Rudbeckia hirta // Rauer Sonnenhut zwei

Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 12.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Rudbeckia hirta: Der Raue Sonnenhut kommt in vier Unterarten vom Süden der USA bis in den Süden Kanadas vor.

Rudbeckia hirta besiedelt eine Vielzahl sonnig-warmer, mäßig trockener bis dauerhaft frischer Lebensräume wie Waldlichtungen, Prärien und ruderalen Sekundärstandorten an Straßenböschungen oder Stadtbrachen.

An Naturstandorten ist die Art oft mit bekannten Gartenpflanzen wie z.B. Bleichem Sonnenhut (Echinacea pallida), Palmlilien-Mannstreu (Eryngium yuccifolium) oder Prachtscharte (Liatris spicata) vergesellchaftet. Der Rauhe Sonnenhut ist dabei aber darauf angewiesen, dass z.B. durch Feuer, Wildvertritt oder menschengemachte Bodenverletzungen die ausdauernden Konkurrenten regelmäßig zurückgedrängt werden.

Eine Kombination von Rauhem Sonnehut (Rudbeckia hirta), Engelhaargras (Nasella tenuissima) und dem silbrigen Ludwigs-Beifuß (Artemisia ludoviciana) ahmt eine noramerikanische Prärie mit schlichten, aber effektvollen Mitteln nach.

Ungewohnte Interpretation des Prärie-Themas mit Nasella tenuissima

Beschreibung: Rudbeckia hirta ist je nach Keimzeitpunkt ein- oder zweijährig. Im Regelfall blüht die Art im zweiten Jahr nach der Keimung. Seltener blühen einzelne Individuen auch ein zweites Mal.

Die wenig verzweigten Horste entspringen einer grundständigen Rosette und erreichen Wuchshöhen von etwa 40 bis 50 cm. Die grünen Blätter sind mehr oder weniger stark behaart.

Die ungewöhnlich groß wirkenden Blüten der Wildform sind gelb. Es gibt aber mittlerweile zahlreiche Auslesen mit rötlichen bis braunen, auch gefüllten Blüten. Die Blüten erscheinen ausdauernd von Mitte Juni bis Anfang Oktober.

Verwendungshinweise: Der Raue Sonnenhut wird gerne in konventionellen Rabatten und häufig in eher unambitionierten Situationen verwendet. Die großen Blüten in den derzeit "unmodischen", warmen Gelb- und Brauntönen lasen sie zweifellos altbacken erscheinen.

In naturhaften, d.h. von Gräsern bestimmten Pflanzungen stellt Rudbeckia hirta - zumindest in den üblichen Auslesen - einen gestalterischen Widerspruch dar. Dieser ist aber durchaus nicht ohne eine gewisse reizvolle Spannung.

Kultur: Rudbeckia hirta lässt sich auf allen möglichst sonnigen und wärmebegünstigten Standorten sehr zuverlässig kultivieren. Lediglich stauende Feuchtigkeit ist ein sicherer Auslöser für Totalverluste.

Ideale Ergebnisse werden auf mehr oder weniger gut drainierten, frischen und mäßig stickstoffreichen Standorten erreicht. An die Bodeneigenschaften werden keine nennenswerten Ansprüche gestellt. Humose Substrate werden gerne angenommen, reine Mineralböden aller Art sind aber auch gut geeignet.

Längerer Trockenstress sollte vermieden werden, in Mitteleuropa kommt die Art aber auf allen nicht ausgesprochen leichten Böden ohne Bewässerung aus.

Die Art ist keimfreudig und wo des Gärtners Hand regelmäßig für konkurrenzarme, offene Bodenstellen sorgt, erhält sie sich zuverlässig aus Selbstversamung. Mit jedem Jahr werden dabei allerdings die Blüten der großblumigen Auslesen zunehmend kleiner.

Die Aussaat erfolgt idealerweise ab März in Vorkultur mit Auspflanzung nach den Eisheiligen an Ort und Stelle. Diese Exemplare blühen dann schon im ersten Jahr. Selbstversamte Freilandsämlinge kommen normalerweise erst im zweiten Jahr zur Blüte.

Entfernt man verblühte Blüte verlängert sich der Blütenflor merklich.

Der Blattaustrieb ist bei Schnecken sehr beliebt. Ältere Blätter bleiben dagegen weitestgehend verschont.

Sorten:
  • Cordoba: rot-braune Mitte mit gelben, später gelb-orangenen Spitzen, orange-gelb aufblühend
  • Denver Daisy: warm-gelb mit braunem Fleck am Ansatz der Zungenblüten
  • Herbstfarben: dunkel-rot-braune Mitte mit orangenen  Spitzen
  • Indian Summer: einfarbig warm-gelb, ähnelt Rudbeckia fulgida
  • Moonlight: kühl hell-gelbe, relativ kleine Strahlenblüten, natürlicher Habitus, relativ langlebiger
  • Prarie Sun: einfarbig warm-gelb, an den Außenrändern blass-gelb, grüne Röhrenblüten
  • Bilder






    Prairie Sun



    Cordoba



    Denver Daisy



    Herbstfarben



    Indian Summer



    Indian Summer



    Prairie Sun



    Prairie Sun

    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    einjährig
    zweijährig
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    30-60 cm Höhe
    hell-gelb
    gelb
    orange
    bräunlich/schwarz
    Juli
    August
    September
    grün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    ungiftig
    unbedeutend
    mäßig trocken
    frisch
    gut drainiert
    sommertrocken
    vollsonnig
    sonnig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    humos
    poröser Schotter
    keine Bodenverdichtung
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
    arme Böden
    mittlere Böden
    reiche Böden
    frostfreie Lage
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    hitzeanfällige Lage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Amerika
    Nordamerika
    befriedigend
    Hoch
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    aspektbildender Flächenfüller
    verträglich
    konkurrenzschwach
    Ländlicher Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Steppenpflanzung
    für Pflanzgefäße geeignet
    Rabatte
    Insektenweide
    Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Nebensortiment
    sommergrün
    Wiesen
    Gehölzrand/Staudenfluren