Pyracantha coccinea / Mittelmeer-Feuerdorn

Pyracantha_coccinea_feuerdorn_11 Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 2.00
Wikipedia Pyracantha coccinea
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Pyracantha coccinea: Der Mittelmeer-Feuerdorn kommt im europäischen und kleinasiatischen Mittelmeerraum bis in den Kaukasus in lichten Gebüschen und Waldrändern vor.

In Deutschland und Großbritannien tritt Pyracantha coccinea stellenweise verwildernd auf.

Die Art wächst auf meist basenreichen, mäßig nahrhaften, durchlässigen Böden, die im Sommer regelmäßig austrocknen.



Pyracantha coccinea hatte seine besten Zeiten in den 1960er/1970er Jahren. An der Neuen Nationalgalerie ist er immerhin denkmalsgerecht.

Beschreibung

Der Mittelmeer-Feuerdorn ist ein immergrüner Strauch, der bis zu 4 m Höhe und Breite erreicht. Die Haupttriebe sind sparrig aufrecht und können mit Hilfe starker Dornen spreizklimmend in Gehölzen und Rankhilfen wachsen.

Die weißen, etwas unangenehm riechenden Schirmtrauben erscheinen im Mai/Juni.

Die Art setzt zahlreiche, rote, in Sorten auch orangene Früchte an.

In Kultur befinden sich auch viele Sorten, die auf Arthybriden beruhen, aber im Handel meist Pyracantha coccinea zugeordnet werden.

Verwendungshinweise

Der Mittelmeer-Feuerdorn wird in zahlreichen Auslesen gehandelt und aufgrund seiner anspruchslosen Robustheit sehr häufig in pflegeextensiven Grünanlagen oder zur Unterpflanzung von Altbäumen eingesetzt.

Die Verwendung als robuste Fassadenbegrünung ist ebenfalls verbreitet.

In anspruchgsvolleren Anlagen kommt eine Verwendung eigentlich nur in Form von Formschnittelementen in Frage. Ein wenig schwingt aber immer der Flair vergangener Jahrzehnte mit.

Kultur

Tiefer Frost in Verbindung mit Wintersonne und zugigen Standorten kann bei Jungpflanzen zu Frostschäden im Holz  und generell zu Blattverlusten führen. Die Art ist aber sehr gut regenerationsfähig und schnittverträglich.

An die Standortbedingungen werden auch sonst praktisch keine Anforderungen gestellt. Stauende Nässe ist zu vermeiden. Trockenphasen beeindrucken nach der raschen Etablierung nicht weiter.

In absonnigen oder auch in licht-schattigen Lagen ist der Blütenflor und damit auch der Fruchtansatz reduziert. Die Wuchskraft ist jedoch auch hier ungebrochen.

Formschnitt-Elemente sind aufgrund der üppigen Langtriebe und der Dornen nicht ganz einfach zu bearbeiten.

Bei den meisten nachfolgend genannten Sorten handelt es sich um Arthybriden aus Pyracantha coccinea, Pyracantha fortuneana, Pyracantha rogersiana und Pyracantha koidzumii.



Um Feuerdorn ästhetisch gewinnbringend einsetzen zu können, braucht es etwas gestalterische Kreativität.

Sorten:
  • Bad Zwischenahn: 3/3 m hoch/breit, intensiv rote Beeren, dunkel-grünes, glänzendes  Laub
  • Kasan: 3/3 m hoch/breit, intensiv rote Beeren, dunkel-grünes, glänzendes  Laub
  • Red Column: 2 (3)/1,5-2,5 m hoch/breit, intensiv rote Beeren, dunkel-grünes, glänzendes  Laub
  • Red Cushion: 0,8/1,3 m hoch/breit, orange-rote Beeren, dunkel-grünes Laub, dicht verzweigter Wuchs
  • Red Star: 0,8/1,3 m hoch/breit, orange-rote Beeren, dunkel-grünes Laub, dicht verzweigter Wuchs, geringer Dornenansatz
  • Mohave: 3,5/3 m hoch/breit, orange-rote Beeren, dunkel-grünes Laub
  • Orange Charmer: 2,5/3 m hoch/breit, orangene Beeren, dunkel-grünes Laub
  • Orange Glow: 3/2,5 m hoch/breit, orange-rote Beeren, dunkel-grünes, glänzendes Laub
  • Praecox: 2/2,5 m hoch/breit, orange-rote Beeren, grünes Laub
  • Soleil D`Or: 1,75/1,25 m hoch/breit; gold-gelbes Beeren, dunkel-grünes, glänzendes Laub
  • Teton: 3/2 m hoch/breit, von Gold-Gelb nach Orange verfärbende Beeren, dunkel-grünes, glänzendes Laub

Bilder





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Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Zierwert Frucht
Strauch
Klein-Strauch
Normalstrauch
Kletterpflanze
Klimmend
weiß
Juni
grün
dunkel-grün
zierend/strukturstark
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
vorhanden
eher unangenehm
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Zuchtform
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
Liebhaberpflanze
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Hecken
Schnitthecke
Freie Blütenhecke
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
zierende Winterstruktur
winter-/immergrün
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren