehlt sie.



Salix rosmarinifolia am Teichufer

Salix rosmarinifolia ist eine Kennart der seltenen Strauch-Birken-Moore, die sich vorwiegend in kontinentalen Lagen mit kalten Wintern und trocken-warmen Sommern entwickeln.

Salix rosmarinifolia benötigt am Naturstandort feuchte bis nasse, ausgesprochen stickstoffarme Moorböden in (voll-)sonnigen Lagen. Die Bodenreaktion ist meist mehr oder weniger neutral.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG  ... zur Legende
Licht (8)  Temperatur (5)  Kontinentalität (6)  Feuchte (8)  Reaktion (5)  Stickstoff (2)

In Kultur wächst die Rosmarin-Weide klaglos auch auf mäßig trockenen Standorten:



Beschreibung
Salix rosmarinifolia ist ein sommergrüner, Strauch, der Wuchshöhen von 150 bis 200 cm erreicht und noch deutlich stärker in die Breite wächst. Der Habitus ist unregelmäßig-buschig.

Die langen, lanzettlichen Blätter sind oberseits grün und unterseits durch eine weiß-filzige Behaarung silbrig.

Die langen Kätzchenblüten sind gelblich-grün und eher unscheinbar. Sie erscheinen im April mit dem Laubaustrieb.

Salix rosmarinifolia hybridisiert auch am Naturstandort mit Salix cinerea.

Verwendungshinweise
Die Rosmarin-Weide wird gerne auf Kinderspielplätzen, oft in Kombination mit der Kugel-Weide (Salix purpurea 'Nana') eingesetzt. Sie ist robust, regenerationsfähig und verbreitet durch ihr silbrig-grünes Laub eine angenehm warme Stimmung.

Denkbar ist zudem ein Einsatz als stimmiger Hintergrund in großräumigen, feuchten Heide- und Moorbeeten.

Durch den etwas "zotteligen" Habitus ist sie ansonsten nicht erste Wahl unter den graulaubigen Sträuchern, zumal die Assoziation mit (sub-)urbanen Spielplatzsituationen doch nur schwer zu verdrängen ist.

In intensiver betreuten Anlagen kann sie aber auch gut einem Formschnitt unterworfen werden und bekommt dann ein kultiviertes Erscheinungsbild. Sie verbreitet dann auch nicht den Charme öffentlicher Grünanlagen. Allerdings muss mehrmals im Jahr die Scheere angesetzt werden, um die Form zu wahren.



Formschnittelemente sind eine aparte Variation.

Kultur
An die Standorte stellt sie in Kultur keine besonderen Ansprüche und verträgt auch mäßig trockene und/oder stickstoffreiche Böden.

Mit zunehmender Verschattung leidet die Vitalität allerdings spürbar.

Bilder