Quercus rubra // Rot-Eiche

Familie Fagaceae
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Quercus rubra
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Quercus rubra kommt in der gesamten Osthälfte der USA bis in den Nord-Osten Kanadas von den Tieflagen bis in montane Höhen vor. Die Wuchsregionen sind mit mehr als 700 mm bis über 2.000 mm Jahresniederschlag niederschlagsreich.

Die Rot-Eiche ist oft ein bestimmendes Element in Mischwäldern aller Art, die aber auch als Schlussgesellschaft dominante Einartbeständeaufbauen kann. Vergesellschaftet ist sie ansonsten häufig mit der Weymouth-Kiefer (Pinus strobus) und Rotahornen (Acer spec.).

Sie besiedelt vorrangig wärmebegünstigte, mäßig trockene bis frische, basenarme Felshänge und ärmere Sandböden, aber auch grundfeuchte Lehmböden in höhergelegenen Teilen von Hartholz-Auwäldern. Kalkreiche Böden werden gemieden.

In Mitteleuropa gilt sie als in Einbürgerung befindlicher Neophyt auf bodensauren, trocken-warmen Standorten. Auf solchen Standorten wird sie auch forstbaulich genutzt, allerdings mit nachrangiger Bedeutung.

Invasive Tendenzen hat die Rot-Eiche vorrangig im Umfeld von Alt-Bäumen auf mehr oder weniger gestörten Flächen im Siedlungsbereich. Unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten ist allerdings vorrangig die stellenweise zu beobachtende Ausbreitung auf Offenlandbiotope auf Waldgrenzstandorten wie silikatischen Felskuppen und Sand-Magerrasen negativ zu bewerten.

Eine junge Quercus rubra 'Aurea' als Straßenbaum:

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Beschreibung

Die Rot-Eiche ist ein 25 (30) m hoher und 18 (20) m breiter, sommergrüner, raschwüchsiger Baum. Unter optimalen Standortbedingungen werden auch über 40 m Höhe erreicht. Der Habitus ist aufrecht-breitkronig und regelmäßig.

Die Blätter sind im Vergleich zu den heimischen Eichen auffällig groß und spitz gebuchtet.

Die Herbstfärbung ist je nach Standort und Witterungsverlauf rötlich-braun, orange-rot oder intensiv purpur-rot. Sie kann aber auch nahtlos in ein wenig zierendes Braun übergehen. Die Blätter fallen deutlich früher als bei Stiel- und Trauben-Eiche.

Die Blüte im April/Mai ist unscheinbar. Die Früchte ähneln denen der heimischen Eicheln.

Verwendungshinweise

Quercus rubra wird aufgrund seiner in manchen Jahren spektakulären Herbstfärbung gepflanzt, überzeugt aber mit seinen mastig wirkenden Blättern und der locker-sparrigen Krone ansonsten weniger. Den malerischen Wuchs der Stiel-Eiche erreicht sie nicht annähernd.

Liebhaber können die Art als Solitär in weiträumigen Parkanlagen oder an breiten Straßen verwenden. Das Wurzelwerk neigt allerdings mit den Jahren dazu, Pflaster und Asphalt zu beschädigen, so dass auf sehr große Baumscheiben geachtet werden sollte.

Weniger problematisch und insgesamt ansprechender ist die kompaktere, gelblich-grünlaubige Auslese "Aurea". Auch das Laub ist zierlicher.

Kultur

Die Rot-Eiche ist stadtklimatischen Belastungssituationen, Hitze und Trockenstress nach der Etablierung gut gewachsen.

Auf kalkreichen Böden neigt sie zu Chlorosen und Bodenverdichtung verträgt sie schlechter als Q. petraea und Q. robur.

Ideale Wachstumsbedingungen findet sie auf tiefgründigen, gut drainierten und wasserversorgten sowie nahrhaften Böden.

Die Laubstreu zersetzt sich außergewöhnlich schlecht und entwickelt einen sauren, nährstoffarmen Rohhumus, der das Wachstum der Krautschicht beeinträchtig.

Sorten:
  • Aurea: 15/9 m hoch/breit, gelblich-grüner, später vergünender Austrieb, meist rötlich-braune, orange-rote bis purpur-rote Herbstfärbung

Weiterführende Literatur: http://www.fs.fed.us/database/feis/plants/tree/querub/all.html

Bilder









Aurea



Aurea

Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft
Baum
Mittelgroße Bäume
Großbäume
gelblich-grün
hellgrün
dunkel-grün
gelblich
zierende Herbstfärbung
ungiftig
unbedeutend
Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
mäßig trocken
frisch
wechselfeucht
gut drainiert
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
stark sauer
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Amerika
Nordamerika
Liebhaberpflanze
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Straßenbäume
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
sommergrün
Lebensbereich
Gehölz/Wald