Pyrus elaeagrifolia // Ölbaumblättrige Birne

Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 5.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Pyrus elaeagrifolia

Die Ölbaumblättrige Birne kommt in den Bergregionen von Bulgarien über Kleinasien bis in den Norden Irans vor.

Pyrus elaeagrifolia bevorzugt relativ nahrhafte Kalk-Schotterböden mit mäßiger bis guter Wasserversorgung in (voll-)sonnig-warmen Lagen.



Pyrus elaeagrifolia erinnert entfernt an einen Olivenbaum.

Beschreibung

Die Ölbaumblättrige Birne ist ein meist kurz- oder mehrstämmiger Kleinbaum, teilweise auch Großstrauch von gut 9 m Höhe und 6-7 m Breite. Die Krone ist aufrecht, Zweige im Alter auch bogig überhängend.

Charakteristisch ist die ausgeprägt grau-grüne Laubfärbung der bis Ende November haftenden Blätter.

Die Blüten sind creme-weiß und erscheinen meist mehr oder weniger spärlich im April/Mai. Die kleinen, bräunlich-grünen Birnenfrüchte sind nicht schmackhaft.



Die Ölbaumblättrige Birne ist eine der vielen Elternarten der Kultur-Birne. Wo sie mit dieser gemeinsam vorkommt, hybridisieren beiude erneut und bringen fruchtbare Nachkommen hervor. Auch mit der Holz-Birne werden willig natürliche Kreuzungen eingegangen.



Leider entwickelt sich die Krone von alleine wenig malerisch.

Verwendungshinweise

Pyrus elaeagrifolia ist aufgrund der dezent-markanten Laubfärbung eine gute Art zur Bereicherung sonnig-warmer Stadtplätze, kleiner Innenhöfe und Haus-Vorplätze oder auch mediterranen Gestaltungsansätzen. In größeren Steppenanlagen ist sie eine sehr stimmige Gehölzstruktur.

Insbesondere für mediterrane Gärten ist sie wegen der steifer wirkenden Blätter die schönere Lösung als die ansonsten ähnliche Weidenblättrige Birne. Beide Birnen sind aber auch schöne Einfassungen als Schnitthecken oder strukturelle Bereicherungen in weiträumigen, steppenartigen Pflanzungen.

Die Art ist leider im Handel nicht oder nur ausgesprochen schwierig zu beziehen.



Trocken-warmes Ambiente ist die richtige Stimmungslage für die Ölbaumblättrige Birne.

Kultur

Sie ist gegenüber stadtklimatischen Belastungen, Hitze und Trockenphasen (nach der Etablierung) unempfindlich. Je wärmer die Standorte, desto vitaler entwickelt sich die Art.

Bodenverdichtung und Staunässe sollten vermieden werden. 

Bilder


















Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Strauch
Großstrauch
Baum
Kleinbäume
weiß
Mai
grau-grün
ungiftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Kleinasien
Vord. Orient
gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hecken
Schnitthecke
Raritäten/Saatgut
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren