Maianthemum bifolium // Zweiblättrige Schattenblume

Familie Asparagaceae, Spargelgewächse
Pflanzen pro qm 15.00
Wikipedia Maianthemum bifolium
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Maianthemum bifolium: Die Zweiblättrige Schattenblume kommt vpraktisch in ganz Eurasien vor. In Europa fehlt sie im östlichen Balkan und Griechenland, in Asien südlich des Himalayas.

In Deutschland und der Schweiz ist sie in allen Naturräumen stetig vertreten.

Maianthemum bifolium besiedelt von den Tiefebenen bis in subalpine Höhenlagen bodensaure, stickstoffarme und frische Wälder in schattigen Lagen. Häufig ist sie in beerstrauchreichen, montanen Kiefern-Fichten-Wäldern, bodensauren Eichenwälder und   Hainsimsen-Buchen-Wäldern des Tieflandes vor.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)   ... zur Legende
Licht (3)  Temperatur (-)  Kontinentalität (6)  Feuchte (5)  Reaktion (3)  Stickstoff (3)



In Kultur können dichte Teppiche entstehen.

Beschreibung

Maianthemum bifolium ist eine sommergrüne, durch Ausläufer rasch teppichartige Bestände aufbauende Staude von gut 10 cm Höhe. Charakteristisch sind die herzförmigen Blätter mit den ausgeprägten Blattnerven.

Die weißen Blütenrispen im Mai/Juni sind relativ unauffällig. Die roten, giftigen Früchte erscheinen meist nicht so zahlreich, dass sie einen nennenswerten visuellen Effekt hätten.

Verwendungshinweise

Die Zweiblättrige Schattenblume ist ein unspektakulärer Bodendecker, der ergänzend in naturnahen Wald- und Parkanlagen in schattigen Lagen unter Bäumen verwendet werden kann.

In Kombination mit anderen Frühlingsgeophyten, zarten Farnen und Waldgräsern ergeben sich ansprechende Bilder. In montanen Tannen-Fichten-Wäldern ist sie z.B. gerne mit Rippenfarn, Sauerklee, Quirlblättrige Weißwurz oder Heidelbeere vergesellschaftet.



Waldmeister sollte nur auf stickstoffärmeren Böden kombiniert werden.

Kultur

Auf schattigen, sauren und nährstoffarmen Böden ist die Art recht pflegeleicht und kann sich lange Zeit auch ohne gärtnerische Unterstützung halten. Auch gelegentliche Trockenphasen im Sommr schaden ihr nicht nachhaltig.

Unter Kulturbedingungen werden auch basenreiche Substrate vertragen. Bei guter Wasser- und Stickstoffversorgung werden die Bestände üppiger und wüchsiger, geraten aber stärker unter Wildkrautdruck.

Bilder












Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
bis 15 cm Höhe
weiß
Mai
grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
giftig
unbedeutend
frisch
sommertrocken
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
ganzjährig schattig
absonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
stark sauer
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
Zentral-Asien
befriedigend
Mittel
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Laubwälder
Buchenwälder
Moderbuchenwälder
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Fichtenwälder
Zwergstrauchreiche Tannen-Fichtenwälder
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald