Pycnanthemum verticillatum (Pycnanthemum pilosum) // Amerikanische Bergminze

Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 9.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Pycnanthemum verticillatum

Die Amerikanische Bergminze kommt im östlichen Nordamerika außerhalb der Küstenregionen vom Golf von Mexiko bis in den Nord-Osten Kanadas vor.

Pycnanthemum verticillatum besiedelt innerhalb der Bergregionen vorrangig die Tallagen und die colline Stufe. Sie wächst in ruderalen Wiesen, entlang von Bahn- und Straßendämmen, in Prärien, Savannen und lichten Gebüschen.

Die Art bevorzugt mäßig trockene bis leicht feuchte Standorte, mäßig nahrhafte bis nahrhafte Böden in vollsonnigen bis höchstens licht halbschattigen Lagen.



Das edel anmutende Weiß-Grün der Bergminze harmoniert hier sehr schön mit Monarda 'Schneewittchen'.

Beschreibung
Pycnanthemum verticillatum ist eine sommergrüne, kurze Ausläufer treibende Staude von etwa 70 cm Wuchshöhe. Der Habitus ist buschig mit etwas Drang in die Fläche.

Die weißen, zurückhaltenden Blüten erscheinen ab Mitte Juli bis September. Charakterstisch ist der ausgeprägte, minzeartige Geruch und scharf-minzige Geschmack. Sie eignet sich gut für die Aromatisierung von Erfrischungsgetränken oder für Tees.

Im Handel wir die Art auch als Pycnanthemum pilosum geführt. Diese wird aber überwiegend als Unterart der Amerikanischen Bergminze betrachtet.



Das Weiß der Hochblätter wirkt je nach Lichteinfall mal wie bemehlt und manchmal metallisch glänzend.

Verwendungshinweise
Die Amerikanische Bergminze ist als Zierstaude von ansprechender Zurückhaltung, zumindest ist sie eine selten gesehene Variante. Sie erinnert mit ihren weißlich bemehlten Hochblättern entfernt an eine weiße Indianernessel (Monarda-Hybride), zumindest liegt diese Assoziation optisch gesehen näher als die einer Minze.

V.a. im Kräuter- und Duftgarten stellt sie eine ungewöhnliche, interessante Bereicherung dar. Sie ist hier allen echten Minzen wie z.B. der bekannten Apfel-Minze Mentha x rotundifolia klar überlegen, da erstens ansehnlicher, zweitens ungewöhnlicher und drittens viel leichter zu kontrollieren.



Pycnanthemum verticillatum var. pilosum hat aufgrund der fehlenden Hochblätter tatsächlich wenig Ähnlichkeit mit der Stammform.

Man kann sie sich aber auch gut in niedrigeren bis mittelhohen, naturhaften Staudenbeeten als eleganter Mittler zwischen den Farben seiner Begleiter vorstellen. Von anmutiger Kühle sind z.B. Kombinationen mit dem Pontischen Beifuß Artemisia pontica), dem Ludwigs-Beifuß (Artemisia ludoviciana) oder niedrigen Auslesen des Wermuts (Artemisia absinthium) zusammen mit der weiß blühenden Agastache foeniculum 'Alabaster'. Auch die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) würde sich in diesen Reigen überzeugend einpassen.



Pycnanthemum verticillatum var. pilosum ist zwar auch im Halbschatten noch ausreichend standfest, wird wie hier in der Sonne aber attraktiver.

Kultur
Die langlebige Art ist anspruchslos und kommt nach der Etablierung auch gut mit sommerlicher Trockenheit zurecht. Je sonniger die Standorte sind, desto vitaler werden die Exemplare.

Höhere Stickstoffgehalte werden erfolgreich in üppigeres Wachstum mit erhöhtem Drang in die Breite umgesetzt, sind aber nicht Voraussetzung für eine erfolgreiche Kultur.

Die Vermehrung erfolgt vegetativ entweder durch Abtrennung der kurzen Ausläufer oder durch Stecklinge, die im Sommer im weichen bis halb-verholzten Zustand zuverlässig bewurzeln. Saatgut keimt aber ebenfalls willig bei Temperaturen um 20 Grad und gleichmäßiger Feuchte. ein Kälteimpuls ist nicht erforderlich.

Sorten:
  • var. pilosum: höherwüchsige, straff aufrechte Varietät, die keine Hochblätter bildet und dadurch wie eine gänzlich andere Pflanze wirkt. Sie wird im Handel entsprechend auch gerne als "Pycnanthemum pilosum" vertrieben.
  • Bilder


















    var. pilosum



    var. pilosum



    var. pilosum



    var. pilosum



    var. pilosum

    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    flächendeckend
    60-100 cm Höhe
    grünlich-weiß
    weiß
    Juli
    August
    grün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    essbar
    Heil-/Gewürzpflanze
    ausgeprägt
    mäßig trocken
    frisch
    wechselfeucht
    sommertrocken
    feucht
    vollsonnig
    sonnig
    halbschattig
    stark kalk-/basenreich
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    poröser Schotter
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    ausgeprägte Warmlage
    hitzeanfällige Lage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Amerika
    Nordamerika
    gut
    Gering
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    verträglich
    Ländlicher Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    für Pflanzgefäße geeignet
    Duftgarten
    Duft ausgeprägt
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Rabatte
    Wiese/Prärie
    Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Nebensortiment
    sommergrün
    Wiesen
    Felssteppen
    Steppen
    Gehölzrand/Staudenfluren