Monarda-Hybride / Indianernessel

Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 5.00
Wikipedia Monarda-Hybride

Beschreibung

Herkunft der Monarda-Hybride: Es handelt sich um Züchtungen auf Basis von Monarda didyma, Monarda fistulosa und Monarda media.

Die Elternarten besiedeln Waldlichtungen und Waldränder, Frisch- und Feucht- und Auwiesen in sonnigen bis licht absonnigen Lagen. Monarda fistulosa kommt auch in sommerlich mäßig trockenen Hochgrasprärien und in einer Varietät sogar in den trockeneren Kurzgras-Prärien vor.



Monarda 'Schneewittchen' und Agastache foeniculum passen sowohl standörtlich als auch optisch sehr gut zueinander.

Beschreibung: Monarda-Hybriden sind sommergrüne, breit-horstige Stauden. Sie erreichen Wuchshöhen zwischen 70 und 140 cm. Die meisten Hybriden sind nicht sonderlich ausdauernd und bauen ab dem dritten Standjahr merklich ab.

Sehr charakteristisch sind die Blütenköpfe mit den farbigen Hochblättern und den weißen, rosa, pinken bis roten Kronblättern. Die Blütezeit liegt im Hochsommer. Die Blütenköpfe werden rege von Insekten frequentiert. Die kugeligen Samenstände sind zierende Winterstrukturen.

Das Laub duftet aromatisch würzig bis minzig. Es wird ebenso wie die Blüten zum Würzen von Speisen oder für Teeaufgüsse verwendet.



Monarda 'Prärienacht' im Nordamerika-Prachtstaudenbeet mit Phlox und Goldrute

Verwendungshinweise: Monarda-Hybride sind recht auffällige Erscheinungen, die v.a. in Kräutergärten und aufgrund ihres romantisierender Habitus auch in ländlich/bäuerlichen Gärten zu überzeugen wissen.

Sie sind aber ebenso gut geeignet für Rabatten oder in Pflanzgefäßen auf Balkonen und Terrassen.

In naturalistischen, prärieartigen Anlagen oder lichten Waldrandsituationen wirken auch die Hybriden überzeugend, weil sie sich charakterlich von ihren Elternarten nicht entfernt haben.



'Elsie's Lavender' zeigt hier leichte Trockenstresssymptome. Dennoch überzeugt sie zusammen mit ruderalen Stauden wie Drüsenblättriger Kugeldistel.

Kultur: Monarda-Hybriden sind auf allen guten Gartenböden, die möglichst nicht austrocknen, problemlos zu kultivieren. Sie können auch in voller Sonne gehalten werden, benötigt dann aber fast überall Bewässerung in regenarmen Phasen.

Trockenstress ist der Vitalität abträglich, sie neigen dann zum Verkahlen im unteren Stengelbereich und die Pflanzen sehen schon früh im Sommer mitgenommen aus.

Die Beseitigung der Blüten vor dem Samenansatz steigert ebenfalls die Vitalität und Ausdauer. Andernfalls kommt es gelegentlich zur Selbstversamung, die nicht zwingend sortenecht erfolgt. Die Vermehrung ist auch über Kopfstecklinge von Mai bis August leicht möglich.



'Beauty of Cobham'

Mitunter werden Monarda-Fistulosa-Hybride von Mehltau befallen. Dies wird v.a. auf verdichteten, staufeuchten Substraten, bei hoher Luftfeuchtigkeit und geringer Luftzirkulation begünstigt. Aber auch vitalitätsgeminderte Exemplare - z.B. durch Trockenstress - sind anfällig für den Pilz.

Im Gegensatz zu den botanischen Arten macht es Sinn, die Hybriden nach der Blüte bodentief zurückzunehmen. Sie bilden dann im Folgejahr mehr Triebe aus. Allerdings verzichtet man damit auf eine interessante Winterstruktur.

Lässt die Vitalität und Blühfreude nach etwa vier Jahren nach, hilft es, die Horste zu teilen und neu zu setzen.



'Ou Charme'

Sorten:
  • Beauty of Cobham: Blüten blass violett-rosa, bis 100 cm hoch
  • Blaustrumpf: Blüten intensiv violett-rosa, bis 120 cm hoch
  • Elsie´s Lavender: Blüten blass violett-rosa, bis 140 cm hoch
  • Fishes: Blüten zart-rosa, bis 120 cm hoch
  • Gardenview Red: Blüten leuchtend rot, sehr ähnlich M. didyma, bis 140 cm hoch
  • Gewitterwolke: Blüten kräftig violett-scharlach-rot, bis 100 cm hoch
  • Häuptling: purpur-rot, bräunlich-rotes Laub, bis 100 cm hoch
  • Kardinal: Blüten kräftig purpur-rot mit braun-roten Hochblättern, bis 100 cm hoch
  • Oh Charme: rosa mit leichten Aprikot-Anteilen, purpur-violette Hochblätter, bis 100 cm hoch
  • Prärienacht: kräftig violett-rosa Blüten, kompakter, dicht-gedrungener Wuchs
  • Schneewittchen: Blüten rein-weiß mit grünen Hochblättern, bis 100 cm hoch
  •  x tetraploid: Blüten rein-rosa, bis 70 cm hoch, Laub deutlich nach Rosen duftend



Rote Sorten wie 'Squaw' erinnern stark an Monarda didyma.

Bilder






Prärienacht






Beauty of Cobham



Elsie's Lavender



Elsie's Lavender



Oh Charme



Oh Charme



Prärienacht



Beauty of Cobham



Prärienacht



Schneewittchen



Schneewittchen



Squaw



Squaw

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
100-150 cm Höhe
weiß
rot
rosa
violett
rosé-weiß
pink
Juli
August
grün
rötlich
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
ausgeprägt
frisch
nicht austrocknend
vollsonnig
sonnig
halbschattig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
wintermilde Lage
Warmlagen
Zuchtform
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Ländlicher Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
für Pflanzgefäße geeignet
Duftgarten
Duft ausgeprägt
Rabatte
Insektenweide
Wiese/Prärie
Hauptsortiment
sommergrün
zierende Winterstruktur
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren