Ptilostemon afer / Balkan-Elfenbeindistel

Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Ptilostemon afer
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Ptilostemon afer: Die Balkan-Elfenbeindistel kommt vom Balkan bis Klein-Asien in Bergregionen von der submontanen bis zur montanen Stufe auf trocken-warmen, (voll-)sonnigen Hängen, in nur kurzzeitig gelegentlich wasserführenden, kiesigen Bachbetten und  den hochgelegenen Schotterbänken von Gebirgsflüssen vor.

Die Standorte sind skelett- und basenreich, gut durchlässig und relativ nahrhaft.


In heißen Felsanlagen spielt die Elfenbeindistel ihre Qualitäten aus.

Beschreibung: Die Balkan-Elfenbeindistel ist eine zweijährige bis kurzlebige Staude, die aus einer strahlenförmigen Rosette einen 50 bis 80, auf nahrhaften Böden auch bis zu 120 cm hohen, belaubten Blütenstand mit rosa-violetten Blütenköpfen treibt. Die Blütezeit liegt im Juli/August.

Im Spätsommer erscheinen wollige Samenstände und die Pflanzen sterben danach so gut wie immer ab.

Sehr ähnlich, aber noch seltener zu bewundern ist Ptilostemon echinocephalus mit zur Blütezeit verzweigt-buschigem Wuchs und vollkommen zuverlässiger Selbstversamung.



Die Schmuckwirkung der Blattrosetten ist unstrittig.


Verwendungshinweise: Die ganzjährig sehr attraktive Art wird nur selten verwendet, da sie aufgrund ihrer Kurzlebigkeit nur für intensiv betreute Anlagen in Frage kommt.

Die Elfenbeindistel ist eine sehr aparte, ungewöhnliche Alternative für Felssteppen und sonnig-warme, gut drainierte Alpinarien oder Trockenmauern in mediterranen Anlagen.



Die Ästhetik der Samenstände erschließt sich konventionellen Betrachtern vermutlich nicht automatisch. Auf der Felskuppe trohnt hier übrigens die selten verwendete Dianthus giganteus.

Kultur

Ptilostemon afer ist nur als Saatgut erhältlich.

Eine dauerhafte Kultur ist nur bei ausreichend offenen Bodenstellen möglich, die Selbstaussaat erfolgt dann meist willig. Es kommt aber auch vor, dass sie die erfolgreiche Reproduktion verweigert.

Je sonniger und wärmer die Standorte sind, desto wohler fühlt sich die Art. Auch Trockenstress stellt kein Hindernis dar, im Gegenteil schwächt er wüchsigere Konkurrenten.

Auch im Winter muss ein rascher Wasserabzug gewährleistet sein. Erhöhte Wuchsorte und schottrige Bodensubstrate sind entsprechend förderlich bzw. erforderlich.



Ab dem Spätsommer nimmt sie die abgestorbene Gestalt an, die bis in den Spätwinter strukturstabil bleibt.

Bilder
























Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
zweijährig
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
rosa
violett
Juli
August
grau-grün
silbrig
panaschiert
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Süd-Osteuropa
Asien
Kleinasien
sehr gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Raritäten/Saatgut
winter-/immergrün
Felssteppen