Hosta elata / Grüne Riesen-Funkie

Hosta_elata_gr%c3%bcne_riesen-funkie_11 Familie Hostacea, Funkiengewächse
Pflanzen pro qm 3.00

Beschreibung

Naturstandort von Hosta elata (Grüne Riesen-Funkie): Hosta elata ist vermutlich erst in Kultur entstanden, gelegentlich wird sie aber auch als eine Varietät der Blaublatt-Funkie (Hosta sieboldiana var. sieboldiana) angesehen. Im Handel wird zwischen beiden Arten aber überwiegend unterschieden, sodass dem aus praktischen Erwägungen hier gefolgt werden soll.

Wie die meisten Funkien wären die Naturstandorte luftfeuchte Laubmischwälder in Gebirgslagen Japans.

Bevorzugt werden halbschattige bis schattige Standorte auf basenarmen, dauerhaft frischen bis feuchten, nicht staunassen und nicht austrocknenden, humus- und nährstoffreichen Substraten.



Dem Reiz einer kräftigen Hosta elata kann man sich nur schwer entziehen.

Beschreibung

Die Grüne Riesen-Funkie bildet große, durch kurze Ausläufer deutlich in die Breite wachsende Horste von 70 cm Höhe und einem weißen bis hell-violetten Blütenstand von bis zu 130 cm Höhe im Juli/August.

Die großen Blätter sind dunkel-grün mit einem ganz leichten Blaustich und auffäliig vertieften Blattadern.



Weitläufiger Bestand auf einer Waldlichtung mit standörtlich nicht ganz stimmigen Iris sibiricaa im Vordergrund.

Verwendungshinweise

Funkien sind generell sehr beliebte Zierpflanzen in Privatgärten, was im Rahmen ambitionierter Gestaltungsansätze bei den meisten Pflanzen zu wohlüberlegter Verwendung führen sollte.

Die Grüne Riesen-Funkie hat sich aber einen natürlichen Charme bewahrt und vitale Exemplare versprühen die urwüchsige Kraft fremdländischer Welten.

Entsprechend ist sie für exotische, weitläufige Waldgärten und für asiatische Gestaltungsansätze durchaus eine gute Wahl. Sehr oft sieht man sie mit Großblumigen Rhododendren vergesellschaftet. Frischere Anmutungen entstehen in exotisch-naturhaften Kombination mit kräftigen Farnen und Waldstauden. Eine ungewöhnliche, aber dynamische Partnerschaft entsteht z.B. mit dem ausbreitungsfreudigen Adlerfarn (Pteridium aquilinum).

Ein üppiger Hosta-Elata-Horst hinterlässt im Winterhalbjahr eine vollkommen kahle Fläche, sodass große, wintergrüne Gräser wie die bekannte Hänge-Segge (Carex pendula) sehr sinnvolle Partner sind, um diesen Nachteil etwas zu kompensieren. Durch den späten Austrieb der Riesen-Funkie funktionieren in der Regel  auch Unterpflanzungen mit frühen Frühlingsgeophyten wie dem Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus).

In größeren Kübeln können ebenfalls repräsentative Effekte erzielt werden, allerdings müssen die Pflanzen dann so geschützt überwintert werden, dass der Wurzelballen nicht durchfriert.



Mit kräftigen Farnen wie dem Japanischen Straußfarn oder ganz im Hintergrund dem Wald-Geißbart sind urige Stimmungen zu erzielen.

Kultur

Hosta elata gehört zu den Funkien, die mit sonnigeren Standorten bei ausreichender Bewässerung noch am Besten zurecht kommen. Auch sie fühlt sich aber wohler, wenn sie sich nicht mit der prallen Mittagssonne auseinandersetzen muss. Ihre großen, eindeutig als "Schattenblätter" wahzunehmenden Blätter wirken zudem in der Sonne deplaziert.

In ozeanisch geprägten Regionen mit niederschlagsreichen Sommern und milden Wintern ist die Art robust und etablierte Exemplare kommen weitgehend ohne gärtnerische Unterstützung aus. In sommertrockenen Regionen leidet die Vitalität unter den Trockenphasen und verliert im Hochsommer ohne Bewässerung an Attraktivität. Stauend feuchte Standorte kommen aber ebenfalls nicht in Frage.

Auf guten Standorten sind die dichten Bestände unduldsam selbst gegenüber kräftigen Hochstauden. Aufgrund des langsamen Expansionsdranges stellt dies aber kein Problem dar, dass sich nicht mit gelegentlichen Eingriffen im Zaume halten ließe.

Je seltener Funkien umgepflanzt werden, desto besser entwickeln sie sich.



Der Austrieb ist bereits eindrucksvoll. Außerdem sehen wir hier den Überlebenswillen des Gierschs gut dokumentiert.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
flächendeckend
horstartig
60-100 cm Höhe
violett
rosé-weiß
Juli
August
dunkel-grün
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald