Moltkia petraea / Felsen-Moltkie

Moltkia_petraea_felsen-moltkie_11 Familie Boraginaceae, Raublattgewächse
Pflanzen pro qm 8.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Moltkia petraea (Felsen-Moltkie):


Moltkia petraea besiedeltin Dalmatien und auf dem südlichen Balkan flachgründige Kalkfelsköpfe und Kalkfels-Spalten.

Die Felsen-Moltkie liebt vollsonnige Warm- bzw. Hitze-Lagen.

Die Standorte trocknen auch im Winter und Frühjahr rasch ab und sind v.a. im Sommer trocken. Die kalk- und basenreichen Substrate sind ausgesprochen stickstoffarm.



In engen Spalten zwischen sonnigen Felsen fühlt sich Moltkia petraea wohl.

Beschreibung

Die Felsen Moltkie ist ein sommergrüner Halbstrauch von 30 (40) cm Wuchshöhe und rundlich-buschigem Habitus.

Das Laub ist dunkel-grün mit leichtem Graustich. Es verfärbt sich im Winterhalbjahr aber nicht silbrig, wie man es vom Lavendel kennt.

Die violett-blauen Blüten stehen in traubigen Wickeln und erscheinen an optimalen Standorten zahlreich von Anfang Juni bis Mitte Juli.

Aus der Nähe erkennt man die typische Blütenform der Raublattgewächse:



Verwendungshinweise

Moltkia petraea ist eine selten verwendete, ungewöhnliche und aparte Wahl für alle, die mal etwas anderes als Lavendel ausprobieren möchten.

Zumindest dort, wo erhöhte Standorte zur Verfügung stehen, kann die Felsen-Moltkie ihre Stärken auch ausspielen.

Dies gilt insbesondere für Trockenmauerköpfe und Felsköpfe in Alpinarien oder Trogbepflanzungen auf Terrassen und Balkonen.

Blau-Weißes Alpinum mit Felsen-Moltkie (Moltkia petraea) und Laserkraut.

Die Kombination mit weißen Doldenblütlern - hier Laserpitium spec. - weiß zu gefallen.

Kultur

Vtale und ansprechende Exemplare können nur in windgeschützten, vollsonnigen und ausgesprochen wärmebegünstigten Standorten erwartet werden. Auf zudem stark drainierten, auch im Winter nicht feuchten Schotterböden ist die Felsen-Moltkie dann auch ausreichend winterhart.

Auf stickstoffreichen Substraten neigt die Art zum Vergeilen, entwickelt einen unnatürlichen Habitus und verliert aufgrund der ungenügenden Ausreifung der Triebe stark an Winterhärte. Staunässe führt rasch zum Totalverlust.

Unter den genannten Extrembedingungen ist die Art dennoch mit vertretbarem Aufwand zu kultivieren. Allerdings ist die Etablierung von Ballenware auf Felsköpfen und schwierig bzw. ohne Bewässerung während der ersten ein- oder zwei Sommer nicht sehr wahrscheinlich.

Bilder





Moltkia_petraea_felsen-moltkie_11


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Moltkia_petraea

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
horstartig
15-30 cm Höhe
30-60 cm Höhe
blau
Juni
Juli
dunkel-grün
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
sehr arme Böden
arme Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
Süd-Osteuropa
sehr gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Insektenweide
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Felssteppen