Rodgersia aesculifolia / Kastanienblättriges Schaublatt

Rodgersia_aesculifolia_kastanienblatt-rodgersie_11 Familie Saxifragaceae, Steinbrechgewächse
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Rodgersia aesculifolia
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Rodgersia aesculifolia

Das Kastanienblättrige Schaublatt  kommt vom Norden Myanmars bis in das nord-östliche China in submontanen bis montanen Vegetationszonen vor.

Sie besiedelt niederschlagsreiche Gebirgswälder entlang von Bächen und sickerfeuchten Schluchten und Spalten sowie absonnige, grasige Hängen.

Die Standorte sind nahrhaft-humos, basenarm und licht halbschattig bis absonnig.



Rodgersia aesculifolia am Gehölzrand mit Sinacalia tangutica

Beschreibung

Rodgersia aesculifolia ist eine sommergrüne Staude mit 70 cm hohem Blattwerk und bis zu 100 cm hohen, weißen, doldentraubigen Blüten.

Charakteristisch sind die insbesondere in luftfeuchten Schattenlagen sehr großen, (5) bis 7-teiligen, v.a. vom Austrieb bis zum Frühsommer oft bräunlich überlaufenen Blätter. In der Sonne bleiben sie kleiner und derber. Die Art bildet über einen kriechenden Wurzelstock mit der Zeit sehr Breite Horste, breitet sich aber nicht flächig aus.

Seltener verwendet und in der Blattform noch exotischer sind Rodgersia pinnata und Rodgersia sambucifolia. In der Erscheinung am ähnlichsten ist Rodgersia podophylla, die sich v.a. durch die stark gezackten Blattränder unterscheidet.



Bodenfeuchte, relativ sonnige Standorte bringen üppigen Blütenflor hervor.

Verwendungshinweise

Das Kastanienblättrige Schaublatt ist eine in gepflegten Park- und Gartenanlagen gerne in leicht verschatteten, gut wasserversorgten Staudenbeeten verwendete Art mit eindrucksvoller Blattschmuckwirkung und ansprechendem Blütenflor.

Es ist gut geeignet für licht absonnige Lagen im Schatten von Mauern oder im Halbschatten von Baumgruppen außerhalb des unmittelbaren Wurzelbereichs in repräsentativen Anlagen.

Rodgersia aesculifolia kommt besonders an natürlichen oder formalen Gewässerrändern oder in naturhaft-exotischen Waldrandsituationen zusammen mit sehr kräftigen, wintergrünen Gräsern wie Carex pendula und hohen Farnen wie Osmunda claytoniana zur Geltung.



Im Frühling sind die Bläter rötlich-braun überlaufen.

Kultur

Der Neuaustrieb von Rodgersien ist etwas spätfrostgefährdet, generell sind sie aber gut winterhart und überstehen mitteleuropäische Winter sogar in großen Kübeln klaglos.

Bevorzugt werden sommerkühle und luftfeuchte Lagen. Bei ausreichend Bodenfeuchte sind aber auch sonnige Standorte möglich, wobei pralle Mittagssonne trotzdem besser vermieden wird. Der Blütenflor entwickelt sich in sonnigen Situationen üppiger als im Schatten.

Rodgersia aesculifolia benötigen zur Etablierung relativ lange und entwickeln sich erst im Laufe der Jahre zu vitalen, kräftigen Exemplaren. Sie ist langlebig und verbleibt am Besten dauerhaft an Ort und Stelle. Soll sie dennoch einmal verpflanzt werden, gelingt dies aber bei großzügigem Wurzelballen erstaunlich problemlos.



Das Herbstlaub ist in seinen fahlen Gelb- und Brauntönen zierend.

Der Boden sollte nahrhaft-humos und dauerhaft frisch bis feucht sein. Trockenphasen reduzieren die Vitalität deutlich und können langfristig zum Ausfall führen. Auf feuchten Böden oder bei intensiver Bewässerung kann Rodgersia aesculifolia auch sonnig kultiviert werden.

In Mitteleuropa benötigt die Art außer in feuchten Senken und an Gewässerufern nahezu überall sommerliche Bewässerung in Trockenphasen. Insbesondere in den ersten 3 Jahren benötigt die Art intensive Etablierungspflege und ist erst danach kräftig genug, um sich auch gegen intensives Wildkrautaufkommen behaupten zu können.

Vitale Altbestände erzeugen einen erheblichen Konkurrenzdruck auf Begleitstauden, so dass Mischpflanzungen nur mit kräftigen Partnern ohne regelmäßige Eingriffe des Gärtners dauerhaft funktionieren.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
weiß
Juni
grün
zierende Herbstfärbung
bräunlich
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
keine Bodenverdichtung
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Rabatte
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren