Rosa moschata / Moschus-Rose

Rosa_moschata_ballerina_moschus-rose_11 Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 2.00
Wikipedia Rosa moschata
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Moschus-Rose

Die Moschus-Rose stammt ursprünglich vermutlich aus den Gebirgsregionen Persiens, wo sie schon seit sehr langer Zeit Gegenstand der Rosenzüchtung ist. An den Mittelmeerküsten von Spanien, Frankreich und Italien sowie Nord-West-Afrikas ist die Wildform stellenweise eingebürgert.

Rosa moschata gedeiht in sonnig-warmen Gebüschen. Die Substrate sind mäßig nahrhaft, mäßig trocken bis frisch und eher basenreich.

Ökologische Zeigerwerte nach Tela Botanica  ... zur Legende
Licht (8)  Temperatur (8)  Kontinentalität (3)  Feuchte (4)  Reaktion (6)  Stickstoff (5)



'Ballerina' in einer interessanten, steppenartigen Kombination mit Echinacea purpurea und Allium sphaerocephalon

Beschreibung

Die wilde Moschus-Rose ist ein sommergrüner Strauch von bis zu 150 (200) cm Höhe und Breite. Die Grundtriebe sind aufrecht, v.a. zur Blütezeit bogig überhängend.

Die weißen bis rosé-weißen Blüten stehen in lockeren Büscheln und erscheinen ungewöhnlich ausdauernd von Anfang August bis zu den ersten Frosttagen. Der Blütenduft ist wenig ausgeprägt.

Rosa moschata ist eine der wichtigen Elternarten der alten Rosen (v.a. Damaszener-Rosen, Zentifolien und der Historischen Moosrosen).

Im Handel ist die Wildart nur schwer zu beziehen. Es gibt jedoch eine Reihe von Auslesen, die  sich durch größere Blühfreude und Kompaktheit auszeichnen.

Verwendungshinweise

Von den verfügbaren Auslesen der Rosa moschata sind in erster Linie die Sorten verwendungswürdig, die sich den Wildartencharakter erhalten haben und lediglich mit kompakterem Wuchs und/oder größerer Blühfreude aufwarten. Die stark verfremdeten, oft gefüllt blühenden Sorten passen in die üblichen Rosenrabatten.

Die wildrosenartigen Sorten sind eine der ansprechendsten Rosen-Alternativen in klassischen Gartenanlagen z.B. in Verbindung mit  Lavendel, Yssop und sommerblühenden Horstgräsern mit guter Winterstruktur.



'Ballerina' am sonnigen Gehölzrand

Kultur

Rosa moschata benötigt sonnig-warme Standorte auf durchlässigen Gartenböden.

Sie ist etwas frostempfindlich und sollten nur in windgeschützten Lagen verwendet werden. Ansonsten sind recht robust und gesund, übersteht Trockenphasen klaglos. 

Bei Verwendung in Kübeln sollten diese möglichst frostfrei überwintert werden oder zumindest das Durchfrieren des Wurzelballens verhindert werden.

Für ein ein vitales, blühfreudiges Erscheinungsbild sind gezielte Schnittmaßnahmen empfehlenswert. Diese Rose wird mit etwa 10 bodenbürtigen Langtrieben als Gerüsttriebe aufgebaut. Mit etwa fünf  bis sechs Jahren werden diese Triebe sukkzessive bodennah entfernt und jeweils durch einen bodenbürtigen Neutrieb ersetzt. Die Gerüsttriebe werden an der Spitze nicht eingekürzt. Lediglich deren Seitentriebe werden entnommen, wenn der Wuchs zu dicht zu werden droht.

Der Schnitt erfolgt bei dieser ungewöhnlich spät blühenden Strauchrose nach der Blüte im Herbst oder vor dem Austrieb im Frühling.

Sorten:
  • Ballerina: 80/120 cm hoch/breit, Blüten in dichten, reichblütigen Büscheln, rosé-weiß aufblühend, nach rosa wechselnd, ausdauernde Blüte vom Hochsommer bis zum ersten Frost (Standardsorte)
  • Mozart: 100/140 cm hoch/breit, Blüten in dichten, reichblütigen Büscheln, sehr plakativ karmin-rosa mit weißem Zentrum, ausdauernde Blüte vom Hochsommer bis zum ersten Frost
  • Omi Oswald: 100/140 cm hoch/breit, Blüten in dichten, reichblütigen Büscheln, schwach halb-gefüllt, rein-weiß mit gelben Staubgefäßen, ausdauernde Blüte vom Hochsommer bis zum ersten Frost
  • Ravel: 100/140 cm hoch/breit, Blüten in dichten, reichblütigen Büscheln, leuchtend pink mit fast weißem Blütenblattgrund gelben Staubgefäßen, ausdauernde Blüte vom Hochsommer bis zum ersten Frost

Bilder





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Ballerina


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Ballerina


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Ballerina

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Klein-Strauch
breit ausladend
weiß
rosa
rosé-weiß
pink
August
September
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Vord. Orient
gut
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Ländlicher Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren