Ophiopogon japonicus / Japanischer Schlangenbart

Familie Asparagaceae, Spargelgewächse
Pflanzen pro qm 25.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Ophiopogon japonicus: Der Japanische Schlangenbart kommt vom Osten Chinas über Korea bis Japan vor. Nach Süden reicht die Verbreitung bis Vietnam und auf die Phillipien. Das Klima ist warm-gemäßigt bis tropisch. Ophiopogon japonicus wächst in mäßig trockenen bis frischen Wäldern und Gebüschen vor.

Er wächst in basen- und stickstoffärmeren Humusböden aller Art. Bevorzugt werden halbschattige bis licht schattige Lagen.

Der Japanische Schlangenbart (Ophiopogon japonicus) belohnt den geduldigen Gartenliebhaber mit dezent-biszarrem Habitus

Herbstliches Ensemble mit Farnen und Herbst-Steinbrech

Beschreibung: Der immergrüne Japanische Schlangenbart bildet durch kurze Rhizom-Ausläufer langsam rasig-dichte, bultige Bestände. Die Wuchshöhe liegt bei gut 20 cm.

Im Juli/August erscheinen weiße, eher unscheinbare Blütentrauben, die häufig unter dem Laub versteckt bleiben.

Die Beerenfrüchte sind metallisch-blau. Sie erscheinen im Detail betrachtet wunderschön, sind aber klein, wenige an der Zahl und weitgehend vom Laub verdeckt. Mit anderen Worten: ihre Zierwirkung ist unbedeutend.



Mit der Zeit werden auch die Wurzelteller von Großgehölzen erobert.

Verwendungshinweise: Ophiopogon japonicus hat einen ungewöhnlichen, grasartigen Habitus und kann in asiatischen, mediterranen Gärten oder in repräsentativen Anlagen sehr gut zur Unterpflanzung von Bäumen und Sträuchern oder in absonnigen Lagen von Mauern als verträglicher, langsam wüchsiger Bodendecker eingesetzt werden.

V.a. in größeren Gruppen oder gar flächig entstehen angenehm ruhige, dennoch nicht langweilige Situationen mit edler Ausstrahlung.

Die zwergwüchsige Auslese 'Minor' hat "weitstreifendere" Ausläufer und erzeugt mit den Jahren gleichmäßige Rasenflächen von edler Wirkung. Wer viel Zeit oder alternativ Geld aufbringen kann, lässt im lichten Schatten unter alten Bäumen großflächig Felsen umfließen. Wer sich hier etwas mehr Dynamik wünscht, bringt in gestaffelter Blühfolge Frühlingsgeophyten wie Elfenkrokus und den Hundszahn 'Pagoda' ein.



Wie ein Fell überziehen die Bulte des Schlangenbartes diese Steilhang im Jardim Tropical (Funchal/Madeira).

Kultur: In tief-schattigen Lagen überdauert die Art befriedigend, allerdings ist die Wuchskraft nochmals reduziert. Der Japanische Schlangenbart gedeiht auch auf dem Wurzelteller von Altbäumen, wächst hier aber ebenfalls extrem träge.

Trockenphasen mindern zwar die Wuchsgeschwindigkeit, tun der Vitalität aber keinen sichtbaren Abbruch. Auch lufttrockene Standorte beeindrucken nicht weiter.

Auch bezüglich der Bodeneigenschaften ist die Art sehr tolerant und gedeiht z.B. auch auf basenreichen oder humusarmen, feinerdereichen Schotttersubstraten.

Dennoch gilt: je höher der Wurzeldruck von Gehölzen ist, desto leichter sind Schlangenbart-Flächen von Wildkrautaufkommen frei zu halten, bis ein ausreichender Flächenschluss hergestellt ist. Nach dem Flächenschluss lassen die dichten Bestände recht wenig Wildkrautaufkommen zu. Dieses Ziel ist aber nur in intensiv betreuten Anlagen zu erreichen.

Windgeschützte Lagen zur Vermeidung von Frostschäden und vor Wintersonne geschützte Standorte sind ratsam.



Es dauert Jahre, bis sich 'Minor' zu einem einheitlichen Rasen zusammenfindet.

Sorten:
  • Minor: 10-20 cm hoch, dichtrasig
  • Silver Mist: 20 cm hoch, mit weißen Längsstreifen
  • Variegata: 10 cm hoch, mit weißen Längsstreifen

Bilder





















Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Staude
Gras
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
bis 15 cm Höhe
15-30 cm Höhe
weiß
grün
weiß
panaschiert
ungiftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
ganzjährig schattig
absonnig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
sehr gut
Mittel
aspektbildender Flächenfüller
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
winter-/immergrün
Gehölz/Wald