Platycodon grandiflorus // Ballonblume

Familie Campanulaceae, Glockenblumengewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Platycodon grandiflorus
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Platycodon grandiflorus:

Die Ballonblume kommt vom östlichen Sibirien, dem östlichen China und Korea bis Japan vor und steigt von den Tiefebenen bis knapp 2.000 m hinauf.

Sie wächst bevorzugt auf relativ nahrhaften, humusarmen und durchlässigen Rohböden. Die Standorte sind sonnig bis halbschattig, durch gute Drainage oft sommertrocken und basenärmer.

Platycodon grandiflorus besiedelt vorrangig sonnige Staudenfluren und Gebüschränder, vereinzelt auch Waldlichtungsfluren.



Platycodon grandiflorus blüht ausdauernd und zeigt Knospen, Blüten und Samenstände gleichzeitig.

Beschreibung: Die Ballonblume ist eine sommergrüne, horstige und relativ langlebige Staude von gut 50 cm Wuchshöhe. Das Laub ist leicht blaustichig grün und verfärbt sich im Herbst orange-rötlich-braun. Der Austrieb im Frühling erfolgt oft erst im Mai.

Die mittelblauen oder weißen, selten auch rosa Blüten sind glockenblumenartig und erscheinen von Anfang Juli bis Ende August. In der Regel ist die Blütenkrone 4-5-zipfelig, es kommen aber auch 3- und 6-zipfelige Varietäten vor.

Blätter und Wurzeln gelten roh als giftig, werden aber in Ostasien gekocht oder getrocknet als Gemüse bzw. Gewürz verwendet.



Die Verwendung als Schmuckelement in diesem Alpen-Kräutergarten ist naheliegender, als es dem Verantwortlichen bewusst sein dürfte.

Verwendungshinweise: Die Ballonblume ist eine recht beliebtere Kübelpflanze, die meist einjährig kultiviert wird, da sie in Pflanzgefäßen nicht winterhart ist.

In Freiflächen wird sie seltener eingesetzt, hat aber zumindest in exotischen und dennoch naturhaft angelegten Staudensäumen vor Gehölzen durchaus Überraschungspotenzial. In Ostasien sieht man manchmal an Naturstandorten eindrucksvolle Massenbestände mit dem Hohen Goldbaldrian. Dazu passt z.B. das seltener verwendete Orient-Lampenputzergras.

Für betont naturnahe Anlagen sind aber heimische Glockenblumen wie die ähnliche Campanula persicifolia die bessere Wahl.



Im halbschattigen Felsengarten mit Rauhaariger Krötenlilie und Farnen

Kultur: Die wärmeliebende Ballonblume ist bedingt winterhart. Sie sollte nur in (wind-)geschützten Lagen und in Regionen mit häufigen, kräftigen Barfrösten mit einer Reisigabdeckung überwintert werden. In Kübeln muss eine frostfreie Überwinterung ermöglicht werden.

Die tiefreichende Pfahlwurzel hilft etablierten Exemplaren effektiv dabei, sommerliche Trockenperioden zu überbrücken. Ungünstig sind staufeuchte Standorte, die oft zu Wurzelfäule und damit zum Absterben der Pflanzen führen. Generell scheint es für die Wurzelgesundheit vorteilhaft z sein, wenn das Bodensubstrat regelmäßig abtrocknet.



Weiße Variationen treten auch spontan bei Selbstversamung auf.

In sonnigen Lagen ist der Blütenansatz üppiger als in halbschattigen Situationen. Wo die Standfestigkeit hoher Varietäten auf nahrhaften, frischen Substraten unbefriedigend ist, kann man im Frühling den Austrieb von etwa 20 cm auf 10 cm zurückschneiden. Die Horste verzweigen sich dann und bleiben niedriger.

Auf konkurrenzarmen, offenen Böden treten immer mal wieder Sämlinge auf. Der Lichtkeimer benötigt zur Keimung einen Kältereiz mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Im Frühling läuft die Saat dann bei Temperaturen zwischen etwa 15 und 20 Grad relativ zügig und willig auf.

Sorten:
  • Alba: weiße Blüten
  • Fuji Pink: rosé-weiße Blüten mit rötlicher Aderung
  • Fuji White: weiße Blüten mit zarter, rosa-violetter Aderung
  • Mariesii: etwas niedriger, bis 40 cm hoch, blaue Blüten relativ winterhart
  • Perlmuttschale: wüchsig wie die Art, rosa Blüten
  • Plenum: etwas niedriger, bis 40 cm hoch, halbgefüllte, blaue Blüten
  • Bilder



























    Alba



    Alba



    Fuji White



    Fuji White



    Mariesii

    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    30-60 cm Höhe
    60-100 cm Höhe
    weiß
    rosa
    blau
    rosé-weiß
    Juli
    August
    grün
    blau-grün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    giftig
    essbar
    Heil-/Gewürzpflanze
    unbedeutend
    mäßig trocken
    frisch
    gut drainiert
    sommertrocken
    vollsonnig
    sonnig
    halbschattig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    humos
    poröser Schotter
    keine Bodenverdichtung
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Asien
    Ostasien/China/Mandschurei
    Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
    Sibirien
    gut
    Mittel
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    verträglich
    Asiatisch-Exotischer Garten
    Ländlicher Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Steingarten/Alpinum
    Steppenpflanzung
    Waldgarten
    für Pflanzgefäße geeignet
    Rabatte
    Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Hauptsortiment
    sommergrün
    Alpinum
    Gehölzrand/Staudenfluren