Nymphaea alba / Weiße Seerose

Familie Nymphaeaceae, Seerosengewächse
Pflanzen pro qm 0.50
Wikipedia Nymphaea alba
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Nymphaea alba (Weiße Seerose):


Nymphaea alba ist über ganz Europa bis in das europäische Russland verbreitet. In den Tieflagen ist sie häufiger als in Bergregionen.

Die Varietät Nymphaea alba var. minor ist eine kleinwüchsige Wuchsform, die in stickstoffärmeren Moorseen artenreiche Verlandungsbereiche mit Binsen, Fieberklee, Laichkräutern und Seggen bildet.

V.a. in West-Europa ist die Weiße Seerose häufig mit der Gelben Teichrose vergesellschaftet und dringt wie diese in stickstoff- und basenreicheren Stillgewässern und sehr langsam fließenden Fließgewässern bis in Wassertiefen von 3 (4) m vor.

Die Standorte sind vollsonnig bis sonnig.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (8)  Temperatur (6)  Kontinentalität (3)  Feuchte (11)  Reaktion (7)  Stickstoff (5)



Sehr schöne Verlandungszone mit Laichkräutern, Weißer Seerose und Sumpf-Seggen

Beschreibung

Nymphaea alba ist eine wuchskräftige Schimmblattpflanze. Die sommergrünen Schwimmblätter sind eirund. Im Flachwasser erheben sich dei Blätter um 30 bis 40 cm über den Wasserspiegel. Die optimale Entwicklung wird in Wassertiefen von 1 bis 1,5 m erzielt.

Die großen, rein-weißen Blüten mit den gelben Staubblättern im Zentrum erscheinen von Juni bis August und verströmen einen angenehmen Duft.

Die langsam kriechenden Rhizome lassen die Exemplare im Laufe der Zeit immer größere Flächen einnehmen.

Nymphaea alba in einer ruhigen Bucht der Havel bei Ketzin:



Es gibt Untersuchungen, nach denen ein Großteil der Naturvorkommen der Weißen Seerose mitlerweile mit Kultur-Seerosen hybridisiert ist (insbesondere mit der nordamerikanischen N. odorata). Auch mit der Kleinen Seerose (Nymphaea candida) werden natürliche Hybriden gebildet.

Verwendungshinweise

Die Weiße Seerose oder zumindest eine der unzähligen Hybriden fehlt praktisch in keinem Gartenteich, sie ist vermutlich in der Regel der Grund, weshalb überhaupt Gartenteiche angelegt werden. Und in der Tat erscheint jedes nicht zu kleine Stillgewässer ohne Seerosen irgendwie unvollständig.

Die Weiße Seerose kommt gleichermaßen in Naturgewässern als auch in großen, artifiziellen Wasserbecken sehr gut zur Geltung. Die für nicht zu nährstoffarme Moorgewässer und Wassertröge geeignete Variatät "minor" ist nur im ausgesuchten Spezialhandel erhältlich.

Im Handel gibt es zahlreiche Hybridformen. Die natürliche Eleganz der Wildform erreichen diese aber nicht, das gilt insbesondere für die rosa und rötlichen Formen.



Hier sieht man sehr eindrücklich, welche Flächen die einzelne Weiße Seerose erobert, wenn der Platz es hergibt.

Kultur

Die Kultur ist anspruchslos. In Wasserbecken müssen die Pflanzen regelmäßig gedüngt werden, außerdem empfiehlt sich alle 3-5 Jahre eine Teilung der Exemplare und Austausch des Pflanzsubstrates.

Im Flachwasser besteht die Gefahr von Frostschäden, die Rhizome dürfen nicht durchfrieren. In halbschattigen oder gar schattigen Lagen kümmert die Art und gelangt nicht zur Blüte.



Wer findet den sonnenbadenden Teichfrosch?

Sorten:
  • var. minor: schwachwüchsig, Wassertiefe 30 bis 70 cm, rein-weiße Blüte

Bilder






Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Wasserpflanze
Schwimmblattpflanze
flächendeckend
weiß
rosé-weiß
Juni
Juli
August
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
vorhanden
offenes Wasser
nicht austrocknend
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
organische Böden
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gewässer/Gewässerrand
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
Afrika
Nordafrika
sehr gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Stillgewässer
Kalkreich
Mesotroph
Nährstoffreich
Moorgewässer
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
sommergrün
Freiwasser