Origanum majorana // Majoran

Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Origanum majorana
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort/Herkunft von Origanum majorana

Der Majoran stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum mit Schwerpunkt in der Türkei. Als wichtige mediterranes Küchen- und Heilkraut ist es praktisch im gesamten Mittelmmerraum und dem süd-östlichen Europa sowie dem Baltikum eingebürgert.

In Mitteleuropa tritt er nur unbeständig im Umfeld menschlicher Siedlungen gelegentlich auf.

Majoran ähnelt dem winterharten Oreganum vulgare. Unter rein optischen Gesichtspunkten lohnt ein Einsatz daher nicht.

Origanum majorana besiedelt sonnig-warme Schaftriften, flachgründige Felsköpfe und Gebüschränder.

Die humusarmen, oft anlehmigen Schotterböden sind stickstoffarm bis mäßig stickstoffreich. Sommerliche Trockenphasen treten regelmäßig auf.

In den höheren Berglagen des natürlichen Verbreitungsgebietes sind leichtere Fröste im Winter keine Seltenheit.

Beschreibung
Origanum majorana ist ein sommergrüner Halbstrauch, der in Mitteleuropa jedoch jährlich bodentief zurückfriert und - falls überhaupt - staudenartig wieder austreibt. Er erreicht am Naturstandort bis zu 80 cm Höhe, in Mitteleuropa bleibt er meist niedriger als 50 cm.

Er breitet sich unter sehr günstigen Bedingungen gerne durch unterirdische Wurzeltriebe in die Breite aus.

Das grüne Laub ist stark aromatisch und duftend. Es wird vor der Blüte als Küchengewürz geerntet.

Die rosa-violetten oder weißen Blütenstände erscheinen von Juni bis August und sind eine ausgesprochene Insektenattraktion.

Weiß blühende Formen mit eingeschränkter Zierwirkung sind mindestens so üblich wie rosa Formen.

Verwendungshinweise
Origanum majorana ist  - anders als sein robuster, heimischer Verwander Oreganum vulgare - nur für explizite Küchenkräuterbeete relevant, in denen auch tatsächlich geerntet werden soll.

Entsprechend ist er im Handel praktisch nur als Saatgut zu beziehen.

Kultur/Pflege von Origanum majorana

Der Majoran benötigt in Mitteleuropa die wärmsten und sonnigsten Plätze, die zur Verfügung gestellt werden können. Nur dann entwickelt sich sein Aroma vollständig.

Die Böden müssen gut drainiert sein. Humusanteile verkürzen die in Mitteleuropa ohnehin überschaubare Lebensspanne nochmals.

Die Winterhärte ist schwach und man darf nur in ausgesprochen wintermilden Regionen mit einer erfolgreichen Freilandüberwinterung rechnen.

Saatgut keimt bei gleichmäßiger Feuchte und Temperaturen um 20 Grad innerhalb von zwei Wochen willig. Ein vorhergehender Kälteimpuls ist nicht notwendig.

Bilder