Opuntia engelmannii / Feigenkaktus

Opuntia_engelmannii_var._engelmannii_feigenkaktus_24 Familie Cactaceae, Kakteengewächse
Pflanzen pro qm 20.00
Wikipedia Opuntia engelmannii
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Opuntia engelmannii: Dieser Feigenkaktus kommt in mehreren Unterarten in den süd-westlichen USA und dem nördlichen Mexiko in Höhenlagen von 300 bis 2.700 m üNN vor.

Opuntia engelmannii besiedelt Wüsten, Binnendünen, Kurzgras-Prärien und Trockensteppen auf sandigen oder skelettreich-durchlässigen Böden in (voll-)sonnigen Lagen. Die Standorte sind nicht zwingend so trocken, dass nicht z.B. Kiefern am Rande des Existenzminimums lückige Gebüsche bilden könnten.

Die Substrate sind stickstoff- und humusarm und reagieren alkalisch bis neutral. 



Opuntia engelmannii im Wintermodus

Beschreibung

Opuntia engelmannii ist eine immergrüne Kaktee, die in Mitteleuropa flache, meist niederliegende Wuchsformen von bis zu 40 cm Höhe zeigt. Unter optimalen Bedingungen recken sich die flachen Triebe auch bis zu 70 cm in die Höhe. Im Herkunftsgebiet können 150 cm erreicht werden. Sie ist damit eine der wüchsigsten Freiland-Opuntien.

Die je nach Unterart schwefel-gelben, zitronen- oder orange-gelben Blüten erscheinen im Juni/Juli.

Die reifen Kaktusfeigen nehmen eine dunkel-violette Färbung an und sind zierend, erscheinen aber in Mitteleuropa nur sehr spärlich. Sie sind prinzipiell essbar.

Die Opuntien schützen sich mit Dornen gegen Fressfeinde. Zusätzlich weisen sie feine, widerhakige Stachelhaare auf, die sich bei Kontakt sehr leicht lösen und umso schwerer aus der Haut wieder zu entfernen sind.

Für den Opuntia-Laien ähnlich sind die weiteren gehandelten Feigenkakteen Opuntia phaeacantha und Opuntia polyacantha, von denen es allerdings rosa blühende Varietäten gibt.

Verwendungshinweise

Opuntia engelmannii entwickelt sich am ansehnlichsten in die Höhe und baut so unter den "winterharten" Opuntien die bizarrsten, am Besten wahrnehmbaren Strukturen auf. Allerdings überzeugt auch diese Opuntie nur an wirklich gut geeigneten Standorten mit vitaler und exotischer Erscheinungen.

Sie kann in intensiv betreuten Anlagen in Trocken-Steppenanlagen, in exotischen Alpinarien und auf Trockenmauern in mediterranen Gärten eingesetzt werden. Am Naturstandort sieht man Opuntia engelmannii gerne zusammen mit Palmlilien wie Yucca baccata oder Agave parrasana stehen. Sehr schöne Verbinder zwischen diesen extrovertierten Charakteren sind niedrigere Trockengräser der Kurzgras-Prärien wie z.B. Bouteloua gracilis.

Pflanztröge oder Tuffsteine sind aufgrund ihrer Mobilität in den meisten Regionen die optimale Kulturform. Sie können im Winter leicht unter einen Dachüberstand verfrachtet werden und trotzen hier in völliger Trockenheit allen üblichen Frostgraden.

Kultur

Opuntien benötigen v.a. ausgesprochen gut drainierte, humusarme, mehr oder weniger neutrale Mineralböden in möglichst sonnigen Lagen. Windgeschützte, wärmebegünstigte Lagen, vorzugsweise im Regenschatten von Mauern und Gebäuden sind sehr zu empfehlen. Nur hier reicht die Jahreswärmemenge aus, um in wintermilden Regionen unbeschadet durch die Winter zu kommen.

Insbesondere vor winterlichen Niederschlägen müssen die Pflanzen aber generell geschützt werden. Wenn dies gelingt, sind sie überall sehr gut frosthart.

Auf nahrhaften Substraten ist die Art spürbar wüchsiger, neigt jedoch zum mastigen Wuchs und verliert aufgrund der ungenügend ausreifenden Triebe an Frosthärte.

Opuntia engelmannii bleibt über viele Jahre ansehnlich, da die Triebe erst nach Jahren verholzen und ihre breite Form zugunsten von Stammformen aufgeben.

Die Vermehrung ist denkbar einfach über abgetrennte und in Sand getopfte Triebe möglich.

Sorten:
  • var. linguiformis: ungewöhnlich lang gestreckte Triebe, die bis zu 100 cm Länge erreichen können (kaum im Handel)

Bilder





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var. engelmannii


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
horstartig
15-30 cm Höhe
niederliegend/kriechend
gelb
Juli
Blattfärbung Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt
blau-grün
zierend/strukturstark
ungiftig
essbar
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
Mittelamerika
BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
gut
Sehr hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
konkurrenzschwach
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Nebensortiment
winter-/immergrün
Felssteppen
Steppen