Pinus sylvestris

Pinus_sylvestris Name Wald-Kiefer
Botanischer Name: Pinus sylvestris
Familie Pinaceae
Pflanzen pro qm 3.00
Wikipedia Pinus sylvestris
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Fastigiata, Glauca, Typ Norwegen, Wateri, Wintergold

Beschreibung

StrictaStrictaNaturstandort

Pinus sylvestris hat ihren natürlichen Verbreitungsschwerpunkt in mehreren Unterarten in den borealen Nadelwäldern Skandinaviens und Sibiriens sowie im kontinental geprägten Mitteleuropa. Sie kommt in Süd-Europa und Kleinasien nur als Relikt im Hochgebirge vor.

Die Wald-Kiefer dringt im Norden bis an die polare Waldgrenze vor. In den Hochgebirgen reichen ihre Vorkommen bis an die Baumgrenze. Teilweise ist sie mit Krüppelformen auch in der Krummholzzone anzutreffen.

Die Wald-Kiefer als lichtbedürftiger Rohbodenpionier wird unter natürlichen Bedingungen von konkurrenzkräftigeren Baumarten auf nähstoffarme, trockene oder nasse Standorte verdrängt.

Sie kommt vorrangig in montanen, trocken-warmen Schneeheide-Kiefernwäldern, Ginster-Steppen-Kiefernwäldern auf basenreichen Steilhängen Süd-West-Deutschlands und den ostdeutschen Sand-Kiefernwäldern auf sauren Sandböden vor.

Daneben spielt sie eine Rolle als Begleiter in trocken-warmen (Flaum-)Eichenwäldern, montanen Kiefern-Tannen-Mischwäldern und den Fichten-Moorwäldern der Mittelgebirge.

Als Rohbodenkeimer besiedelt sie als Pionier rasch offene Bodenstellen und leitet v.a. in Ostdeutschland auf sandigen Substraten zuverlässig die Wiederbewaldung ein.

Foto: Vielleicht sollte man zu solch trüber Jahreszeit heitere Bilder posten... Aber dieser knorrige Baumsolitär ist ein beeindruckendes Symbol des Willens. Auf einem Lesesteinhaufen hat er die Zeiten überdauert und sogar der Rationalisierung unserer Kulturlandschaften in Gebrauchslandschaften widerstanden.
Die Wald-Kiefer: http://galasearch.de/plants/11947-pinus-sylvestris

Beschreibung

Die langlebige Wald-Kiefer ist ein wüchsiger, immergrüner Nadelbaum, der auf guten Standorten bis zu 45 m hoch und gut 20 m breit werden kann. Im Freistand bleibt sie niedriger, wird dafür aber breiter.

In der Regel bildet die Art im Alter eine Schirm-Krone aus, im Freistand bleibt der Stamm aber mitunter auch vollständig beastet. Die Nadeln sind dunkel-grün.

Die männlichen und weiblichen Blüten im Mai/Juni sind unscheinbar. Die holzigen Zapfen benötigen zwei Jahre bis zur Samenreife. Auch sie entfalten keinen nennenswerten Zierwert, werden aufgrund ihrer großen Zahl aber nach dem Fall oft als störend empfunden.

Verwendungshinweise

Pinus sylvestris gedeiht unter allen erdenklichen Standortbedingungen und ist ausgesprochen anspruchslos.

Auf nahrhaften Standorten wirkt sie deplaziert, weil ihr Auftreten unterbewusst mit armen Extremstandorten in Verbindung gebracht wird.

Insbesondere auf trocken-sonnigen, sandigen bis felsigen Standorten entfaltet die Wald-Kiefer eine warme, steppenartige Wirkung. In parkartigen Anlagen kann sie daher gut auf sandig/felsigen Kuppen als Solitär oder als kleine Baumgruppe eingesetzt werden.

Auch am Rand von Hochmoorbeeten, in großen Heide- und Steppenpflanzungen können gute Wirkungen erzielt werden.

Der Einsatzbereich der Wald-Kiefer ist nicht auf naturnahe Situationen beschränkt. Auch in größeren Innenhöfen oder auf sonnig-warmen Stadtplätzen können interessante Effekte eintreten. 

Einzelexepmlare sind gut mit Gräsern und Stauden unterpflanzbar. In dichteren Beständen entwickeln sich auf Sandböden mit den Jahren saure, nährstoffarme Rohumusdecken, die nur noch von Spezialisten besiedelt werden können.

Die zahlreichen Zwergformen (s. Pinus sylvestris Zwergform) sind ebenfalls interessante Optionen als Struktur- und Rahmenelemente in Alpinarien und Steppenpflanzungen. In Kübeln entstehen in edlem Umfeld minimalistisch-repräsentative Wirkungen. Die Pinus-Zwergformen haben sich - zumindest in den (dunkel-)laubigen Formen - einen natürlichen Charme erhalten.

Kultur

Die Art ist ein ausgesprochen widerstandsfähiger, anspruchsloser Baum, der unter nahezu allen Standortbedingungen wüchsig ist.

Auch Hitzestandorte beeinträchtigen die Vitalität nicht. Lediglich Beschattung wird schlecht vertragen.

Sorten:

  • Fastigiata: 12/1,5 m hoch/breit
  • Glauca: 15/7,5 m hoch/breit, silbrig-blaue Nadeln
  • Typ Norwegen: 10-15 m hoch und etwa 7 m breit, kompakter Wuchs, malerische Kronenausbildung
  • Wateri: 5/6 m hoch/breit, blaustichige Nadeln, sehr trägwüchsig, zunächst dicht-buschig, im Alter mit kurzem Stamm und breiter Schirm-Krone
  • Wintergold: 9/3,5 m hoch/breit, mittelgrünes Laub im Frühjahr/Sommer, grünlich gold-gelbe Herbst- und Winterfärbung

Bilder





Pinus_sylvestris


Pinus_sylvestris


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Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Baum
Kleinbäume
Mittelgroße Bäume
Großbäume
säulenartig
gelb
Mai
Juni
hellgrün
blau-grün
grau-grün
gelblich
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
frisch
nass
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Moore und Sümpfe
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Kontinentaler Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Hochmoore
Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Trockene Sandheiden
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Steppen-Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Subkont. Kiefern-Eichenwälder
Nadelwälder
Kiefernwälder
Sand-Kiefernwälder
Kiefer-Steppenwälder
Schneeheide-Kiefernwälder, kalkreich
Fichtenwälder
Zwergstrauchreiche Tannen-Fichtenwälder
Repräsentative Gärten
Heidegarten
Steppenpflanzung
Waldgarten
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Lebensbereich
Gehölz/Wald
Felssteppen
Steppen
Heiden