Prunus laurocerasus

11516_prunus_laurocerasus Name Lorbeerkirsche
Botanischer Name: Prunus laurocerasus
Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Prunus laurocerasus
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Cherry Brandy, Etna, Mano, Mischeana, Mount Vernon, Otto-Luyken, Paradise, Schipkaensis, Schipkaensis Macrophylla, Van Nes, Zabeliana

Beschreibung

Naturstandort

Prunus laurocerasus kommt im Norden der Türkei am Schwarzen Meer, im Kaukasus und am Süd-Ufer des Kaspischen Meeres vor. In Europa gibt es Vorkommen vom Balkan bis zum Westufer des Schwarzen Meeres.

In Teilen Italiens, im Nordwesten Frankreichs und auf der Iberischen Halbinsel sowie in Großbritannien ist die Lorbeerkirsche neophytisch eingebürgert.

Sie steigt von sub-montanen Höhen bis in die subalpine Stufe auf und wächst im Unterwuchs frischer Buchenwälder sowie in baumfreien Buschlandschaften.

Beschreibung

Die Lorbeerkrische ist ein immergrüner, meist breitwüchsiger Großstrauch, der allerdings trägwüchsig ist. Die Blätter sind glänzend dunkelgrün.

Die aufrechten, weißen Traubenblüten erscheinen im Mai. Das Laub und v.a. die Kerne der Kirschfrüchte sind giftig und können bei Kindern zu Todesfällen führen. Gekocht als Marmelade sind die Früchte dagegen essbar.

Es gibt zahlreiche Auslesen, die allerdings alle mehr oder weniger ausgeprägt breitwüchsig sind. Es gibt auch nahezu bodendeckende Sorten.

Verwendungshinweise

Prunus laurocerasus ist ein sehr beliebter, pflegeleichter Strauch für die Unterpflanzung von Baumbeständen in öffentlichen Grünanlagen.

Es entstehen meist sehr statische Pflanzflächen, die zwar den Wunsch nach Sauberkeit und Ordnung erfüllen, aber wenig aufregend sind. Durch die häufige Verwendung im öffentlichen Raum und in lieblosen Vorgärten ist die Art für anspruchsvolle Ansätze nur nach sorgfältiger Abwägung einsetzbar.

In repräsentativen Anlagen kann die Lorbeerkirsche v.a. als Formschnittgehölz und für imposante Schnitthecken Akzente setzen, wird aber v.a. im südlichen Mitteleuropa auch hierfür inflationär verwendet.

In Pflanzgefäßen können gepflegte Solitäre ebenfalls wirkungsvoll sein, der Wurzelballen darf aber nicht durchfrieren.

Kultur

Prunus laurocerasus ist schatten- und wurzeldruckverträglich, dann allerdings ausgesprochen trägwüchsig.

Die Lorbeerkirsche bevorzugt frische, mehr oder weniger neutrale und durchlässige Böden, übersteht aber nach der Etablierung mitteleuropäische Sommer auch ohne Bewässerung. Vitalitätsverluste sind bei regelmäßigem Trockenstress aber unübersehbar.

Die Art ist etwas frostempfindlich. Winterschäden enstehen dabei v.a. als Trockenschäden, wenn bei noch gefrorenem Boden durch Warmfronten zu erhöhter Transpiration über die immergünen Blätter kommt und der Wasserbedarf nicht gedeckt werden kann. Dieser Effekt lässt sich an windgeschützten und auch vor Wintersonne geschützten Standorten meistens vermeiden.

Sorten:

  • Cherry Brandy: 0,9/2,0 m hoch/breit, starkwüchsig, kaum Winterschäden, blühschwach
  • Etna: 1,8/1,8 m hoch/breit, dicht und mittel-wüchsig, geringe Winterschäden
  • Mano: 1,3/1,6 m hoch/breit, mittel-wüchsig, geringe Winterschäde, blühfreudig
  • Mischeana: 0,7/2,5 m hoch/breit, starkwüchsig, bronzener Blattaustrieb, kaum Winterschäden
  • Mount Vernon: 0,3/1,0 m hoch/breit, sehr schwachwüchsig, geringe Winterschäden, keine Blüte
  • Otto-Luyken: 1,3/2,0 m hoch/breit, mittel-wüchsig, mittlere Winterschäden, blühstark
  • Paradise: 1,6/2,0 m hoch/breit, stark-wüchsig, kaum Winterschäden
  • Schipkaensis: 1,7/2,0 m hoch/breit, dicht und stark-wüchsig, kaum Winterschäden, blühstark
  • Schipkaensis Macrophylla: 1,5/1,8 m hoch/breit, stark-wüchsig, kaum Winterschäden, sehr blühfreudig
  • Van Nes: 1,0/1,8 m hoch/breit, mittel-wüchsig, mittlere Winterschäden, blühfreudig
  • Zabeliana: 1,2/1,9 m hoch/breit, mittel-wüchsig, kaum Winterschäden

Bewertung der Sorten durch Bund deutscher Baumschulen e.V. http://www.gehoelzsichtung.de/gehoelze/prunus.htm: FETT= ausgezeichnete Sorten, Unterstrichen = sehr gute Sorten

Bilder





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Mount Vernon


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Otto Luyken


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Rotundifolia


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Rotundifolia


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Schipkaensis


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Winterschäden

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Klein-Strauch
Normalstrauch
Großstrauch
niederliegend/kriechend
breit ausladend
weiß
Mai
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
essbar
vorhanden
eher unangenehm
frisch
gut drainiert
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
ganzjährig schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Asien
Kleinasien
Liebhaberpflanze
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hecken
Schnitthecke
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Gehölz/Wald
Alpinum
Gehölzrand/Staudenfluren