Inula helenium / Echter Alant

Inula helenium echter alant Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 2.00
Wikipedia Inula helenium
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Inula helenium: Der Echte Alant stammt ursprünglich vermutlich aus Klein- und Vorderasien. Auch die Vorkommen im westlichen Mittelmeerraum sind vermutlich urwüchsig. Durch die Jahrhunderte währende Kultivierung als Heilpflanze ist er in weiten Teilen der Alten Welt vermutlich arhaeophytisch eingebürgert. Die Vorkommen im westlichen und östlichen Nordamerika sind aber zweifellos neophytischen Ursprungs. 

Auch in Deutschland kommt Inula helenium in den Mittel- und Südwestdeutschen Warmgebieten sowie vereinzelt in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern als eingebürgerter Neophyt vor. In der Schweiz verwildert er v.a. im Mittelland aus Gartenkultur.



Imposantes Exemplar in einem weitläufigen Kräutergarten

Der Echte Alant wächst v.a. in wärmebegünstigten, frischen, mäßig stickstoffreichen Ruderalfluren. Diese werden oft  von angrenzenden Gehölzrändern etwas verschattet.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (7)  Kontinentalität (6)  Feuchte (5)  Reaktion (7)  Stickstoff (5)



Diese Dreierkombination aus Echtem Alant, Garten-Reitgras und Geflecktem Wasserdost erzeugt eine fast ganzjährig interessante bis imposante Fläche.

Beschreibung: Die sommergrüne Inula helenium ist eine mächtige, bis 180 (200) cm hohe, horstige Staude mit auffällig großen, über 50 cm langen Blättern.

Die gelben Blüten erscheinen von Juli bis August. Die Fruchtstände mit dem silbrigen Pappus sind den Winter über strukturstabil und zierend.

Die nach Veilchen duftenden Wurzeln waren in der Antike ein wichtiges Gewürz.



Halbschattige Standorte werden gut ertragen. Auf dauerhaft frischen Böden wird der Echte Alant hier sogar besonders üppig:

Verwendungshinweise: Der Echte Alant ist eine beeindruckende, erstaunlich selten verwendete Art. Ihre Attraktivität wird v.a. von der aufstrebenden Anordnung der großen Blätter geprägt. Bereits der frischgrüne Laubaustrieb muss ist ein sehr ästhetischer Frühlingsaspekt.

Die unaufdringlichen Blüten sind da beinahe nur eine schöne Nebenerscheinung. Als Zugabe sind die schwarz-braunen Samenstände den ganzen Winter über strukturstabil und versprühen morbiden Charme.

Inula helenium ist entsprechend eine sehr gute Art für Bauern- und Klostergärten und den Hintergrund von Staudenpflanzungen aller Art. Für reine Zier-Anlagen vielleicht sogar noch minimal besser geeinget ist der ganz ähnliche, in der Blüte auffälligere Riesen-Alant (Inula magnifica).

Daneben macht sich Inula helenium auch in naturhaften Staudenfluren sehr schön. Experimentierfreudige Gärtner probieren auch ruderale Kombinationen z.B. mit Eselsdistel, Wilder Karde, Echtem Eibisch oder Thüringischer Strauchpappel.



Die dunklen Samenstände kommen v.a. vor hellen Wänden oder zusammen mit strohfarbigen Gräser-Samenständen gut zur Geltung.


Kultur: Die Art ist anspruchslos und wird durch Wildkräuter nicht bedrängt. Kurze Trockenphasen übersteht sie unbeeindruckt, auf dauerhaft trockeneren Standorten kümmert sie.

Sehr hilfreich ist die rasche und unkomplizierte Etablierung von Jungpflanzen. Diese erreichen überraschend schnell wuchtige Ausmaße und setzen sich zuverlässig im Alleingang gegen die grüne Nachbarschaft durch.

Der Echte Alant versamt sich recht willig selbst, wird aber nicht lästig. Die Samen keinen ohne erforderlichen Kälteimpuls rasch und reichlich bei gleichmäiger Feuchte und Temperaturen zwischne15 und 20 Grad.
   

Bilder





Inula helenium echter alant


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
100-150 cm Höhe
150-250 cm Höhe
gelb
Juli
August
grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
sehr gut
Gering
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Staudenfluren Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Staudenfluren frischer, nährstoffreicher Standorte
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
Klostergarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Hauptsortiment
sommergrün
zierende Winterstruktur
Gehölzrand/Staudenfluren