Quercus petraea / Trauben-Eiche

Quercus_petraea_trauben-eiche_11 Familie Fagaceae, Buchengewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Quercus petraea
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Quercus petraea: Die Trauben-Eiche ist von den Pyrenäen im Süd-Westen, dem Süden Skandinaviens im Norden und der Schwarzmeer-Region im Osten von den Tiefebenen bis in montane Höhenlagen verbreitet.

In Deutschland ist sie in nahezu allen Naturräumen vertreten, allerdings dünnen die Vorkommen sowohl in der Norddeutschen Tiefebene als auch im Alpenvorland und den Alpen mehr oder weniger stark aus (Verbreitungskarte Deutschland).



Quercus petraea entwickelt einen dichtlaubigen Habitus.

Quercus petraea bevorzugt ozeanisch geprägte Klimate und wird am Naturstandort von der Buche auf trocken-warme Grenzstandorte des Waldes bzw. auf grundwasserbeinflusste Eichen-Hainbuchen-Wälder verdrängt. Anders als die Stiel-Eiche meidet sie aber die Überflutungsbereiche der Hartholzaue.

Die Trauben-Eiche ist in Mitteleuropa eine Kennart der bodensauren, wenig nahrhaften Birken- und Buchen-Eichenwälder auf eiszeitlichen Sanderflächen mit oft podsolidiertem Bodenhorizont.

Auch auf flachgründigen, oft basenreichen Felsbodenstandorten ist die Konkurrenzkraft der Buche gebrochen und lässt Hainsimsen-Eichenwälder oder in trocken-warmen Felshängen auch Flaum-Eichen-Wälder zu. In Buchenwäldern kommt sie nur untergeordnet in lichten Randstrukturen vor.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (6)  Temperatur (6)  Kontinentalität (2)  Feuchte (5)  Reaktion (-)  Stickstoff (-)

Beschreibung

Quercus petraea ist ein sommergrüner Großbaum von 25 (35) m Wuchshöhe und 17 (25) m Breite. Die Krone ist rundlich hochgewölbt mit aufwärts strebenden Ästen.

Die gebuchteten, dunkel-grünen Blätter verbraunen im Herbst und haften teilweise bis zum nächsten Frühjahr.

Die gelblich-grüne Blüte im Mai ist im Grunde optisch unbedeutend.

Im Vergleich zur nah verwandten Stiel-Eiche entwickelt sie eine dichtere, weniger malerische Krone mit stärkerem Schattenwurf. Beide Arten hybridisieren ("Quercus x calvescens").

Verwendungshinweise

Quercus petraea ist eine gute, in weiträumigen Parkanlagen, auf großen Dorfplätzen, als Straßenbaum an Hauptverkehrsstraßen und als Landschaftsgehölz einsetzbare Art.

Den charakteristischeren Habitus bildet die Stiel-Eiche aus, die daher bevorzugt gepflanzt wird.

Kultur

Die Trauben-Eiche ist anspruchslos, verträgt stadtklimatische Belastungsfaktoren wie Hitze und Sommertrockenheit und reagiert auf Bodenverdichtung wenig empfindlich.

Sie bevorzugt durchlässige, nicht staunasse, basenärmere Standorte. 

Sorten:
  • Columna: säulenförmig, 15/4,5 m hoch/breit, artifizieller Ausdruck
  • Insecata: 19/15 m hoch/breit, tief geschlitzte Blätter
  • Mespilifolia: 19/15 m hoch/breit, schmal-lanzettliche, ganzrandige bis leicht gewellte Blattränder
  • Purpurea: 16/!3 m hoch/breit, fiedrig-gelappte Blätter, rötlich-grüne Sommerfärbung

Die Sorten sind nicht immer sicher erhältlich.

Bilder





Quercus_petraea_trauben-eiche_11


Quercus_petraea_trauben-eiche_12

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Baum
Mittelgroße Bäume
Großbäume
säulenartig
gelblich-grün
dunkel-grün
rötlich
ungiftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wälder Einsatzbereich
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
befriedigend
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Laubwälder
Buchenwälder
Moderbuchenwälder
Flattergrasbuchenwälder
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Steppen-Eichenwälder
Felshang Flaumeichenwälder
Subkont. Kiefern-Eichenwälder
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
Klostergarten
öffentliches Grün
Straßenbäume
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
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Gehölz/Wald