Narcissus triandrus // Engelstränen-Narzisse

Familie Amaryllidaceae
Pflanzen pro qm 150.00
Wikipedia Narcissus triandrus
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Narcissus triandrus:

Die Engelstränen-Narzisse stammt aus den Bergregionen der Iberischen Halbinsel und der Französischen Pyrenäen. Im Verbreitungsgebiet treten mehrere Unterarten auf.

Typische Wuchsorte sind Bergwiesen- und Weiden sowie Almmatten.

Sie wächst auf basenarmen, nährstoffreicheren und skelettreichen, aber zumindest im Frühling ausreichend wasserversorgten Böden. Bevorzugt werden vollsonnige bis sonnige Lagen.



'Thalia' ist eine der elegantesten Narzissen überhaupt und blüht hier zusammen mit Prunus serrulata und Lunaria annua.

Beschreibung: Die Wildform der Engelstränen-Narzisse ist ein zierlicher, etwa 25 cm hoher, vorsommergrüner Zwiebelgeophyt. Durch Tochter-Zwiebeln entstehen mit der Zeit kleine Horste.

Die weißen bis creme-gelben, stark nickenden Blüten stehen zu zweit bis sechst an einem Stiel und haben eine weit zurückgebogene Hauptkrone. Die Engelstränen-Narzisse blüht recht ausdauernd, bei den weißlichen Variatäten sind sogar die verblühten Blüten noch einige Zeit lang zierend.

Im Handel sind eine ganze Reihe meist wuchskräftigerer Auslesen bzw. Hybriden erhältlich, deren äußere Krone in der Regel weniger stark zurück gebogen ist. Einige Sorten duften während der Blüte.



Die etwas zierlichere 'Stint' zusammen mit 'Thalia'.

Verwendungshinweise: Die Engelstränen-Narzissen gehören zu den Narzissen-Formen, die bedenkenlos auch in anspruchsvollen Gestaltungsansätzen verwendet werden können.

Durch die zarten, ungewöhnlichen Blütenformen, die zurückhaltenden Farben und die weniger inflationäre Verwendung bestehen gute Einsatzmöglichkeiten in der Nähe historischer oder moderner Gebäude vor sonnigen Mauern und Gehölzen oder in wiesenartigen Anlagen.

Die Engelstränen-Narzisse kommt am Besten zur Geltung, wenn sie sich im flächenhaften Einsatz über niedrige Gräser erheben kann. Die Wildform kann auch in möglichst kalkarmen Alpinarien eingesetzt werden.

Bei Kübelkultur ist ein Durchfrieren des Ballens zu vermeiden, ungünstig sind auch Frost-Tau-Wechsel.



'Thalia' großflächig in einer wiesenartigen Matrix aus Sesleria autumnalis

Kultur: Ein Einsatz in licht-halbschattigen Bereichen ist gerade noch möglich. In absonnigen Lagen nimmt der Anteil blühender Individuen schon im zweiten Jahr nach der Pflanzung deutlich ab und endet mittelfristig in sterilen Kümmerformen. Auch kräftige wintergrüne Gräser oder früh austreibende Hochstauden als Begleiter werden eher früher als später auch die kräftgeren Hybridformen ausdunkeln.

Die Wildart und wildartnahen Auslesen sind nicht allzu ausdauernd und gehen in nassen Wintern nicht selten verloren. Die neueren Auslesen und Hybriden sind robuster und ausdauernder. Sie können auch auf basenreicheren Böden verwendet werden.

In winterrauhen Regionen sollten vor winterlichen Nord-Ostwinden und tiefen Spätfrösten geschütze Lagen gewählt werden. Sehr hilfreich sind gut drainierte, im Idealfall sogar erhöhte Wuchsorte mit sehr gutem Wasserabzug. Es ist überhaupt nicht abträglich, wenn die Substrate im Sommer ausgesprochen trocken fallen. Viele Hybridformen vertragen es aber auch, wenn sie ganzjährig frisch oder gar ziemlich feucht stehen.



'Thalia' in einer klassischen Parkanlage.

Sorten:
  • Hawera: kleinwüchsige Hybride m. N. jonquilla, bis 20 cm hoch, 4-6 zitronen-gelbe Blüten, sehr lange Blühphase, nur mäßig ausdauernd aber preisgünstig
  • Petrel: kleinwüchsige Sorte, bis 25 cm hoch, 3-5 hell creme-weiße Blüten
  • Stint: bis 30 cm hoch, 2-3 duftende, hell zitronen-gelbe Hauptkrone und gold-gelbe Nebenkrone
  • Thalia: Hybride mit Großkroniger Narzisse, bis 40 cm hoch und trotzdem grazile Erscheinung, 2-3 sehr stark duftende, hell creme-weiße Blüten (Handelsstandard), robust und in sonnigen Lagen anspruchslos zu kultivieren
  • Bilder






    'Thalia'



    'Thalia'



    'Hawera'



    'Stint'



    'Stint'



    'Thalia'



    'Thalia'



    'Thalia'



    'Thalia'

    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Zwiebel/Knolle
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    15-30 cm Höhe
    weiß
    hell-gelb
    gelb
    Mai
    grün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    giftig
    vorhanden
    mäßig trocken
    frisch
    gut drainiert
    sommertrocken
    vollsonnig
    sonnig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    poröser Schotter
    keine Bodenverdichtung
    stark sauer
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Mittelgebirge (montan)
    Südeuropa
    mediterraner Schwerpunkt
    gut
    Gering
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    aspektbildender Flächenfüller
    verträglich
    Mediterraner Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Steingarten/Alpinum
    Steppenpflanzung
    für Pflanzgefäße geeignet
    Duftgarten
    Duft ausgeprägt
    öffentliches Grün
    Grünanlagen geringer Pflegestufe
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Rabatte
    Wiese/Prärie
    Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Hauptsortiment
    vorsommergrün
    Alpinum
    Wiesen
    Felssteppen