Prunus nipponica / Japanische Kirsche, Kurilen-Kirsche

Prunus_nipponica_japanische_kirsche_11 Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 1.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Prunus nipponica

Die Japanische Kirsche kommt in lichten Rändern von Bergwäldern und montanen Gebüschen Japans und auf den Kurilen vor.

Sie wächst bevorzugt auf basenreicheren, mehr oder weniger nahrhaften, frischen und skelettreichen Böden.



Prunus nipponica als malerischer, mehrstämmiger Großstrauch

Beschreibung

Die Japanische Kirsche ist ein sommergrüner, aufrechter Strauch von bis zu 4 m Höhe und 2,5 m Breite. Mitunter wächst die Art auch als kleiner, kurz- und mehrstämmiger Baum und kann dann auch bis 5 m Höhe erreichen. Prunus nipponica ist trägwüchsig.

Die typischen "Japanischen-Kirschblüten" in weiß bis zart-rosa mit tief-rosa Zentrum erscheinen reich im April/Mai. Die Früchte sind klein, schwarz und nicht genießbar.

Die Herbstfärbung ist intensiv orange-rot.

Verwendungshinweise

Prunus nipponica ist die klassische Kirsche für asiatische Gestaltungsansätze. Ihre Verwendung ruft automatisch fern-östliche Assoziationen hervor.

Das Gehölz entwickelt einen malerischen Habitus, der Kontrast der fast schwarzen Rinde mit den hellen Blüten ist ausdrucksstark und kommt insbesondere vor dunklen Hintergründen schön zur Geltung. 

Für weitläufige Grünanlagen gibt es mit Prunus serrulata, Prunus sargentii oder auch Prunus x subhirtella raumgreifendere Alternativen.



Fast schwarze Rinde und weiße Blüten mit kräftig rosa Zentrum machen den Frühling zum Ereignis.

Kultur

Nach der Etablierung ist Prunus nipponica anspruchslos und gut winterhart, kümmert aber in schattigen Lagen. Auch regelmäßiger Trockenstress sollte vermieden werden.

Schnittmaßnahmen sind im Grunde nur erforderlich, um einen malerischen Habitus zu erzielen. Strauchformen und im Prinzip auch auf Hochstämmen veredelte Kronen setzen sich aus idealerweise drei bis fünf grundständigen Gerüsttrieben zusammen. Nach innen oder steil nach oben wachsende Seitenäste werden beseitigt. Die Triebspitzen werden ausgelichtet - aber nicht eingekürzt -, um genug Licht in den inneren Kronenbereich gelangen zu lassen. Dann entwickeln sich auch hier zahlreiche Blüten.

Der beste Schnittzeitpunkt ist der Hochsommer, um keinen Neuaustrieb anzuregen und trotzdem den Wundverschluss nicht zu verzögern. Größere Schnittwunden, d.h. mit mehr als etwa 10 cm Durchmesser sollte man vermeiden.

Sorten:
  • Brillant: schwachwüchsig, 3/2 m hoch/breit, wiße Blüte
  • Ruby: 4/2,5 m hoch/breit, hell-rosa Blüte
  • Kurilensis Okame: wüchsig, zart-rosa Blüte

Bilder





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Prunus_nipponica_japanische_kirsche_(2)

Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Strauch
Normalstrauch
Großstrauch
weiß
rosa
rosé-weiß
April
grün
zierende Herbstfärbung
ungiftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
frisch
gut drainiert
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
sehr gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Alpinum
Gehölzrand/Staudenfluren