Paulownia tomentosa // Blauglockenbaum

Familie Paulowniaceae, Blauglockenbaumgewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Paulownia tomentosa
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Paulownia tomentosa: Der Blauglockenbaum kommt natürlicherweise im westlichen und zentralen China vor. In den nördlichen Verbreitungsgebieten besiedelt er die Tieflagen, in den Subtropen steigt er bis knapp 2.000 m üNN auf.

Paulownia tomentosa wird in China seit Langem kultiviert, so dass die natürlichen Vorkommen nicht mehr exakt nachzuvollziehen sind.

V.a. in den östlichen USA und teilweise in Australien ist er ein invasiver Neophyt. Auch in den wintermilden Regionen Europas sowie in Japan ist er neophytisch eingebürgert.

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Mitunter trifft man auch auf blasser blühende Exemplare.

Der Blauglockenbaum wächst v.a. als Pionierbaumart in bewegten Blockschutthalden (Ausschlagfähigkeit!), Waldrändern und Windbruchflächen. Als Kulturfolger ist er zudem häufig in ruderalen, gestörten Flächen wie Industriebrachen und Verkehrsböschungen zu finden.

Die Art ist ein Rohbodenpionier auf nahrhaften, durchlässigen, mäßig trockenen bis feuchten Böden in sonnig-warmen Lagen.

Die Substrate sind alkalisch bis schwach sauer. Die Stickstoffversorgung ist mäßig bis hoch.

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Die Form 'Lilacina' hat sogar fast weiße Blüten.

Beschreibung: Paulownia tomentosa ist ein sommergrüner, breitkroniger Baum, der am Naturstandort bis zu 20 m hoch wird. In Mittel-Europa erreicht er im Weinbauklima bis zu 15 m Höhe.

Auffällig sind die großen, hell blau-violetten, in Unterarten auch weißlichen Blütenrispen im Mai und die großen Blätter.

Nach einem tiefen Rückschnitt treibt die Art schnellwüchsige Langtriebe mit extrem großen Blättern.

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Schon Jungbäume haben aufgrund der extrem großen Blätter spektakuläres Potenzial.

Verwendungshinweise: Der Blauglockenbaum ist eine aparte Erscheinung, die als Solitärbaum aufgrund der ungewöhnlich großen Blätter und dem malerischen Wuchs nicht nur zur Blütezeit sehr attraktiv ist.

Nicht selten wird die Art aber auch regelmäßig zurückgeschnitten und als eine Art Großstrauch kultiviert. Die extrem großen Blätter an den jungen Langtrieben sind von ausgesprochen exotischer Wirkung und können in dieser Form sehr gut auch in kleineren exotischen Gärten eingesetzt werden. Blüten erscheinen an den Langtrieben allerdings nicht.

In der Baumform sollte der Art ausreichend Platz zu Nachbarbäumen eingeräumt werden, um ihre Wirkung voll entfalten zu können.

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Solche jährlich auf den Stamm zurückgeschnittene Formen erzeugen auch im Alter riesige Blätter und erfreuen sich einiger Beliebtheit.

Kultur: V.a. in der Jugend ist der Blauglockenbaum stark spätfrostgefährdet. Von einer Verwendung in winterrauhen Regionen sollte abgesehen werden. Auch in Wärmegebieten sollten nur kleinklimatisch begünstigte, windgeschützte Standorte vorgesehen werden.

Auf zu stickstoffreichen Böden leidet die Frosthärte ebenfalls unter dem unzureichenden Ausreifen der Jahrestriebe.

Mit Ausnahme der Wärmebedürftigkeit ist die Art ansonsten sehr anspruchslos und gedeiht auf allen durchlässigen, nicht zu sauren Böden gut und schnellwüchsig.

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'Lilacina' im Freistand mit natürlicher Kronenentwicklung.

Sorten:
  • Lilacina: weißliche Blüte, leicht mit Catalpa bignonioides zu verwechseln und weniger auffällig als die blaue Stammform

  • weiterführende Quelle: http://www.fs.fed.us/database/feis/plants/tree/pautom/all.html

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    Der Blütenschmuck kommt vor dem Laubaustrieb besonders stark zur Geltung.

    Bilder


















    Lilacina



    Lilacina



    Lilacina