Polystichum lonchitis / Lanzen-Schildfarn

Polystichum_lonchitis_lanzen-schildfarn_11 Familie Dryopteridaceae, Wurmfarngewächse
Pflanzen pro qm 15.00
Wikipedia Polystichum lonchitis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Polystichum lonchitis

Der Lanzen-Schildfarn ist in Kalk-Gebirgsregionen der Nordhalbkugel in den gemäßigten Breiten verbreitet.

In Deutschland ist er in den Alpen recht häufig, in den deutschen Mittelgebirgen relativ selten. Die extrem seltenen Einzelvorkommen in der Westfälischen Bucht und im Norden Brandenburgs sind erloschen. In der Schweiz ist er in allen Gebirgszügen in montanen bis subalpinen Höhenlagen häufig. Im Mitelland ist er nur vereinzelt zu finden.



Polystichum lonchitis am Naturstandort

In Mitteleuropa ist der Lanzen-Schildfarn weitgehend an ozeanische geprägte Lagen auf basenreichen, stickstoffärmeren und mehr oder weniger frischen Böden gebunden.

Er wächst am Naturstandort vorrangig auf sickerfrischen Kalk-Schotterhängen in schwach-sonnigen bis licht-absonnigen Lagen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (6)  Temperatur (4)  Kontinentalität (3)  Feuchte (5)  Reaktion (8)  Stickstoff (3)

Beschreibung

Der Lanzen-Schildfarn ist ein wintergrüner, horstiger Farn. Er erreicht Höhen von 20-40 cm, auf nahrhafteren Kulturstandorten auch bis zu 50 cm.

Die schlanken, glänzend-grünen Wedel sind derb und nur einfach gefiedert. Sie tragen eine gut sichtbare Granne an der Spitze. Der Blattrand ist deutlich und spitz gesägt.

Mit dem ähnlichen, aber zweifach gefiederten Dornigen Schildfarn (Polystichum aculeatum) werden natürliche Hybriden gebildet.

Verwendungshinweise

Polystichum lonchitis hat ein klares, eigenständiges Erscheinungsbild und ist unter den kleineren bis mittelgroßen Farnen eine schöne Wahl für den Vordergrund von Waldstaudenpflanzungen oder auch zur Strukturierung der Krautschicht von Waldgärten.

Auch für (licht) halbschattige bis absonnige, gut wasserversorgte Alpinarien, große Felsen unter Bäumen oder sickerfrische, absonnige Trockenmauern ist er eine überzeugende Option.

In natürlichen, feinerdereichen Kalkschotterfluren sind z.B. Arabis alpina, Carduus defloratus, Convallaria majalis oder Doronicum grandiflorum recht stetige Begleiter. Auch der Ruprechtsfarn (Gymnocarpium robertianum) ist üblicherweise beteiligt, benötigt ob seiner ausufernden Wuchsweise aber Platz.



Der Lanzen-Schildfarn ist ein Farn mit hohem Wiedererkennungswert.

Kultur

Im echten Schatten wächst Polystichum lonchitis kümmerlich. Ideal sind luftfeuchte, dauerhaft frische Standorte. Das derbe Laub erträgt aber auch lufttrockenere Kulturbedingungen und übersteht auch mal kurzen Trockenstress unbeschadet.

In kontinental geprägten Regionen ist eine artgerechte Kultivierung auf Fels- und Mauerstandorten mit höherem Pflegeaufwand (Bewässerung) verbunden.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blattfärbung Duft Wasserhaushalt
Staude
Farn
horstartig
30-60 cm Höhe
grün
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft
sonnig
halbschattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
Amerika
Nordamerika
BEWERTUNGEN Alpine Felsfluren Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Kalk
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Lebensbereich
Alpinum
Gehölzrand/Staudenfluren