Lavandula x chaytoriae // Silber-Lavendel

Familie Lamiaceae, Schmetterlingsblütler
Pflanzen pro qm 5.00

Beschreibung

Herkunft von Lavandula x chaytoriae:

Der Silber-Lavendel ist eine nur in Kultur vorkommende Arthybride zwischen Lavandula lanata und dem gartenüblichen Lavandula angustifolia. Möglicherweise ist in einigen Zuchtlinien auch Lavandula dentata beteiligt. Letztere bringt leicht gezähnte Blattränder ein.

Am Naturstandort besiedeln die Elternarten vollsonnige, baumfreie Schaftriften auf skelettreichen, humusarmen Böden.

Lavandula lanata kommt nur im Süden Spaniens in Höhenlagen von 1.000 bis unter 2.000 m üNN vor und ist nicht winterhart.

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Silber-Lavendel im Kräutergarten.

Beschreibung: Der Silber-Lavendel ist ein in Blüte etwa 40 cm hoher, buschiger Halbstrauch. Im Gegensatz zum üblichen Lavandula angustifolia ist das Laub ganzjährig ausgeprägt silbrig-grau.

Die schlanken Blütenähren sind meist tief violett-blau. Sie erscheinen ausdauernd von Juni bis Ende September.

Das Laub verströmt ganzjährig einen aromatisch-würzigen Duft.

Im Handel wird die Art auch unter Lavandula x lanata geführt. Kreuzungen von Lavandula lanata und Lavandula dentata werden als "Lavandula x ginginsii" bezeichnet, sind so aber wohl nicht im Handel. Die Übergänge zwischen den Sektionen scheinen recht fließend zu sein.

Verwendungshinweise: Der Silber-Lavendel ist nur sehr selten in Mitteleuropa in Kultur, was sicherlich auf seine als stark eingeschränkt geltende Winterhärte zurück zu führen ist. Das sollte man aber differenzierter betrachten und muss keineswegs als Ausschlusskriterium betrachtet werden (s.u.). In erster Linie ist er die vielleicht schönste Form der Lavendel-Kultur.

Mit seinem ganzjährig silbrigen Laub und den dazu sehr schön kontrastierenden, dunklen Blütenständen sowie dem sehr kompakten Wuchs weist er einige ästhetische Vorzüge auf und sorgt zudem für Neugierde beim Betrachter.

Unter Berücksichtigung einiger Standortanforderungen kann ein Freilandeinsatz in mediterranen Anlagen und steppenartigen Situationen in allen nicht betont winterkalten Regionen gewagt werden.

Ansonsten bleibt die Topfkultur mit weitgehend frostfreier, heller und trockener Überwinterung eine gute Option.

Im Handel sind einige Sorten im Direktversand erhältlich.

Kultur: Lavandula x chaytoriae benötigt (voll-)sonnige, wärmebegünstigte Standorte. Gut geeignet sind schottrige Substrate oder reine Sandböden vor windgeschützten Süd-Mauern. Wo mit hohen winterlichen Niederschlägen zu rechnen ist, empfiehlt sich ein Regenschutz, um den Wurzelballen trocken zu halten. Winterliche Feuchte ist schädlicher als tiefe Frostgrade. Auf sehr stickstoffarmen, wintertrockenen Sand- oder Schottersubstraten zeigt sich die Sorte 'Richard Grey' auch nach einer wochenlangen Frostphase mit Tiefsttemperaturen von -18 Grad vollkommen unbeeindruckt.

Hilfreich ist auch, die Pflanzen auf kleine Erhöhungen oder oberseits von Trockenmauern und Steilhängen zu pflanzen, um einen guten Wasserabzug zu gewährleisten. Im Jahr der Pflanzung muss dann zwar einige Wochen gewässert werden, nach der Etablierung ist die Art auf solchen Trockenstandorten aber pflegeleicht.



Durch die kräftig blaue Blüte und das auch zur Blüte silbrige Laub entsteht ein schöner Kontrast.

Humose Bodenbestandteile sind wegen der Fäulnisgefahr ungünstig, für die Langlebigkeit ist es ratsam, sogar die Einheitserde des gelieferten Topfballens mit einem sanften Wasserstrahl möglichst zu entfernen. Ideal sind an feinpoorigem Schotter reiche Substrate, auch reiner Sand funktioniert aber gut. Die Bodenreaktion sollte neutral bis alkalisch bei sehr geringer bis höchstens mäßiger Stickstoffversorgung sein.

Schnittmaßnahmen erfolgen nach der Blüte im Oktober als Formschnitt für den Winter und falls erforderlich als kräftiger Verjüngungsschnitt vor dem Austrieb im April. Die Art neigt allerdings weniger zur Vergreisung als andere Lavendel und treibt auch ohne Verjüngungsschnitt lange von der Basis aus.

Die Vermehrung ist über nicht blühende Sommerstecklinge gut und sehr zuverlässig möglich.

Sorten:
  • Richard Grey: grau-violette Blüte, scheint etwas frosthärter zu sein



  • Das Laub bleibt ganzjährig silbrig-grün, der Name "Silber-Lavendel" hat also seine Berechtigung.

    Bilder


















    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    Strauch
    Halb-/Zwergstrauch
    horstartig
    30-60 cm Höhe
    violett
    blau
    Juli
    August
    September
    grau-grün
    silbrig
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    ungiftig
    Heil-/Gewürzpflanze
    ausgeprägt
    trocken
    mäßig trocken
    gut drainiert
    sommertrocken
    vollsonnig
    sonnig
    stark kalk-/basenreich
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    (lehmiger/humoser) Sand
    poröser Schotter
    keine Bodenverdichtung
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
    sehr arme Böden
    arme Böden
    mittlere Böden
    frostfreie Lage
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    hitzeanfällige Lage
    subtropische Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Zuchtform
    sehr gut
    Hoch
    strukturbildender Gruppen-Solitär
    strukturbildende Matrixpflanze
    verträglich
    Ländlicher Garten
    Mediterraner Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Steppenpflanzung
    für Pflanzgefäße geeignet
    Duftgarten
    Duft ausgeprägt
    Rabatte
    Insektenweide
    Handelsgängigkeit Belaubung
    Nebensortiment
    winter-/immergrün