Rodgersia aesculifolia // Kastanienblättriges Schaublatt

Familie Saxifragaceae, Steinbrechgewächse
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Rodgersia aesculifolia
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Rodgersia aesculifolia:

Das Kastanienblättrige Schaublatt  kommt vom Norden Myanmars bis in das nord-östliche China in submontanen bis montanen Vegetationszonen vor.

Sie besiedelt niederschlagsreiche Gebirgswälder entlang von Bächen und sickerfeuchten Schluchten und Spalten sowie absonnige, grasige Hängen.

Die Standorte sind nahrhaft-humos, basenarm und licht halbschattig bis absonnig.



Rodgersia aesculifolia am Gehölzrand mit Sinacalia tangutica

Beschreibung: Rodgersia aesculifolia ist eine sommergrüne Staude mit 70 cm hohem Blattwerk und bis zu 100 cm hohen, weißen, doldentraubigen Blüten. In Sorten werden auch Höhen von 130/200 cm Laub/Blüte erreicht.

Charakteristisch sind die insbesondere in luftfeuchten Schattenlagen sehr großen, (5) bis 7-teiligen, v.a. vom Austrieb bis zum Frühsommer oft bräunlich überlaufenen Blätter. In der Sonne bleiben sie kleiner und derber. Die Art bildet über einen kriechenden Wurzelstock mit der Zeit sehr Breite Horste, breitet sich aber nicht flächig aus.

Seltener verwendet und in der Blattform noch exotischer sind Rodgersia pinnata und Rodgersia sambucifolia. In der Erscheinung am ähnlichsten ist Rodgersia podophylla, die sich v.a. durch die stark gezackten Blattränder unterscheidet.



Bodenfeuchte, relativ sonnige Standorte bringen üppigen Blütenflor hervor.

Verwendungshinweise: Das Kastanienblättrige Schaublatt ist eine in gepflegten Park- und Gartenanlagen gerne in leicht verschatteten, gut wasserversorgten Staudenbeeten verwendete Art mit eindrucksvoller Blattschmuckwirkung und ansprechendem Blütenflor.

Es ist gut geeignet für licht absonnige Lagen im Schatten von Mauern oder im Halbschatten von Baumgruppen außerhalb des unmittelbaren Wurzelbereichs in repräsentativen Anlagen.

Rodgersia aesculifolia kommt besonders an natürlichen oder formalen Gewässerrändern oder in naturhaft-exotischen Waldrandsituationen zusammen mit sehr kräftigen, wintergrünen Gräsern wie Carex pendula und hohen Farnen wie Osmunda claytoniana zur Geltung.



Im Frühling sind die Bläter rötlich-braun überlaufen.

Kultur: Der Neuaustrieb von Rodgersien ist etwas spätfrostgefährdet, generell sind sie aber gut winterhart und überstehen mitteleuropäische Winter sogar in großen Kübeln klaglos.

Bevorzugt werden sommerkühle und luftfeuchte Lagen. Bei ausreichend Bodenfeuchte sind aber auch sonnige Standorte möglich, wobei pralle Mittagssonne trotzdem besser vermieden wird. Der Blütenflor entwickelt sich in sonnigen Situationen üppiger als im Schatten.

Rodgersia aesculifolia benötigen zur Etablierung relativ lange und entwickeln sich erst im Laufe der Jahre zu vitalen, kräftigen Exemplaren. Sie ist langlebig und verbleibt am Besten dauerhaft an Ort und Stelle. Soll sie dennoch einmal verpflanzt werden, gelingt dies aber bei großzügigem Wurzelballen erstaunlich problemlos.



Das Herbstlaub ist in seinen fahlen Gelb- und Brauntönen zierend.

Der Boden sollte nahrhaft-humos und dauerhaft frisch bis feucht sein. Trockenphasen reduzieren die Vitalität deutlich und können langfristig zum Ausfall führen. Auf feuchten Böden oder bei intensiver Bewässerung kann Rodgersia aesculifolia auch sonnig kultiviert werden.

In Mitteleuropa benötigt die Art außer in feuchten Senken und an Gewässerufern nahezu überall sommerliche Bewässerung in Trockenphasen. Insbesondere in den ersten 3 Jahren benötigt die Art intensive Etablierungspflege und ist erst danach kräftig genug, um sich auch gegen intensives Wildkrautaufkommen behaupten zu können.

Vitale Altbestände erzeugen einen erheblichen Konkurrenzdruck auf Begleitstauden, so dass Mischpflanzungen nur mit kräftigen Partnern ohne regelmäßige Eingriffe des Gärtners dauerhaft funktionieren.

Sorten:
  • var. henrici 'Hercules': rosa Blüte, bis 200 cm hoch, rost-roter Blattaustrieb, wird im Handel häufig als "Rodgersia henrici 'Hercules' gehandelt oder auch Rodgersia pinnata zugeordnet
  • Bilder






























    var. henrici 'Hercules'

    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    60-100 cm Höhe
    weiß
    Juni
    grün
    zierende Herbstfärbung
    bräunlich
    Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
    unbedeutend
    frisch
    gut drainiert
    nicht austrocknend
    feucht
    sonnig
    halbschattig
    sommerlich schattig
    absonnig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    keine Bodenverdichtung
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr reiche Böden
    Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Asien
    Ostasien/China/Mandschurei
    gut
    Mittel
    strukturbildender Gruppen-Solitär
    verträglich
    Asiatisch-Exotischer Garten
    Mediterraner Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Wassergarten
    Steingarten/Alpinum
    Waldgarten
    für Pflanzgefäße geeignet
    öffentliches Grün
    Rabatte
    Hauptsortiment
    Belaubung Lebensbereich
    sommergrün
    Gehölz/Wald
    Gehölzrand/Staudenfluren