Malus x atrosanguinea / Blüten-Apfel, Karmesinroter Apfel

Malus_x_atrosanguinea_bl%c3%bcten-apfel_2018-11 Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 1.00

Beschreibung

Herkunft von Malus x atrosanguinea: Der Blüten-Apfel ist eine Zuchtform. Die beteiligten Elternarten sind Malus halliana und Malus toringo.

Beide Eltern stammen aus dem aus dem östlichen China und werden dort bereits seit Jahrhunderten kultiviert. Unzweifelhafte Wildvorkommen sind nicht belegt.



Malus x atrosanguinea stilvoll in klassischem Parkambiente

Beschreibung

Der Blüten-Apfel ist ein sommergrüner, kurz- oder mehrstämmiger Kleinbaum mit rundlicher, im Alter breit ausladender Krone oder mehrstämmiger Großstrauch von 4 bis 8 m Höhe.

Die Blüten sind rötlich-rosa bis karminrot und erscheinen zahlreich im Mai. Anders als z.B. bei Malus floribunda, der mitunter ebenfalls rosa-rote  Knospen aufweist, hellt sich die Blütenkrone nicht auf. 

Im Herbst entwickeln sich mitunter Massen kleiner, roter oder gelb-roter Äpfel. Sie können für die Herstellung von Fruchtgelees verwendet werden. 

Noch intensiver rot gefärbte Blüten weist Malus x purpurea auf.



Die Laubblätter sind im Austrieb bronze überlaufen.

Verwendungshinweise

Malus x atrosanguinea ist ein beliebter Zierapfel, der im urbanen Raum in größeren öffentlichen Grünanlagen verwendet werden kann. Neben dem üppigen Blütenschmuck spricht hier auch der zierende, bis in den Winter hinein haftende Fruchtschmuck für einen Einsatz.

Im Sommer ist er unscheinbar, wobei alte Hochstämme bei fachmännischem Schnittregime einen malerischen Habitus entwickeln.

In ländlichen Regionen führt dagegen weder im öffentlichen Raum noch in privaten Gärten an echten Apfelbäumen (Malus domestica) ein Weg vorbei.



Ein Malus x atrosanguinea auf dem Weg zur Persönlichkeit

Kultur

An die Kulturbedingungen stellt der Blüten-Apfel geringe Ansprüche. Günstig sind geleichmäig wasserversorgte, nicht zu schwere Lehmböden in sonniger Lage.

Die Winterhärte ist überall in Mitteleuropa sehr gut.



Die Früchte haften lange und produzieren kaum Fallobst.

Schnittmaßnahmen sind im Grunde nur erforderlich, um einen malerischen Habitus bei Stammformen zu erzielen. Mehrtriebige Baumformen setzen sich aus idealerweise drei grundständigen Hauptstämmen und jeweils zwei bis vier Hauptästen zusammen. Nach innen oder steil nach oben wachsende Seitenäste werden beseitigt. Triebspitzen können ausgelichtet werden, wenn sie unter der Fruchtlast zu stark herabhängen.

Der ideale Schnittzeitpunkt ist nach der Blüte. Nur kräftige Verjüngungsschnitte überalterter Haupttriebe erfolgen vor der Blüte.

Bilder





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Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Zierwert Frucht
Strauch
Großstrauch
Baum
Kleinbäume
rot
rosa
Mai
dunkel-grün
zierend/strukturstark
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
vorhanden
frisch
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Zuchtform
befriedigend
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Repräsentative Gärten
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hecken
Freie Blütenhecke
Handelsgängigkeit Belaubung
Hauptsortiment
sommergrün