Potentilla verna (Potentilla neumanniana) / Frühlings-Fingerkraut

Potentilla_verna_potentilla_neumanniana_fr%c3%bchlings-fingerkraut_11 Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 20.00
Wikipedia Potentilla verna (Potentilla neumanniana)
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Potentilla verna

Das Frühlingsfingerkraut ist von den französischen Pyrenäen bis nach Mittel- und Ost-Europa weit verbreitet. In der Nordwestdeutschen Tiefebene fehlt es allerdings weitgehend. In der Schweiz liegt der Verbreitungsschwerpunt im Jura und dem nördlichen Mittelland. Es fehlt aber nur in den Hochlagen der Alpen.



Potentilla verna in einem Steppenrasen mit Stipa capillata und Euphorbia cyparissias

Potentilla verna besiedelt (voll-)sonnige, trocken-warme, stickstoffarme und basenreichere Mager- und Volltrockenrasen, Mauerpfeffer-Fluren und lichte Bereiche montaner Schneeheide-Kiefern-Wälder.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (8)  Temperatur (6)  Kontinentalität (4)  Feuchte (3)  Reaktion (7)  Stickstoff (2)



Im Trockenrasen mit Mauerpfeffer und Schafschwingel.

Beschreibung

Potentilla verna bildet wintergrüne, locker teppichartige Bestände von 10-15 cm Höhe. Das Laub ist dunkel-grün und steif, die Triebe verholzen an der Basis.

Die gold-gelben Blüten erscheinen von Mitte April bis Anfang Juni. Nach Mahd kann es zu einer Nachblüte im Spätsommer kommen.

Im Handel ist die Art meist unter "Potentilla neumanniana" erhältlich. Es handelt sich um einen recht formenreichen Artenschwarm, bei dem die Benennungen verschwimmen.



Die Blüten sind in Anbetracht des Zwergenwuchses erstaunlich groß.

Verwendungshinweise

Das Frühlings-Fingerkraut ist geeignet für naturnahe, trocken-nährstoffarme Kräuterwiesen, den Vordergrund von Steppenpflanzungen, auf Felsköpfen in Alpinarien oder in Trockenmauern.

In natürlichen, volltrockenen Felsrasen steht es u.a. zusammen mit Allium carinatum, Anthyllis montana, Helianthemum apenninum, Pulsatilla vulgaris, Anthericum liliago, Globularia bisnagarica, Pseudolysimachion spicatum oder Veronica prostrata.

Ein Einsatz als Bodendecker im Bereich von selten befahrenen Kieswegen oder zur extensiven Dachbegrünung ist ebenfalls denkbar.

Am Besten wirkt sie jedoch in mehrschürigen, niedrigen Magerrasen, in denen die gelben Blütenteppiche bildprägend sind. Für Fels- und Mauerköpfe gibt es eine Reihe ansprechenderer Arten mit eindrucksvollerer Blüte.



"Dominanzbestand" in einem Kultur-Schotterrasen.

Kultur

Auf den genannten Extremstandorte ist die Art gut konkurrenzfähig und benötigt kaum gärtnerische Unterstützung.

Auf allen besseren Standorten ist sie jedoch nicht mit vertretbarem Aufwand dauerhaft zu kultivieren und wird verdrängt.

Sorten:
  • Nana: 5-10 cm hoch

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
bis 15 cm Höhe
gelb
Mai
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
befriedigend
Mittel
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Sandtrockenrasen
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Alpine Felsfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Kalk
Trockene Sandheiden
Nadelwälder
Kiefernwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Gründächer
Substratstärke 8-15 cm
Wiese/Prärie
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
winter-/immergrün
Alpinum
Wiesen
Felssteppen
Steppen
Heiden
Gehölzrand/Staudenfluren