Lilium candidum / Modonnen-Lilie

Lilium_candidum_modonnen-lilie_11 Familie Liliacea, Liliengewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Lilium candidum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Lilium candidum (Modonnen-Lilie: Lilium candidum stammt ursprünglich vom Balkan und aus dem östlichen Mittelmerraum von Griechenland bis Klein- und Vorderasien. Durch die Jahrtausende währende Kultivierung ist die Art heute im gesamten Mittelmeerraum und auf den Kanaren sowie im nördlichen Mexiko als eingebürgerter Archeophyt zu betrachten (Karte der Gesamtverbreitung).

Die Madonnenlilie wächst in lichten Hartlaubgebüschen auf skelettreichen, durchlässigen und basenreichen Lehmböden.

Die Standorte sind stickstoffärmer bis mäßig stickstoffreich, im Frühjahr frisch und im Sommer trocken.



Prächtige Lilium candidum in uninspiriertem Einsatz

Beschreibung

Lilium candidum ist eine Zwiebelpflanze, die in Blüte Höhen von bis zu 130 cm erreicht. Die Zwiebel liegt nur 2-3 cm unter der Erdoberfläche.

Aus einer wintergrünen, buschigen Rosette, treibt im Frühling ein kräftiger Blütenstengel mit großen, strahlend-weißen Blüten im Juni. Die Blüten duften leicht.

Nach der Blüte zieht das Laub vollständig ein und treibt Laufe des Septembers neu aus, so dass das Laub den Winter grün überdauert. Zum Winterende sterben diese Blätter aber oft ab und werden im Frühling durch einen erneuten Blattaustrieb ersetzt (Zeichnerische Bestimmungshilfe).

Von Ähnlicher Erscheinung sind die viel häufiger verwendeten Asiatischen Lilien-Hybriden, insbesondere weiße Sorten kann man flüchtignen Blickes mit Madonnen-Lilien verwechseln. Insgesamt sind die Asiatischen Hybriden aber niedriger, kompakter im Wuchs und die großen Blüten der farbkräftigen Sorten sind plakativer.



Prächtige Madonnen-Lilien in inspiriertem Einsatz zusammen mit Garten-Feinstrahl, Bleicher Schwertlilie und Großblättriger Wucherblume.

Verwendungshinweise

Die Madonnenlilie ist eine historische Zierstaude mit hohem Symbolwert insbesondere in der christlichen Kulturgeschichte. Als solche ist sie eine gute Art für Klostergärten und Bauerngärten oder auch mediterrane Gestaltungsansätze.

Sie kommt auch sehr schön in naturhaften Steppenpflanzungen zwischen Gräsern wie dem Berg-Reitgras (Calamagrostis varia) zur Geltung. Dazu passen natürlich alle der bekannten oder auch weniger bekannten mediterranen Halbsträucher.

Ambitionierte Gärtner könnten z.B. einmal auf das Strauch-Brandkraut (Phlomis fruticosa) oder den Lavendelblättrigen Salbei (Salvia lavandulifolia) zurückgreifen. Man muss nur aufpassen, dass diese Wintergrünen die Rosetten der Madonnen-Lilie nicht übermäßig verschatten.

Blütenpartner brauchen die wirkmächtigen Madonnen-Lilien nicht unbedingt an ihrer Seite. Interessante Partner sind aber z.B. die diversen Fingerhüte mit bräunlichen Blütenkerzen wie der Kleinblütige Fingerhut (Digitalis parviflora).

Ansehnlich sind auch blaue Blütenpartner, insbesondere die Wegwarte (Cichorium intybus) bietet sich hier an. Beide sieht man auch im Herkunftsgebiet der Madonnen-Lilie gemeinsam blühen.



Man kann die Madonnen-Lilie aber auch gut mit mediterranen Elementen unterpflanzen. Hier sehen wir eine stimmige Mischung aus Muskateller-SalbeiOregano, Heiligenkraut und Woll-Ziest .

Kultur

Lilium candidum ist in warmen, windgeschützten Standorten auf gut drainierten und nicht zu stickstoffreichen Standorten recht pflegeleicht. Sommerliche Trockenheit macht ihr nichts aus, sondern steigert im Gegenteil ihre Konkurrenzkraft gegen Wildkräuter.

Sie kann sowohl vollsonnig wie an besonders wämebegünstigten Standorten auch im lichten Halbschatten eingesetzt werden.

Auf zu nahrhaften Böden und auch über den Sommer frischen Böden wächst die Art mastig und ist v.a. im Winter durch Nässe und schlecht ausreifendes Winterlaub frostgefährdet. In winterrauhen Regionen empfiehlt sich ein leichter Schutz durch Reisig.

Die Pflanzung sollte spätestens im Laufe des Septembers erfolgen, um ausreichend Frostsicherheit herzustellen zu können. Eine Pflanzung im Frühjahr ist ebenfalls möglich.



Winterblätter

Bilder





Lilium_candidum_modonnen-lilie_11


Lilium_candidum_madonnen-lilie_05.06.18

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
100-150 cm Höhe
weiß
Juni
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
vorhanden
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Kleinasien
Vord. Orient
gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Ländlicher Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
Klostergarten
Duft ausgeprägt
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
vorsommergrün
Alpinum
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