Prunus cerasifera / Kirschpflaume

Prunus_cerasifera_kirschpflaume_11 Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Prunus cerasifera
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Prunus cerasifera


Die Kirschpflaume stammt ursprünglich aus der Balkan-Region, dem Kaukasus sowie Klein- und Vorderasien. Die italienischen Populationen sind möglicherweise nicht natürlichen Ursprungs.

Als alte Kulturpflanze ist sie in Mitteleuropa verbreitet eingebürgert. In Deutschland hat sie v.a. in den mittel- und süddeutschen Wärmegebieten stabile Populationen. Im Tiefland fehlt Prunus cerasifera weitgehend und ist nur in Hamburg und Berlin nennenswert häufig. In der Schweiz ist sie nur im Mittelland und im Wallis zerstreut anzutreffen.



Eindrucksvolle Kirschpflaume halb verwildert in Dorfrandlage

Prunus cerasifera ist anspruchslos, bevorzugt aber sonnige, mäßig trockene bis frische Standorte.

Ökologische Zeigerwerte nach Tela Botanica  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (5)  Kontinentalität (5)  Feuchte (4)  Reaktion (5)  Stickstoff (5)



'Atropurpurea' ist die beliebteste Auslese von Prunus cerasifera.

Beschreibung

Die Kirschpflaume ist ein bis 9 m hoher und 7 m breiter, kurzstämmiger oder mehrstämmiger Kleinbaum bzw. Großstrauch. Die weißen Blüten erscheinen reich im März/April als eine der frühesten Kirschblüten. Ähnlich ist die drei bis vier Wochen später blühende Steinweichsel.

Das Kirschobst ist relativ großfrüchtig, allerdings von eher fadem Geschmack.

Prunus cerasifera ist zusammen mit Schlehe vermutlich eine der Elternarten der Hauspflaume. Für die These spricht, dass sie natürliche Hybriden mit der Hauspflaume eingeht.



Das Herbstlaub ist sehr zierend.

Verwendungshinweise

Die Kirschpflaume entwickelt einen malerischen Habitus und kann gut in einer Vielzahl städtischer Situationen eingesetzt werden.

Sie ist eine gute Wahl für geräumiges Abstandsgrün an Straßen, Gehölzgruppen vor Gebäuden oder auf Stadtplätzen.

Die rotlaubigen Auslesen sind sehr beleibt und in der Wirkung plakativ. Man sollte sie mit Bedacht verwenden.



'Nigra' bietet tatsächlich fast schwarzes Laub.

Kultur

Prunus cerasifera ist robust und stadtklimafest, verträgt sowohl Sommertrockenheit und Hitzestandorte als auch feuchtere Böden.

Schnittmaßnahmen sind im Grunde nur erforderlich, um einen malerischen Habitus zu erzielen. Strauch- und Baumkronen setzen sich aus idealerweise drei bis fünf grundständigen Gerüsttrieben zusammen. Nach innen oder steil nach oben wachsende Seitenäste werden beseitigt. Die Triebspitzen werden ausgelichtet - aber nicht eingekürzt -, um genug Licht in den inneren Kronenbereich gelangen zu lassen. Dann entwickeln sich auch hier zahlreiche Blüten.

Der beste Schnittzeitpunkt ist der Hochsommer, um keinen Neuaustrieb anzuregen und trotzdem den Wundverschluss nicht zu verzögern. Größere Schnittwunden, d.h. mit mehr als etwa 10 cm Durchmesser, sollte man vermeiden.

Sorten:
  • Atropurpurea: großlaubig, rot-braunes, im Jahresverlauf vergrünendes Laub, weiß bis zart-rosa Blüten
  • Hessei: bronze-rotes, weißlich bis rosa gerandetes Laub, weiße Blüte
  • Nigra: großlaubig, schwarz-rotes Laub, rosa Blüte
  • Pissardii: leuchtend rotes Laub, weiße Blüte
  • ssp. divaricata: wüchsiger, bis 10 m hoch, sonst wie die Art

Bilder





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Atropurpurea


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Atropurpurea


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Atropurpurea


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Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Strauch
Großstrauch
Baum
Kleinbäume
weiß
rosa
rosé-weiß
April
grün
weiß
gelblich
panaschiert
rötlich
bräunlich
ungiftig
essbar
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
vorhanden
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Kleinasien
Vord. Orient
gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Repräsentative Gärten
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Hecken
Freie Blütenhecke
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren