Magnolia kobus / Kobushi-Magnolie

Magnolia_kobus_kobushi-magnolie_12 Familie Magnoliaceae
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Magnolia kobus

Beschreibung

Naturstandort von Magnolia kobus (Kobushi-Magnolie):


Magnolia kobus stammt aus frischen bis feuchten Bergwäldern Japans, wo sie bevorzugt in absonnigen Hangwäldern wächst.

Die Standorte sind reltativ nahrhaft und meist basenarm. Die Substrate sind dauerhaft frisch bis sickerfeucht, tiefgründig und durchlässig.



Die Kobushi-Magnolie kann gut zum Hochstamm erzogen werden.

Beschreibung

Die Kobushi-Magnolie ist in ihrer Heimat ein über 20 m hoher Baum, der in Mitteleuropa aber kaum höher als 10 m wird.

Der Habitus ist rundlich bis eiförmig, die reich verzweigten Äste sorgen im Alter für einen malerischen Wuchs.

Die rein-weißen Blüten erscheinen im April/Mai vor dem Blattaustrieb und sind etwas spätfrostgefährdet.

Die Herbstfärbung ist zierend gelb.



Halbstämme oder auch mehrstämmige Exemplare entwickeln rasche eine malerisch-schirmförmige Krone.

Verwendungshinweise

Magnolia kobus ist eine der apartesten Magnolien-Arten, die sich im Gegensatz zu vielen Hybridformen durch einen zarten, fernöstlich anmutenden Wildartencharakter auszeichnet.

Sie kann sehr gut als Solitär vor Hauswänden und hohen Mauern, in Innenhöfen und auf Stadtplätzen verwendet werden. In parkartigen Anlagen entfaltet die Kobushi-Magnolie auch in Gehölzgruppen eine zauberhafte Wirkung und gibt Waldrändern eine exotische Note.

In sehr großen Pflanzgefäßen können in repräsentativen, intensiv gepflegten Anlagen und großen Terrassen aparte Bilder erzielt werden. Allerdings darf der Wurzelballen im Winter keinesfalls durchfrieren.

Vereinzelt wird die Art auch als Straßenbaum verwendet, was ebenfalls reizvolle Situationen hervorrufen kann. Dieser Einsatz will aber sorgfältig abgewogen werden und dürfte bei den zuständigen Straßen- und Grünflächenämtern oftmals auf Skepsis stoßen. Außerhalb niederschlagsreicher Regionen auch nicht ganz zu Unrecht.



Die Herbstfärbung ist so oder so ansprechend.

Kultur

Die Standorte sollten windgeschützt und wärmebegünstigt gewählt werden. Die Art ist zwar recht winterhart, entwickelt sich aber an milden Standorten vitaler.

Staunässe verträgt die Kobushi-Magnolie besser als die meisten anderen Magnolien, austrocknende Böden führen dagegen auch bei ihr zu spürbaren Vitalitätsverlusten.



Die reifen, roten Fruchtstände sind als Detail ansehnlich, aber nicht so zahlreich, dass sie ein echtes Argument für die Verwendung von Magnolia kobus wären.

Sorten:
  • var. borealis: wüchsige, bis 15 m hohe Varietät aus dem Norden des Verbreitungsgebietes mit etwas höherer Winterhärte



Erfahrungen mit der Kobushi-Magnolie müssen noch gesammelt werden.

Bilder





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Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Baum
Kleinbäume
breit ausladend
weiß
April
Mai
grün
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
vorhanden
frisch
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
sehr gut
Gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Straßenbäume
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren