Jeffersonia diphylla / Jeffersonie, Zwillingsblatt

Jeffersonia_diphylla_jeffersonie_111 Familie Berberidaceae, Sauerdorngewächse
Pflanzen pro qm 15.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Jeffersonia diphylla (Jeffersonie): Jeffersonia diphylla wächst im Nord-Osten der USA in sickerfrischen bis feuchten, collinen bis montanen Laubwäldern und absonnigen, offenen Berghängen. Auch in Wäldern der Hartholzauen tritt sie auf.

Die Standorte sind nahrhaft-humose, skelettreiche Waldböden über Kalkgestein mit sickerfrischer bis feuchter Wasserversorgung.

Die Jeffersonie neigt dazu, individuenreiche Großbestände aufzubauen. Solche Flächen erinnern den Mitteleuropäer dann an unsere Buchenwälder mit Teppichen des Buschwindröschens (Anemone nemorosa).



Die Jeffersonie lässt sich in Wald-Alpinarien sehr schön präsentieren.

Beschreibung

Die Jeffersonie ist eine sommergrüne, horstige Staude. Das Laub zieht zwar im Spätsommer ein, verweilt damit aber deutlich länger, als man es von Frühlingsblühern der Wälder gewohnt ist. Sie erreicht Wuchshöhen von 20 bis 40 cm.

Charakteristisch sind die leicht bläulich-grünen, oft bronzefarben überlaufenden oder gezeichneten Blätter mit der auffällig zweigeteilten Blattspreite.

Die zarten, rein-weißen Blüten erscheinen im April/Mai. Der Blütenflor ist nicht besonders ausdauernd und die Blüten zerfallen oft mit den ersten Windstößen schon nach wenigen Tagen.



Der Blütenflor ist nicht unbedingt der Hauptaspekt der Art. Die Blattstruktur ist mindestens ebenso reizend.

Verwendungshinweise

Jeffersonia diphylla ist eine zarte, dennoch auffällig-exotische Erscheinung, die sich gut in intensiv gepflegten, repräsentativen Anlagen im feuchten Schatten von Mauern, unter alten Baumbeständen und absonnigen Teilen von Alpinarien einsetzen lässt.

Am Naturstandort sieht man sie in der Krautschicht der Wald-Frühlingsgeophyten oft eher in aspektbildenden Einartbeständen. Sie lässt sich aber in Kultur sehr stimmig mit anderen nordamerikanischen Frühlingsgeophyten wie Blauglöckchen (Mertensia virginica), Maiapfel (Podophyllum peltatum) oder Walddreiblatt (Trillium sessile) verbinden.

Niedrige, wintergrüne Waldgräser wie die Breitblättrige Segge  (Carex plantaginea) oder zartere, spät austreibende Farne wie der Pfauenradfarn  (Adiantum pedatum) gepflanzt sorgen für Struktur, wenn die Frühlingsblüher eingezogen haben. Die sommergrüne Jeffersonie darf dabei aber nicht zusätzlich zum Kronendach der Waldbäume auch noch von diesen Begleitern überschirmt werden.



Bis in den Spätsommer kann man sich an Laubschmuck erfreuen.

Kultur

V.a. Jungpflanzen sind wenig konkurrenzfähig und sie benötigen sehr lange Etablierungszeiten.

Trockenphasen und Mittagssonne müssen zwingend vermieden werden. Auch Staunässe ist ungünstig. Unter dem Strich ist die Jeffersonie etwas für intensiver betreute Anlagen und erfahrenere Betreuer.



Samenkapseln

Bilder





Jeffersonia_diphylla_jeffersonie_111

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
30-60 cm Höhe
weiß
April
grün
dunkel-grün
rötlich
bräunlich
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
humos
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Amerika
Nordamerika
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
konkurrenzschwach
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Alpinum