Sagittaria sagittifolia / Gemeines Pfeilkraut

Sagittaria sagittifolia gemeines pfeilkraut  11 Familie Alismataceae, Froschlöffelgewächse
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Sagittaria sagittifolia
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Sagittaria sagittifolia

Das Gemeine Pfeilkraut kommt in ganz Europa und nahezu im gesamten, gemäßigten Asien (Sagittaria sagittifolia ssp. leucopetala) vor.

In Deutschland liegt der Verbreitungsschwerpunkt in der Norddeutschen Tiefebene und in den östlichen Mittelgebirgen. In den übrigen Naturräumen konzentrierten sich die Vorkommen auf die Stromtäler. In der Schweiz ist Sagittaria sagittifolia seltener und praktisch nur in den Flusssystemen des Mittellandes anzutreffen.



Sagittaria sagittifolia an einem Seitenarm der Spree mit vorgelagerter Schwimmblattzone aus Nymphaea alba

In Mitteleuropa ist das wärmeliebende Gemeine Pfeilkraut eine Kennart des Pfeilkraut-Röhrichts meso- bis eutropher, basenreicherer Bäche und vollsonniger bis licht halbschattiger Uferzonen von Flüssen.

Die Wasserstände schwanken zwar mitunter, die Wuchsorte bleiben aber praktisch immer überflutet.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (6)  Kontinentalität (4)  Feuchte (10)  Reaktion (7)  Stickstoff (6)



Sehr breitblättrige Form am Ufer der Panke mit Schlank-Seggen im Hintergrund

Beschreibung

Sagittaria sagittifolia ist eine sommergrüne Staude, die im Ufergrund wurzelnd bis in etwa 40 cm tiefes Wasser vordringt. Durch Wurzelausläufer bildet sie an geeigneten Standorten dichte, streifenartige Bestände. Charakteristisch sind die pfeilartigen Blätter.

Die kleinen, weißen Blüten stehen in lockeren Trauben und sind relativ unauffällig. Die Blütezeit liegt im Juni/Juli bis August.

Die Überwinterungsknollen sind essbar.



Sagittaria sagittifolia ssp. leucopetala mit atemberaubend schlanken Blättern und gelben Staubgefäßen

Verwendungshinweise

Das Gemeine Pfeilkraut ist eine markante Blattschmuckstaude, die gleichermaßen gut an naturhaften Gewässerufern wie in architektonisch geprägten Wasserbecken eingesetzt werden kann.

V.a. die Blattform wirkt exotisch und entwickelt grafische Strukturen im Verbund mit Schwimmblattpflanzen und Binsenartigen (v.a. der Schwanenblume oder der weißlich-grau-grünen Gewöhnliche Teichbinsen-Auslese  'Albescens'. Für architektonische Wasserbecken bietet sich auch die weiß-grüne Auslese des Kalmus Acorus calamus 'Variegatus' an. Mit den Wildformen dieser drei Arten sieht man Sagittaria sagittifolia auch in natürlichen röhrichtgesellschaften typischerweise vergesellschaftet.

Auch als Solitär - umgeben von Freiwasser -  liefert sie eindrucksvolle Bilder.



Natürlicher Röhrichtstandort mit  Mentha aquatica und Typha angustifolia

Kultur

Um eine flächige Ausbreitung zu verhindern, muss die Art in größeren Pflanzgefäße gesetzt werden. Unter Konkurrenzbedingungen mit sehr kräftigen Begleitstauden wuchert das Gemeine Pfeilkraut aber nicht.

In 20 bis 40 cm tiefen Wasser, besser vollsonnigen als halbschattigen Lagen ist die Art robust und durchsetzungsfähig.

Sorten:
  • ssp. leucopetala: asiatische Unterart mit gelben statt braunen Staubgefäßen und ausgesprochen dünnen, auf den ersten Blick kaum noch pfeilartig wirkenden Blättern

Bilder





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Sagittaria sagittifolia ssp. leucopetala gemeines pfeilkraut 22
ssp. leucopetala


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Wasserpflanze
Aufragend
flächendeckend
60-100 cm Höhe
weiß
Juli
grün
hellgrün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
unbedeutend
nass
offenes Wasser
nicht austrocknend
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gewässer/Gewässerrand
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
Zentral-Asien
sehr gut
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
Stillgewässer
Kalkreich
Mesotroph
Nährstoffreich
Fliessgewässer
Bäche
Flüsse
Moore und Sümpfe Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Großröhrichte
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
für Pflanzgefäße geeignet
Hauptsortiment
sommergrün
Wasserrand/Sumpf