Kerria japonica / Ranunkelstrauch

Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Kerria japonica

Beschreibung

Naturstandort

Kerria japonica stammt aus dem östlichen China und Japan. Sie besiedelt in Bergregionen die Höhenstufen von 200 bis 3.000 m üNN.

Der Ranunkelstrauch kommt v.a. in frischen bis sickerfeuchten Gebüschen und sonnigen bis halbschattigen Waldrändern vor.

Bevorzugt werden mehr oder weniger neutrale, mäßig nahrhafte und lockere Lehmböden.



Mächtige 'Pleniflora'-Sträucher dominieren diesen Innenhof

Beschreibung

Der bis 3 m hohe Ranunkelstrauch bildet durch Wurzelschößlinge breitwüchsige Gebüsche mit aufstrebenden, leicht bogig übergeneigten und wenig verzweigten Ruten.

Die Rinde jüngerer Triebe ist intensiv grün, so dass dichte Büsche auch nach dem Laubfall einen fast wintergrünen Eindruck machen.

Die gelben Blüten erscheinen zahlreich von Anfang April bis in den Juni hinein, häufig kommt es auch zu einer spätsommerlichen Nachblüte.

Verwendungshinweise

Kerria japonica wird -v.a. in der wüchsigeren, gefüllt blühenden Auslese "Pleniflora" - aufgrund ihrer Asnpruchslosigkeit und der langen Blütezeit sehr gerne in pflegeleichten öffentlichen und halböffentlichen Grünanlagen eingesetzt.

Die Art kann durch die inflationäre Verwendung kaum noch aufrichtiges Interesse hervorrufen. In anspruchsvollen Anlagen besteht die Gefahr, dass sie den Charme des öffentlichen Abstandsgrüns überträgt. Ein gewinnbringender Einsatz erfordert sehr kreative Lösungen. 

Im Straßenbegleitgrün und ästhetisch anspruchslosen Grünanlagen ist die Kerrie dagegen durchaus verwendungswürdig.

Kultur

Der Ranunkelstrauch gedeiht in halbschattigen bis absonnigen Lagen meist sogar besser als in der Sonne, wo zudem die Blüten zum Ausbleichen neigen. Die Kerrie ist gut schattenverträglich und kann auch zur Unterpflanzung von Bäumen verwendet werden. Unter Altbäumen ist der Etablierungsaufwand naturgemäß aber höher.

Nach der Etablierung benötigt der Ranunkelstrauch praktisch keine gärtnerische Pflege mehr, auch in sommertrockenen Regionen kommt er dann auf lehmigen Böden ohne Bewässerung aus.

Auf zu stickstoffreichen Böden ist der Ausbreitungsdrang größer und kann störend werden, außerdem lässt hier der Blütenflor nach.

Sorten:
  • Picta: schwachwüchsig bis 1,2 m hoch, grau-grünes Laub, eninfache, gelbe Blüten
  • Pleniflora: etwas wüchsiger als die Art (v.a. bezüglich der Ausläuferentwicklung), gelbe, stark gefüllte Blüten

Bilder






Pleniflora



Pleniflora






Pleniflora






Pleniflora



Pleniflora



Winteraspekt



Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Klein-Strauch
Normalstrauch
breit ausladend
gelb
Mai
Juni
grün
hellgrün
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Liebhaberpflanze
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hecken
Freie Blütenhecke
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren