Rodgersia podophylla / Gestieltblättriges Schaublatt

Rodgersia_podophylla_gestieltbl%c3%a4ttriges_schaublatt_11 Familie Saxifragaceae, Steinbrechgewächse
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Rodgersia podophylla
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Rodgersia podophylla: Das Gestieltblättrige Schaublatt kommt in Korea und Japan vor. In England und im südlichen Norwegen ist es aus Gartenkulturen verwildert und stellenweise eingebürgert.

Rodgersia podophylla Art wächst in niederschlagsreichen, lichten Gebirgswäldern entlang von Bächen und sickerfeuchten Stellen, in Schluchten und an absonnigen Hängen.

Sie besiedelt nahrhaft-humose, eher basenarme Standorte in licht halbschattigen bis licht schattigen Lagen.



Rodgersia podophylla entwickelt im Verhältnis zur Blattmasse relativ wenig Blüten.

Beschreibung

Rodgersia podophylla ist eine sommergrüne Staude mit 100 cm hohem Blattwerk und bis zu 130 cm hohen, weißen, doldentraubigen Blüten. Die Blütezeit reicht von Ende Mai bis Mitte Juni.

Die Art hat von allen Schaublättern die größten Blätter. Sie sind  (5) bis 7-teiligen, oft bräunlich überlaufen und im Austrieb rot-braun. Sie bildet über einen kriechenden Wurzelstock mit der Zeit sehr breite Horste, breitet sich aber nicht flächig aus.

Sie unterscheidet sich von der ähnlichen Kastanienblättrigen Rodgersie (Rodgersia aesculifolia) durch grob gezähnte Blattränder und die etwas glänzende Oberfläche.



Der Austrieb ist sehr ansehnlich.

Verwendungshinweise

Das Gestieltblättrige Schaublatt ist eine in gepflegten Park- und Gartenanlagen gerne in leicht verschatteten, gut wasserversorgten Staudenbeeten verwendete Art mit nicht abzusprechender Blattschmuckwirkung und ansprechendem Blütenflor.

Sie ist geeignet für licht absonnige Lagen im Schatten von Mauern oder im Halbschatten von Baumgruppen außerhalb des unmittelbaren Wurzelbereichs. Sie kommt besonders an natürlichen oder formalen Gewässerrändern oder in naturhaft-exotischen Waldrandsituationen zur Geltung.

Im Winterhalbjahr hinterlässt sie nackte Erde, da sich mit Ausnahme von Carex sylvatica kaum wintergrüne Gräser oder Farne in ihrem Schatten halten können. Alternativ kann man die nackte Phase auch mit Frühlingsgeophyten wie Galanthus nivalis verkürzen. Deren blau-grünes Laub korrespondiert auch farblich schön mit dem rot-braunen Austrieb des Schaublatts.

Seltener verwendet und in der Blattform eigentlich noch interessanter sind Rodgersia pinnata und auch Rodgersia sambucifolia. Auch Rodgersia aesculifolia ist die optisch elegantere Alternative, da die gezahnten, fast übertrieben großen Blätter von Rodgersia podophylla unruhigere Bilder liefern. Außerdem hat sie den dominanteren Wuchs und ist damit etwas schwieriger zu kombinieren.



Im Laufe des Frühlings vergrünt das Laub.

Kultur

Rodgersien sind selbst in - großen - Pflanzgefäßen gut winterhart, allerdings im Austrieb etwas spätfrostgefährdet und sollten daher in windgeschützten Lagen eingesetzt werden, die zudem im Sommer kühler und luftfeuchter sind.

Sie benötigen zur Etablierung relativ lange und entwickeln sich erst im Laufe der Jahre zu kräftigen Exemplaren. Sie ist langlebig und verbleibt am Besten dauerhaft an Ort und Stelle. Soll sie dennoch einmal verpflanzt werden, gelingt dies aber bei großzügigem Wurzelballen erstaunlich problemlos.

Der Boden sollte nahrhaft-humos und dauerhaft frisch bis feucht sein. Trockenphasen reduzieren die Vitalität deutlich und können langfristig zum Ausfall führen. Auf feuchten Böden oder bei intensiver Bewässerung kann Rodgersia podophylla auch sonnig kultiviert werden.



Großzügiger, exotische Waldrand mit Kolchischer Sockenblume im Vordergrund und Kolchischer Sockenblume im Hintergrund

In Mitteleuropa benötigt die Art außer in feuchten Senken und an Gewässerufern nahezu überall sommerliche Bewässerung in Trockenphasen. Insbesondere in den ersten 3 Jahren braucht die Art intensive Etablierungspflege und ist erst danach kräftig genug, um sich auch gegen intensives Wildkrautaufkommen behaupten zu können.

In alten Beständen tun sich selbst kräftige Hochstauden schwer, Stand zu halten. Da die Art aber nicht expansiv ist, stellt sie keine Bedrohung für Mischpflanzungen dar.

Sorten:
  • Pagode: bronzefarbener Austrieb, violett-rote Herbstfärbung, wüchsig wie die Art
  • Rotlaub: bronzefarbener Austrieb, bronze-rote Sommerfärbung, Blattstand bis 60 cm hoch, schwache Blütenbildung, vitale Sorte
  • Smaragd: grünlaubig, Blattstand bis 80 cm hoch, schwach blühend, vitale Sorte

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
100-150 cm Höhe
weiß
Juni
grün
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
befriedigend
Mittel
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren