Rosa spinosissima

Rosa_spinosissima_fr%c3%bchlingszauber_bibernell-rose Name Bibernell-Rose
Botanischer Name: Rosa spinosissima
Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 2.00
Wikipedia Rosa spinosissima
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Burnett Double White, Frühlingsduft, Frühlingszauber, James Purple

Beschreibung

Naturstandort von Rosa spinosissima (Bibernell-Rose): Rosa spinosissima ist nahezu in ganz Europa verbreitet, wenn auch mit größeren Verbreitungslücken (Karte der europäischen Verbreitung).

Nach Osten setzt sich das Verbreitungsgebiet über Zentralasien bis in das westliche SIbirien fort. Im östlichen Nordamerika ist die Bibernell-Rose weiträumig neophytisch eingebürgert (Karte der Gesamtverbreitung).

In Deutschland gibt es urwüchsige Vorkommen in Schwarzwald, Taunus, Eiffel und Rhön. Im Tiefland ist sie nur auf den friesischen Inseln und auf Sylt heimisch.

Im Binnenland besiedelt sie v.a.nährstoffärmere, basenreiche und trocken-warme Blut-Storchschnabel-Säume und wärmebegünstigte, von der Gemeinen Berberitze (Berberis vulgaris) charakterisierte Gebüsche.



Rosa spinosissima am Naturstandort in einer Grau-Düne bei Marina Wendtorf (Kieler Bucht). Das Exemplar führt die zierende Bedornung an den Neutrieben vorbildlich vor. Im Hintergrund rückt allerdings schon die Kartoffel-Rose heran.

An den Küsten ist sie zudem noch stetig im Bereich südexponiertenr Graudünen in mageren Schillergrasfluren vertreten.

Mit fortschreitender Eutrophierung der Standorte wird die licht- und wärmeliebende Bibernell-Rose stark von wüchsigeren Wildrosen und Sträuchern bedrängt.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (8)  Temperatur (6)  Kontinentalität (5)  Feuchte (4)  Reaktion (8)  Stickstoff (3)



Die gefüllte blühende 'Burnett Double White' steht der Wildform in Robustheit kaum nach.

Beschreibung

Rosa spinosissima ist ein sommergrüner, langsam wüchsiger, aufrechter Strauch von 150 (180) cm Wuchshöhe. V.a. auf leichten Böden neigt die Art zu weitstreichenden Wurzelausläufern und Koloniebildungen. Auf schwereren Böden entstehen mit der Zeit dichte Gebüsche.

Das Laub ist grün und fein gefiedert, die Triebe dicht-borstig bestachelt. Im Austrieb sind Zweige und Stacheln leuchtend blut-rot und zierend. Die Herbstfärbung ist gelblich.

Die einfachen, weißen Blüten erscheinen zahlreich von Ende Mai bis Mitte Juli und duften süßlich. Die Hagebutten sind schwarz-braun und erst auf den zweiten Blick zierend.

Im Handel wird die Art häufig noch unter der alten Bezeichnung "Rosa pimpinellifolia" geführt. Sie gehört zu den ältesten kultivierten Rosensorten.

Verwendungshinweise

Rosa spinosissima ist eine kompakte, blühwillige Strauchrose mit ansprechendem Wildrosen-Charakter.

Sie kommt gut zur Geltung als strukturgebender Strauch in sonnig-warmen, stickstoffarmen Steppenpflanzungen und Alpinarien.

Auf entsprechenden Standorten ist die Art auch im Straßenbegleitgrün und anderen pflegeextensiven öffentlichen Grünanlagen und niedrigen Hecken gut einsetzbar.

Die Hagebutten werden traditionell für Marmeladen, Tee, Säften etc. verwendet. Eine Verwendung kommt entsprechend auch in bäuerlichen Gärten in Frage. Hier sind auch die wenigen noch gehandelten Auslesen, die meist gefüllte Blüten und einen romantisierenden Duktus haben, einsatzwürdig.



Für das öffentliche Grün gibt es kaum eine bessere Wahl unter den Wildrosen.

Kultur

Rosa spinosissima ist sehr anspruchslos, robust und gesund. Sie kümmert nur auf schweren, wohlmöglich sogar noch verdichteten Böden, in Schattenlagen und auf sauren Substraten.



Ein fruchttragendes Exemplar, dessen Reiz sich erst auf den zweiten Blick erschließt.

Sorten:

  • Burnett Double White: 120/120 cm hoch/breit, locker gefüllte, rein-weiße Blüten
  • Frühlingsduft: 120/120 hoch/breit, dicht gefüllte, alt-rosa Blüten
  • Frühlingszauber: 150/150 cm hoch/breit, einfache, auffällig große, rein-weiße Blüten
  • James Purple: 120/120 hoch/breit, dicht gefüllte, rein-rosa Blüten (evtl. nicht mehr im Handel)

Bilder





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Frühlingszauber


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Burnett Double


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Frühlingsduft


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FrühlingszaubeJames Purpler


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Burnett Double

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Klein-Strauch
breit ausladend
weiß
Mai
grün
zierende Herbstfärbung
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
essbar
ausgeprägt
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
salzhaltig
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Trockenrasen Staudenfluren Gebüsche Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Steppenrasen
Strand-Dünen
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Bauerngarten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Bodenfestiger (Halden/Böschungen)
Hecken
Freie Blütenhecke
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
zierende Winterstruktur
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren