Petasites japonicus / Japanische Pestwurz

Petasites_japonicus_-- Familie Asteraceae
Pflanzen pro qm 3.00

Beschreibung

Naturstandort

Petasites japonicus ist vom Osten Russlands über China und Korea bis nach Japan verbreitet.

Die Japanische Pestwurz wächst in feuchten bis nassen, zeitweise auch überschwemmten, stickstoffreichen, sonnigen Röhrichten und Hochstaudenfluren an Ufern.

Sie ist auch in halbschattigen bis absonnigen Bereichen von Feuchtwäldern verbreitet. 

Im Gegensatz zur heimischen Petasites hybridus werden basenarme Böden bevorzugt.

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Spätblüte mit beginnendem Blattaustrieb

Beschreibung

Petasites japonicus ist eine sommergrüne, durch Wurzelausläufer großflächig wachsende Staude von 60 bis 100 cm Höhe. Die Blätter sind außergewöhnlich groß.

Die grünlich creme-weißen Blütenstände erscheinen ab März vor dem Blattaustrieb. Die knospenden Blütenstände werden in Asien als Gemüse verzehrt.

Die sehr ähnliche, heimische Gewöhnliche Pestwurz (Petasites hybridus) unterscheidet sich v.a. durch die fleischfarbenen Blüten. Außerhalb von asiatischen Themengärten ist diese sicher zu bevorzugen und auch zuverlässiger zu beziehen.

Verwendungshinweise

Die Japanische Pestwurz ist ein auf stickstoffreichen, feuchten Böden in sonigen bis licht absonnigen Bereichen stark wuchernder Flächendecker. Die Art bildet hier unduldsame Einartbestände.

Eine Verwendung kommt auf solchen Standorten nur in großflächigen Parkanlagen in Bereichen in Frage, deren Pflege keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll.

In kleineren Situationen müsste zwingend mit einer Wurzelsperre gearbeitet werden. Das riesige Blatt lässt sich dann sehr effektvoll als auffälliges Struktruelement in exotische Schattengärten einbinden. Schön sind insbesondere Kombinationen mit Farnen, wintergrünen, kräftigen Waldgräsern, Bambus oder Schachtelhalmen.

In einem solchen Verbund fällt der frühe Rückzug der Japansichen Pestwurz schon im Spätsommer nicht so sehr ins Gewicht.

Kultur

Große Dominanzbestände der Japanischen Pestwurz unter exotischen Baumbeständen sind dann ein Anblick von kraftvoller Ruhe. Zu bedenken ist, dass solche Flächen relativ früh im Herbst zusammenbrechen und keinerlei Winterstruktur aufzuweisen haben.

Auf nur frischen Standorten werden die Flächen mitunter auch schon im Hochsommer langsam unansehnlich. Außerdem fressen zahlreiche Insekten gerne Löcher in die Blätter, was mitunter schon recht früh im Jahr freudlos wirken kann.

Sollen strukturreichere Vegetationsbilder erzeugt werden, ist eine Kombination mit den meisten Hochstauden nur unter Verwendung einer Rhizomsperre möglich. Kräftige Bambusarten widerstehen Petasites japonicus ebenfalls.

Sorten:
  • Giganteus: wuchskräftige, auf stickstoffreichen Böden bis 150 cm hohe Auslese (Handelsstandard)

Bilder





Petasites_japonicus_--


Petasites_japonicus_(4)


2803-2


2806-1

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
flächendeckend
60-100 cm Höhe
100-150 cm Höhe
grünlich-weiß
April
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
vorhanden
frisch
nass
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
starker Wurzeldruck
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
gut
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
unverträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Wasserrand/Sumpf
Gehölzrand/Staudenfluren