Primula juliae / Kissen-Primel

Primula_juliae_julias_schl%c3%bcsselblume_11 Familie Primulacea, Primelgewächse
Pflanzen pro qm 20.00

Beschreibung

Naturstandort von Primula juliae

Die Kissen-Primel kommt im Kaukasus in submontanen bis montanen Höhenlagen vor.

Sie wächst bevorzugt in habschattigen Wald- und Gebüschrändern an flachgründigen, sickerfrischen bis sickerfeuchten Felsköpfen, an den Ufern von kleinen Gebirgsbächen und Quellaustritten. Die Standorte sind basenreich, skelettreich-durchlässig und relativ nahrhaft.

Kalkfelsen, die von Hangwasseraustritten überrieselt werden, können auch sehr flachgründig oder sogar substratfrei sein, Primula juliae wurzelt dann in den Moospolstern.



Primula juliae blüht schon, bevor die Blätter voll entwickelt sind.

Beschreibung

Die Kissen-Primel bildet durch kurze, kriechende Rhizome langsam aber stetig dichte, sommergrüne Teppiche von 5 -10 cm Höhe. Ab Anfang April sind die Pflanzen von violetten Blüten mit meist gelbem Schlund bedeckt.

Die Arthybriden mit Primula vulgaris werden als Primula-Pruhonicensis-Hybride bezeichnet. Diese haben den kompakten Wuchs von Primula juliae übernommen, haben in der Blütenfarbe aber eine große Bandbreite. Die Hybridformen gehören im Gegensatz zur wilden Kissen-Primel zum Gartenstandard.

Verwendungshinweise

Primula juliae ist eine traditionelle Beet-Einfassung-Staude der Bauerngärten und kann hier auch weiterhin verwendet werden. Andernorts wirkt sie in der Regel etwas aus der Zeit gefallen.

In naturhaften Alpinarien und naturhaft-exotischen Waldgärten wirkt sie meist irritierend, weil sie ihr Rabatten-Image schwer loswird.

Will man sicher gehen, die Wildart und nicht eine Hybridform zu erhalten, muss man im zuverlässigen Versandhandel beziehen.



In naturhaften Einsatzfeldern sieht man Primula juliae seltener.

Kultur

Die Kissen-Primel ist ein zuverlässiger, bewährter Geselle, der überall funktioniert, wo es keinen Trockenstress gibt.

Ältere Polster erlauben mit ihrer dichten Struktur kaum mehr Wildkrautaufkommen. Natürlich wird die niedrige Art ohne Unterstützung dennoch irgendwann von expansiven Konkurrenten überwachsen.

Sorten:
  • Bluetenkissen: rötlich-violett mit gelbem Schlund
  • Schneesturm: weiße Blüte

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
bis 15 cm Höhe
weiß
rot
violett
April
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Zentral-Asien
befriedigend
Mittel
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Alpinum
Gehölzrand/Staudenfluren