Pinus pumila / Zwerg-Kiefer

Familie Pinaceae, Kieferngewächse
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Pinus pumila

Beschreibung

Naturstandort von Pinus pumila (Zwerg-Kiefer):


Pinus pumila kommt in Gebirgsregionen vom östlichen Sibirien bis in das nördliche und zentrale Japan vor.

Die Zwerg-Kiefer wächst an ihrer Nordgrenze an der klimatischen Grenze des Waldes auch in den Tieflagen und steigt nach Süden hin immer höher in die Berglagen bis in die Krummholzzonen auf. Hier bildet sie wie die europäische Pinus mugo oft ausgedehnte Bestände. Die Wuchsform ist hier fast polsterartig.

Sie wächst auf skelettreichen, durchlässigen und eher stickstoffarmen Böden in sonnigen Lagen an Waldgrenzstandorten. Sie toleriert alkalische bis saure Substrate.



'Globe' entwickelt ansehnliche, dichte Schäfchenwolken.

Beschreibung

Die Zwergkiefer ähnelt der europäischen Latschen-Kiefer und bildet gut 3 m hohe und bis 5 m breite, buschige Strauchformationen aus. Die Nadeln der im Handel selten erhältlichen Nominatform sind grün.

Im Handel sind v.a. schwachwüchsige Auslesen mit oft blau-grünen Nadeln. Die roten bis blau-roten Blüten im Juni/Juli sind zierend.



Noch einmal 'Globe', diesmal als Mittler zwischen dem Dunkel-Grün der Eiben und dem Silber von Lavendel und Blau-Schwingel.

Verwendungshinweise

Die botanische Art ist mit ihrem gewöhnlichen, der Latschen-Kiefer sehr ähnlichen Erscheinungsbild gärtnerisch unbedeutend.

Die kompakten, meist blau-grünen Wuchsformen können dagegen gut in repräsentativen Anlagen zur Einfassung oder Strukturierung steppenartiger oder mediterraner Pflanzungen und größeren Alpinarien verwendet werden.

In großen Pflanzgefäßen werden puristisch-reduzierte Ansätze unterstützt. Die Zwerg-Kiefer ist auch in Pflanzgefäßen gut winterhart.



'Glauca' wächst deutlich lockerer als 'Globe' mit höheren Blauanteilen in den Nadeln.

Kultur

Die Zwerg-Kiefer ist robust und anspruchslos. Sie gedeiht unter fast allen, möglichst sonnigen Bedingungen.

Nach der Etablierung werden Trockenphasen klaglos überstanden. Staunasse und verschattete Standorte sind dagegen ungünstig.



Die Wildform macht demgegenüber einen eher struppigen Eindruck.

Sorten:
  • Glauca: 2,0/3,5 m hoch/breit, langsam wüchsig, blau-grüne Nadeln, buschiger Wuchs
  • Glauca compacta: 1,0/2,0 m hoch/breit, langsam wüchsig, blau-grüne Nadeln, dicht-buschiger Wuchs
  • Globe: 2,0/2,0 m hoch/breit, langsam wüchsig, leicht grau-grüne Nadeln, kugeliger, dichter Wuchs
  • Nana: 3,0/3,0 m hoch/breit, langsam wüchsig, leicht bläulich-grüne Nadeln, kugeliger, dichter Wuchs

Bilder






Globe



Glauca

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Klein-Strauch
breit ausladend
rot
blau
Juni
Juli
grün
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Asien
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
sehr gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Heidegarten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren